Polizei-News Frankfurt, 01.01.26: 0001 Frankfurt - Vorläufige Bilanz der Frankfurter Polizei zum Jahreswechsel
Ein Feuerwehreinsatz wurde aktuell von der Polizei in Frankfurt gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Die Frankfurter Polizei blickt auf eine arbeitsintensive Nacht im Frankfurter Stadtgebiet zum Jahreswechsel 2025 / 2026 zurück.
Um für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, waren in diesem Jahr über 700 Polizeibeamtinnen und -beamte, unterstützt durch Einsatzkräfte des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz, im gesamten Stadtgebiet unterwegs.Diese Maßnahmen wurden durch die von der Stadt Frankfurt am Main eingerichteten Feuerwerksverbotszonen im Bereich der Zeil und am Eisernen Steg ergänzt.Die Polizei zeigte frühzeitig eine starke Präsenz, um das offensive Einsatzkonzept umzusetzen. Bis zum Morgen wurden ca. 700 Personen kontrolliert, ca. 200 Platzverweise erteilt und nach derzeitigem Stand 73 Personen festgenommen.Der überwiegende Teil dieser Festnahmen resultierte aus dem widerrechtlichen Mitführen von Schreckschusswaffen, Verstößen wegen des Besitzes und Abbrennens von nicht zugelassener Pyrotechnik sowie Körperverletzungsdelikten.
Die livegesichteten Aufnahmen der Videoschutzanlagen stellten sich erneut als besonders hilfreich heraus, um Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, das Einhalten der Regelungen der Feuerwerksverbotszonen zu überwachen und zielgerichtet darauf reagieren zu können.Die beiden Verbotszonen haben sich aus Sicht der Polizei auch in diesem Jahr wieder bewährt. Es konnten nur vereinzelte Verstöße festgestellt werden.
Der Eiserne Steg war als Örtlichkeit für den Jahreswechsel wieder derart beliebt, dass er bereits gegen 22:00 Uhr wegen drohender Überfüllung gesperrt wurde. Auch der Holbeinsteg zog viele Feiernde an, dass eine temporäre Sperrung von Nöten war.Auf der Zeil sowie entlang der Mainufer war ebenfalls ein hohes Personenaufkommen zu verzeichnen.
Die häufigsten Einsatzanlässe für die Polizei waren der missbräuchliche Gebrauch von Feuerwerkskörpern, Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigungen, auch durch Feuer.Darüber hinaus kam es immer wieder zum Beschuss mit Pyrotechnik auf Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. Es gab aber auch körperliche Angriffe auf die Einsatzkräfte.
Hierbei sind folgende Sachverhalte besonders erwähnenswert:
In der Fahrgasse wurde gegen Mitternacht ein Rettungswagen des Deutsche Roten Kreuzes während einer Einsatzfahrt durch eine größere Personengruppe auf der Straße blockiert und an der Weiterfahrt gehindert.Nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde, beschädigte die Personengruppe den Wagen durch Schläge und Tritte. Darüber hinaus wurden Fahrzeugteile abgerissen. Nachdem einer der Rettungsdienstmitarbeiter aus dem Fahrzeug ausstieg, wurde dieser durch eine männliche Person aus der Gruppe heraus durch einen Tritt in den Rücken angegriffen, wodurch er mit dem Kopf gegen das Fahrzeug stieß und zu Boden fiel. Beim Aufstehen bemerkte er nach eigenen Angaben eine männliche Person, die vor ihm mit einem Messer hantierte, ohne ihn dabei direkt zu bedrohen.Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen verschaffte sich die Personengruppe gewaltsam Zugang zum Behandlungsraum des Rettungswagens, legte dort eine bewusstlose Frau auf der Behandlungsliege ab und verlangte, diese in ein Krankenhaus zu verbringen.Der beschädigte Rettungswagen fuhr daraufhin, mit der zuvor abgelegten Frau, zu einem umliegenden Krankenhaus und wurde dabei mit Pyrotechnik beschossen.Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der verletzte DRK-Mitarbeiter wurde anschließend im Krankenhaus untersucht, wo eine Rückenverletzung diagnostiziert wurde, die der weiteren Abklärung bedarf. Erkenntnisse zum Verletzungsbild und dem Verbleib der bewusstlosen Frau liegen derzeit noch nicht vor.
In Griesheim (Ahornstraße), Ginnheim (Platenstraße), Rödelheim (Zentmarkweg) und Bonames (Ben-Gurion-Ring) wurden an mehreren Stellen Mülltonnen sowie weiterer Unrat auf die Straße geschoben und durch unbekannte Personen entzündet.Die zu diesen Örtlichkeiten entsandte Feuerwehr wurde bei den Löscharbeiten mit Pyrotechnik beschossen. Daraufhin wurden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr im weiteren Verlauf der Nacht zeitweise in den nördlichen Stadtteilen durch Streifenwagen der Polizei zu deren Einsätzen begleitet. Um Gegenstände von der Straße zu entfernen, kam auch ein Sonderwagen der Polizei zum Einsatz.
Insgesamt wurden 11 Polizistinnen und Polizisten im Zuge von Festnahmen oder nach Beschuss mit Pyrotechnik verletzt (z. B. Knalltrauma oder Verletzungen durch Funkenflug). Hiervon konnten acht Einsatzkräfte ihren Dienst nicht mehr fortsetzen. Ein zwölfter Kollege verletzte sich im Laufe des Einsatzes ohne Fremdeinwirkung.
Bei den genannten Zahlen und Sachverhalten handelt es sich wie eingangs bereits erwähnt um eine vorläufige polizeiliche Bilanz der Silvesternacht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Frankfurt vom 01.01.2026 gegen 14:04 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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