Schokolade für den Kreislauf: Welche Lebensmittel Sie regelmäßig zu sich nehmen sollten
Gesunde und bewusste Ernährung klingt für viele erstmal nach Stress - doch wer sich ausgewogen ernähren möchte, braucht weder Verzicht noch Verbote. Entscheidend ist, was regelmäßig auf dem Teller landet.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
Suche
- Für viele Menschen ist der Alltag zu stressig, um auf die Ernährung zu achten
- Wir zeigen Ihnen, welche Lebensmittel mit wenig Aufwand viele Nährstoffe liefern
- Eine Expertin empfiehlt sechs Lebensmittel, die sie selbst regelmäßig isst
Mehr über ausgewogene Ernährung finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Sie wollen sich gesund ernähren, kommen im hektischen Alltag aber kaum dazu, richtig zu kochen? Keine Sorge: Das muss auch gar nicht sein. Wir zeigen Ihnen sechs Lebensmittel, die nicht nur schnell griffbereit sind und ohne aufwendige Zubereitung auskommen, sondern Sie auch noch mit allem versorgen, das der Körper regelmäßig braucht.
Ärztin verrät, was sie selbst wöchentlich isst
Dr. Luisa Werner, Ärztin und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V., empfiehlt auf ihrem Instagram-Kanal gleich sechs Lebensmittel, die sie selbst wöchentlich isst. Ihr Fokus bei der Auswahl: große pflanzliche Vielfalt, Abwechslung, möglichst viele Vorteile für Darm und Mikrobiom sowie eine hohe Dichte an Nährstoffen und Vitaminen.
Tipp Nr. 1: Heidelbeeren für gesunde Nährstoffe
Ohnehin gelten Beeren als einer der gesündesten Snacks überhaupt. Kein Wunder: Speziell Heidelbeeren liefern Ballaststoffe, Vitamin C und Anthocyane - also die natürlichen Farbstoffe der Heidelbeere. In der Forschung werden sie zum einen mit antioxidativen Eigenschaften, die unter anderem vor Krebs schützen können, zum anderen aber auch mit blutdrucksenkenden Inhaltsstoffen verbunden. Davon profitiert vor allem unser Kreislauf. Dr. Werner empfiehlt, die Heidelbeeren als Topping für Müsli oder Joghurt zu verwenden. So können ihre Vorteile direkt ins Frühstück eingebunden werden.
Tipp Nr. 2: Zartbitterschokolade unterstützt Gefäßfunktionen
Schokolade ist nicht alltagstauglich? Von wegen: Zartbitterschokolade enthält jede Menge Flavanole. Dabei handelt es sich um Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gefäßfunktion auswirken können. Laut Experten der Cleveland Clinic kann die dunkle Schokolade damit vor Herzerkrankungen schützen sowie den Wert des "schlechten" LDL-Cholesterins senken, was wiederum hilft, verstopfte Gefäße zu verhindern. Zudem enthält Zartbitterschokolade Mineralien wie Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer und Phosphor. Aber: Der Verzehr bleibt auch bei Zartbitterschokolade nur in Maßen empfehlenswert. Wichtig ist vor allem der Kakaoanteil - je höher, desto besser.
Tipp Nr. 3: Kreuzblütler wie Brokkoli gehören öfter auf den Teller
Auch Kreuzblütler wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl und Kohlrabi sollten möglichst häufig auf dem Speiseplan stehen. Die Gewächse gelten unter Fachleuten nicht nur als echte Wunderwaffe gegen Krebs, sondern liefern auch noch wichtige Vitamine und Ballaststoffe. In Studien werden die Pflanzen besonders mit einer gesunden Verdauung in Verbindung gebracht, da sie dort sogar chronische Entzündungsbeschwerden lindern können. Außerdem enthalten sie Präbiotika sowie Probiotika und unterstützen somit das Mikrobiom im Darm. Und das Beste: Die Möglichkeiten, Kreuzblütler zuzubereiten, sind nahezu unbegrenzt - egal ob im Ofen, gedünstet oder gekocht.
Tipp Nr. 4: Verwenden Sie mehr Olivenöl
Dr. Werner nennt in ihrem Post auf Instagram auch Olivenöl als eines der essenziellen Lebensmittel, die sie jede Woche zu sich nimmt. Das Öl wirkt antioxidativ und senkt die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da es sich wunderbar zum Kochen eignet - insbesondere in der mediterranen Küche - lässt es sich wunderbar in die tägliche Routine einbinden, egal ob in Soßen, auf Pizza oder im Salat. Da es außerdem einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthält, kann es den Cholesterinwert senken. Auch das reduziert das Risiko für Herzerkrankungen.
Tipp Nr. 5: Kefir als Unterstützung für den Darm
Als fünften Tipp empfiehlt die Ernährungsexpertin Kefir: Das fermentierte Milchprodukt aus dem Kaukasus ist zwar nichts für laktoseintolerante Menschen, kann aber dank probiotischer Eigenschaften die Darmgesundheit unterstützen. Je nach Fermentationsprozess liefert Kefir vor allem Eiweiß, Kalzium und andere wichtige Nährstoffe. Kefir ist daher die perfekte Ergänzung für Frühstück und Zwischenmahlzeiten, eignet sich aber dank seiner Textur und Konsistenz auch wunderbar für Smoothies.
Tipp Nr. 6: Nüsse stärken die Herzgesundheit
Nüsse eignen sich nicht nur für Studenten: Dank gesunder Fette, Ballaststoffe, pflanzlichem Eiweiß und Mineralstoffen sorgt der regelmäßige Verzehr von Nüssen für ein gesundes Herz. Studien zufolge senken Nüsse das Risiko für mehrere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter koronare Herzkrankheit (KHK), Schlaganfälle und Herzrhythmusstörungen. Wie bei Schokolade ist auch hier Mäßigung empfehlenswert: Da sie sehr energiereich sind, reicht bereits eine Handvoll pro Tag aus.
Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.
Mehr Beiträge zu Ernährungsthemen lesen Sie hier:
- Dieses Frühstücks-Geheimnis lässt Amal Clooney strahlen
- Wie ungesund sind Eier für den Cholesterinspiegel?
- Diese Ernährung senkt Ihr Demenz-Risiko erheblich
- Diese gesunden Snacks eignen sich perfekt für zwischendurch
- Warum wir zu viel Proteine zu uns nehmen - und zu wenig Ballaststoffe
sfx/ife/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.