Uhr

Krebs-News aktuell: Neues Wundermittel? Kann dieses Medikament Brustkrebs heilen?

Für viele Brustkrebspatientinnen gibt es aktuell vielleicht Hoffnung: Astrazeneca hat ein neues Krebsmedikament entwickelt. In Studien verbesserte es die Heilungs- und Überlebenschancen der Patienten signifikant.

Astrazeneca schürt mit neuem Krebsmedikament Hoffnungen auf Heilung von Brustkrebs. (Symbolfoto)  Bild: Adobe Stock/ romaset

Das Unternehmen Astrazeneca begeistert gerade die Medizin mit einem neuen Medikament gegen Brustkrebs. Das Krebsmittel Enhertu wurde als "bahnbrechend" bezeichnet und schürt die Hoffnung, das Patienten vielleicht vom Brustkrebs geheilt werden können.

Astrazeneca entwickelt "bahnbrechendes "Medikament" gegen Brustkrebs

In einer Pressemitteilung zur Studie zu dem Medikament schreibt Astrazeneca, dass sich das Risiko um 72 Prozent verringert, dass die Brustkrebserkrankung fortschreitet oder zum Tod führt.Drei Viertel der Frauen, die das neue Medikament Enhertu einnahmen, zeigten nach 12 Monaten kein Fortschreiten ihrer Krankheit, verglichen mit nur einem Drittel, das mit einem anderen Medikament behandelt wurde. Fast 94 Prozent der Studienteilnehmer, die Enhertu einnahmen waren nach einem Jahr noch am Leben. Zum Vergleich: 85 Prozent der untersuchten Patienten, die zum Vergleich dasKrebsmedikament T-DMI1 bekamen, überlebten.

94 Prozent der Patienten nach Einnahme von Brustkrebsmedikament nach 12 Monaten noch am Leben

Das Medikament hat besonders positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs. Sie profitieren am meisten von dem neuen Medikament im Vergleich zu anderen Arzneimitteln. Rund 500 Patienten aus Asien, Europa, Nordamerika, Ozeanien und Südamerika zeigten einen starken Trend zu einem verbesserten "Gesamtüberleben". Die Ergebnisse stammen aus der dritten Studienphase. Die Wissenschaftler betonten aber, dass die Tests noch nicht abgeschlossen sind.

Onkologen sehen neues Brustkrebsmedikament als Hoffnung für Patientinnen

Dennoch zeigten sich Onkologen nach der Präsentation auf einem Präsidentensymposium im Rahmen des Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) 2021 beeindruckt. "Es ist bemerkenswert zu hören, wie die Onkologiegemeinschaft die Daten aufnimmt und sagt: 'Ist es möglich, dass wir einigen Frauen mit fortgeschrittener Krankheit eine Heilung anbieten können?'", sagte David Fredrickson, Leiter der Onkologie bei AstraZeneca. Mitarbeiter des Pharmaunternehmens hätten aufgrund der Daten Tränen vergossen.

Susan Galbraith, Executive Vice President, fügte hinzu: "Die heutigen Ergebnisse sind bahnbrechend. "Diese beispiellosen Daten stellen einen potenziellen Paradigmenwechsel in der Behandlung von HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs dar und verdeutlichen das Potenzial von Enhertu, das Leben von mehr Patientinnen in früheren Behandlungsphasen zu verändern."

Javier Cortes vom Internationalen Brustkrebszentrum in Barcelona erklärte, dass bei Patientinnen mit bereits behandeltem HER2-positivem Brustkrebs mit der verfügbaren Behandlung in der Regel in weniger als einem Jahr ein Forstschritt zu sehen sei. Er sagte, der "hohe und konsistente Nutzen", der in allen wichtigen Gruppen beobachtet wurde, sei "bemerkenswert und unterstützt das Potenzial von Enhertu, zum neuen Standard der Behandlung für diejenigen zu werden, die zuvor gegen HER2-positiven metastasierenden Brustkrebs behandelt wurden".

Enhertu aktuell nur bei aussichtslosen Brustkrebserkrankungen zugelassen

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA und 34 andere Märkte haben Enhertu bereits für Patientinnen zugelassen, bei denen andere Krebstherapien wie Chemotherapien nicht mehr ausreichen. Eine Behandlung kostet etwa 118.000 Pfund. Astrazeneca hofft, dass das Medikament bald auch für frühere Krebsstadien genutzt werden kann.

Schon gelesen? Langzeitfolge durch Impfung? DIESE Spätfolgen sind möglich

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bos/news.de