27.01.2021, 13.17 Uhr

Stiftung Warentest im Februar 2021: Achtung, Schimmelpilzgifte! DIESE Aufback-Brötchen fallen durch

Krachende Kruste, lockere Krume: So soll ein Brötchen sein. Die meisten Aufbackprodukte lösen dieses Versprechen auch ein. Die Stiftung Warentest untersuchte 23 Produkte. Die Ergebnisse: durchwachsen.

Die Stiftung Warentest hat Aufbackbrötchen genauer unter die Lupe genommen. Bild: Andrea Warnecke/dpa

Einfacher kann man sonntags nicht an ofenfrische Brötchen kommen: Aufbackbrötchen sind bei den Deutschen beliebt. Einfach Tüte auf, Ofen an, Brötchen rein und schon innerhalb weniger Minuten duftet es in den eigenen vier Wänden wie beim Bäcker. Doch wie gut sind die Brötchen zum Aufbacken wirklich? Die Stiftung Warentest hat 23 Sorten genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Aufbackbrötchen schneidet mit der Note "Gut" ab. Doch es gibt auch Ausreißer.

Stiftung Warentest im Februar 2021: Aufbackbrötchen im Test

Laut Stiftung Warentest setzen sich vier Produkte geschmacklich an die Spitze. Mit einer goldenen Kruste sowie einer lockeren und aromatischen Krume bieten sie alles, was ein Brötchen haben sollte. Überzeugend fanden die Tester die Aufbackbrötchen "Slooow Bio Organic Rusti" und "Moin Bio Sonntagskrustis". Fast genauso schmackhaft seien "Edeka Bio Krustenbrötchen" sowie "Coppenrath & Wiese Unsere Goldstücke".

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Mit Schimmelpilzgiften belastet! DIESE Aufbackbrötchen fallen durch den Test

Zwar kann Bioware geschmacklich mithalten, aber nicht wenn es um die Qualität geht. Zwei Produkte aus diesem Segment erhielten als Testergebnis nur ein "Ausreichend". Bei einem bemängelten die Tester einen faden, leicht alten Geschmack. Bei den anderen Bio-Brötchen fanden sich erhöhte Werte des Schimmelpilzgiftes Deoxynivalenol, kurz Don. Es wird von Schimmelpilzen gebildet, die Getreide auf dem Feld befallen können. Don gilt zwar nicht als krebserregend, Verbraucher sollten höher belastete Ware aber lieber aussortieren, raten die Tester. Zum Vergleich war Don in 15 der 23 genommenen Proben nicht nachweisbar.

Stiftung Warentest im Februar 2021: Alle getesteten Aufbackbrötchen im Überblick

Diese Produkte wurden getestet:

Ungekühlte Brötchen

  • Aldi Nord Goldähren Brötchen
  • Aldi Nord Gut Bio Bio-Farmerkrusti Hauptbild
  • Aldi Süd Bio Brötchen Farmerkrusti
  • Aldi Süd Mühlengold Sonntagsbrötchen
  • Edeka Bio Krustenbrötchen auf Stein gebacken
  • Edeka Gut & Günstig Weizen-Brötchen zum Fertigbacken
  • Harry Bäcker Premium Krüstchen
  • Herzberger Kaiser Bio-Brötchen
  • Kaufland K-Classic Baguette Brötchen
  • Lidl Grafschafter Bio Organic Crustini
  • Lidl Grafschafter Unsere besten Weizenbrötchen
  • Netto Marken-Discount BioBio Krustenbrötchen im Steinofen gebacken
  • Netto Marken-Discount Korn Mühle Frühstücksbrötchen
  • Penny Baguettebrötchen
  • Rewe Bio Weizenvollkorn Brötchen
  • Rewe Ja Baguettebrötchen
  • Sinnack Kaiser-Brötchen 
  • Slooow Bio Organic Bio Rusti 

Tiefkühl­brötchen

  • Bofrost Bäckerbrötchen Artikel-Nr. 01882
  • Coppenrath & Wiese Unsere Goldstücke Weizenbrötchen
  • Eismann Baguette-Brötchen Artikel-Nr. 9809 
  • Golden Toast Back mich Weizenbrötchen 
  • Moin Bio Sonntags Krustis 

Alle Test-Ergebnisse finden Sie hier.

Ungekühlte Aufbackbrötchen vs. Tiefkühlware: DIESE Brötchen halten am längsten

Für ihre Untersuchung zog die Stiftung Warentest sowohl ungekühlte als auch tiefgekühlte Brötchen heran. Letztere haben den Vorteil, dass sie bis zu zwölf Monate lang im Tiefkühlfach frisch bleiben. 

Die ungekühlten Brötchen werden durch die Schutzgasatmosphäre im Beutel frisch gehalten. Im Labor waren aber vereinzelte Packungen schon vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit Schimmel befallen. Daher empfehlen die Warentester: Liegen ungekühlte Brötchen länger im Schrank - die getesteten hielten rund drei bis zehn Wochen lang -, so sollten Fans der Backware sie erst mit Augen und Nase prüfen.

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bua/sig/news.de/dpa

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