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Medizin-News: Antibiotika-Hoffnung! Kann DIESES neue Medikament die Todeswelle abwenden?

Ein Forscherteam hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Die Wissenschaftler entwickelten mit einem Supercomputer ein neues Antibiotikum gegen resistente Bakterien. Kann das neue Medikament vor der befürchteten Todeswelle durch Resistenzen schützen?

Forscher haben mit einem Supercomputer ein neues Antibiotikum gegen resistente Bakterien entwickelt. Bild: AdobeStock/ bukhta79 (Symbolfoto)

Viele Bakterien haben Resistenzen gegen zugelassene Antibiotika entwickelt. Neue Medikamente gibt es aber aktuell nicht. In den vergangenen 40 Jahren wurden nur zwei neue Antibiotika zugelassen. Dabei wird gerade vor einer möglichen Todeswelle durch nicht wirksame Antibiotika gewarnt. Doch ein britischer Wissenschaftler hat mithilfe eines Supercomputers nun ein Medikament entwickelt, das Bakterien wieder unschädlich macht.

Antibiotika-News: Forscher entwickeln neues Antibiotikum gegen resistente Bakterien mit Supercomputer

Wie der "Mirror" berichtet, setzte der Chemiker Dr. Gerhard Koenig von der Universität Portsmouth in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlern wie der Nobelpreisträgerin Ada Yonath einen Supercomputer ein, um ein bestimmtes Antibiotikum zu verändern, gegen das Bakterien bekanntermaßen resistent geworden sind. Dabei fand er heraus, dass ein bestimmtes Molekül angepasst werden müsse, um gefährliche Bakterien abzutöten. Das Forscherteam entwickelte daraufhin ein neues Antibiotikum. Es sei 56-mal "aktiver" gegen Schlüsselbakterien als die beiden leistungsstärksten Antibiotika auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Erythromycin und Clarithromycin.

Neues Antibiotikum! Forscher warnen vor Todeswelle durch Resistenzen

Die frühere Chefärztin Sally Davies warnte, die Welt stehe vor einer "Antibiotika-Apokalypse", wenn der übermäßige Einsatz der Medikamente nicht gestoppt und neue Versionen entwickelt würden. Um Resistenzen zu vermeiden, müssen die antibiotischen Medikamente sparsam eingesetzt werden. Deshalb haben viele Pharmakonzerne bereits ihre Antibiotika-Forschung eingestampft.

Es wird befürchtet, dass in zehn bis 15 Jahren die Todesfälle nach Routineoperationen, wie nach Hüft- oder Krebs-Operationen, zunehmen könnten. So sinkt die Lebenserwartung um 20 Jahre. Mit der Technologie könnten noch andere Antibiotika verändert werden, um vorherzusehen, wie sich Bakterien weiter entwickeln. Die modifizierten Antibiotika sollen nun in klinischen Studien an Menschen getestet werden. Die Ergebnisse wurden in den "US Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)" veröffentlicht.

"Unser bester Kandidat ist nicht nur wirksamer gegen die getesteten Zielorganismen, sondern zeigt auch Aktivität gegen die drei am höchsten eingestuften Bakterien der WHO-Prioritätenliste, bei denen die getesteten vorhandenen Antibiotika nicht wirken", sagteDr. Koenig. Er fügte hinzu: "Unsere Computer werden von Jahr zu Jahr schneller. Es besteht also eine gewisse Hoffnung, dass wir in der Lage sein werden, das Ruder herumzureißen.

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bos/loc/news.de

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