Senkt Cholesterin und Blutdruck: Was Granatapfel für Herz und Gefäße tun kann
Saft statt Statine? So weit gehen wir nicht - aber Studien zeigen, dass Granatäpfel eine sinnvolle Ergänzung sein können, wenn der Cholesterinspiegel besonders hoch ist. Warum Granatapfel auf den Speiseplan gehört.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Granatapfel gilt als Superfood - Studien untersuchen seine Wirkung auf Herz und Gefäße
- Forschende fanden Hinweise auf positive Effekte bei Blutdruck und Cholesterin
- Trotz möglicher Vorteile ist aufgrund des Zuckers zu maßvollem Konsum zu raten
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Seit geraumer Zeit gilt Granatapfel als echtes "Superfood" - und das nicht ohne Grund. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern liefern auch noch jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Was hinter dem Hype um die Superfrucht steckt und welche Versprechen sie tatsächlich halten kann, verraten wir Ihnen hier.
Wie die Superfrucht den Blutdruck reguliert
Der Granatapfel enthält große Mengen sogenannter Polyphenole: Dabei handelt es sich um pflanzliche Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und dadurch Zellschäden verringern können. Forscher vermuten, dass diese Stoffe Entzündungen hemmen und die Funktion der Blutgefäße verbessern. Insbesondere Granatapfelsaft ist reich an diesen Inhaltsstoffen. Deshalb wurde in zahlreichen Studien untersucht, ob regelmäßiger Konsum messbare Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben könnte.
Tatsächlich fanden sich in mehreren Studien Hinweise auf positive Effekte beim Blutdruck. Besonders der systolische Wert – also der obere Blutdruckwert – verbesserte sich in einigen Studien messbar. Forscher vermuten, dass die enthaltenen Polyphenole die Gefäßfunktion unterstützen und oxidativen Stress reduzieren. Die beobachteten Effekte waren zwar meist moderat, gelten aber als medizinisch interessant.
Forschung liefert Hinweise auf cholesterinsenkende Eigenschaften
Auch beim Cholesterin gibt es Hinweise auf mögliche Vorteile. Eine Meta-Analyse kam zu dem Ergebnis, dass regelmäßiger Granatapfelkonsum das Gesamtcholesterin und teilweise auch das sogenannte LDL-Cholesterin senken könnte. Einziger Haken: Die in der Analyse untersuchten Studien waren uneinheitlich gestaltet (verschiedene Mengen, Konzentrate usw.), sodass sich die Effekte nicht mit hundertprozentiger Sicherheit belegen lassen. Entsprechend sollten die Vorteile nur als Ergänzung zu einer medizinischen Behandlung eingesetzt werden, nicht als Ersatz.
Lieber auf Frucht statt Saft setzen
So gesund die Frucht auch sein mag: Besonders Granatapfelsaft enthält jede Menge Zucker – bereits ein Glas kann je nach Produkt 20 bis 30 Gramm natürlichen Fruchtzucker liefern. Daher ist ein maßvoller Konsum zu empfehlen. Etwa ein Glas pro Tag ist bereits völlig ausreichend. Wer genauer auf Blutzucker oder Kalorien achten muss, sollte besonders aufpassen. Die Frucht selbst lässt den Blutzuckerspiegel hingegen meist langsamer ansteigen, sättigt besser und liefert zusätzlich Ballaststoffe.
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sfx/bua/news.de
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