27.01.2021, 10.51 Uhr

Stiftung Warentest im Februar: Kein Kariesschutz! DIESE Mundwässer fallen durch den Test

Mundspülungen sorgen für frischen Atem, beugen Karies und Zahnstein vor. Doch nicht jedes Produkt taugt etwas. Die Stiftung Warentest untersuchte 13 Mundspülungen. Das Ergebnis: Einige Spülungen fielen durch den Test. 

Stiftung Warentest hat Mundspülungen getestet. Nicht jedes Produkt schnitt gut ab. Bild: Catherine Waibel/dpa

Um seine Zähne vor Karies, Zahnbelag oder Zahnfleischentzündungen zu schützen, greifen viele Verbraucher nach dem Zähneputzen gerne zu Mundspülungen zum Verdünnen. Wer seine Zahnpflege durch Spülungen ergänzen möchte, sollte nach Einschätzung der Stiftung Warentest aber auf fertige Mundspüllösungen setzen. Das Geld für Mundwasser zum Verdünnen könne man sich dagegen sparen - so lautet das Fazit der Stiftung nach einer Untersuchung von 20 Produkten, die in Supermärkten oder Drogerien erhältlich sind (Zeitschrift "test", Ausgabe 2/2021).

Stiftung Warentest im Februar aktuell: Mundwässer zum Verdünnen fallen durch Test

Laut Stiftung Warentest wiesen alle untersuchten Mundwässer zum Verdünnen eine nicht ausreichende Wirksamkeit gegen Zahnbelag, Zahnstein oder Zahnfleischentzündungen auf. Keines der sieben geprüften Mundwässer enthalte die dafür notwendige Dosis der entsprechenden Wirkstoffe, kritisieren die Tester. Nicht einmal zum Verhindern von Mundgeruch dürften die enthaltenen Mengen ausreichen.

Stiftung Warentest: Diese Mundwässer bieten keine Kariesprophylaxe

Hier können Mundwässer zum Verdünnen ohnehin nichts ausrichten. Um vorbeugend gegen Karies wirken zu können, müssten sie deutlich mehr von dem dafür nötigen Spurenelement Fluorid enthalten, als es die entsprechende EU-Kosmetikverordnung zulässt, erläutern die Warentester in ihrem Bericht.

Sechs der sieben getesteten Mundwasser zum Verdünnen bekamen von der Stiftung die zweitschlechteste Note "mangelhaft". Ein Produkt wurde noch mit "ausreichend" bewertet, weil es im Gegensatz zu den anderen Mitteln nicht mit unbelegten Wirkungsversprechen aufgefallen war. Medizinische Mundwässer dagegen können zum Beispiel bakterienabtötend wirken - sie sind aber apothekenpflichtig und wurden nicht getestet. Zum Großteil ja. Die meisten der 13 in dieser Kategorie getesteten Produkte enthalten ausreichend Fluorid und sorgen damit den Testern zufolge für eine gute bis sehr gute Kariesprophylaxe.

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Mehr als die Hälfte der Mundspülungen mit "gut" bewertet

Zwei Produkte enthalten kein Fluorid und wurden deshalb auch schlechter als die anderen bewertet. Doch das Gesamtbild ist deutlich besser als bei den Mundwässern: 7 von 13 Mundspüllösungen - also immerhin mehr als die Hälfte - wurden insgesamt mit "gut" bewertet.

Zur Prophylaxe von Parodontitis enthielt keine der Spülung ausreichend Wirkstoff - die Mehrheit der Produkte beugt aber deren Vorstufe, der Zahnfleischentzündung (Gingivitis), vor. Die meisten helfen außerdem gegen Zahnstein, Zahnbelag sowie Mundgeruch und stärken dem Test zufolge den Zahnschmelz.

Teuer vs. günstig: DIESE Drogerieeigenmarken schneiden bei Stiftung Warentest am besten ab

Einige der preisgünstigen Produkte schnitten am besten ab. Vorne lagen Eigenmarken: Edeka Elkos (Dentamax Zahnfleischpflege Mundspülung), Kaufland Bevola (Mundspülung Mint), Lidl Dentalux (Mundspülung Fresh Mint Zähne + Zahnfleisch Intensivschutz) und Rossmann Prokudent (Zahn- & Zahnfleisch Mundspülung) kosten 0,72 bis 0,79 Euro für 500 Milliliter und bekamen allesamt die Gesamtnote 1,6.

Alle Test-Ergebnisse finden Sie hier.

Können Mundspülungen das Zähneputzen ersetzen?

Nein. Doch sie können eine sinnvolle Ergänzung sein - vor allem für Menschen, die anfällig für Karies sind. Oder wenn einem das Benutzen von Zahnbürste und Zahnseide aus motorischen Gründen schwer fällt. Auch Zahnspangenträger sollten laut Stiftung Warentest spülen.

Dürfen Kinder und Schwangere Mundspülungen benutzen?

Kinder dürfen ab etwa sechs Jahren Mundspülungen nutzen. Maßgeblich ist, dass sie diese nach der Verwendung sicher wieder ausspucken. Heranwachsende sollten nach Empfehlung der Warentester nur solche Produkte verwenden, die frei von Alkohol und Zinksalzen sind. Auch Schwangere und Alkoholabhängige dürfen nur Mundspülungen nehmen, die frei von Alkohol sind. Laut Stiftung Warentest sind die Eigenmarke von Rossmann und "Kariesschutz Zahnspülung" von Elmex zu empfehlen.

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bos/sig/news.de/dpa

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