05.07.2015, 14.27 Uhr

Bundesinstitut warnt: Reiswaffeln extrem mit giftigem Arsen verseucht

Reiswaffeln gelten als gesunder Snack - gerade auch für Babys. Doch jetzt rät auch ein Bundesinstitut dazu, den Nachwuchs nur ab und zu daran knabbern zu lassen. Der Grund ist äußerst giftig: In den Waffeln steckt Arsen.

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Reiswaffeln gehören für viele Kleinkinder zur täglichen Ernährung. Aber die beliebte, weil ungesüßte, fett- und kalorienarme Zwischenmahlzeit hat es in sich: In der angeblich gesunden Waffel steckt Arsen. Das ist zwar seit längerem bekannt. Doch nun zeigt sich: Der Anteil von giftigem anorganischen Arsen in Reiswaffeln und Reisbrei oft sogar noch sehr viel höher ist als im puren Reiskorn selbst.

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Hohe Konzentration Arsen in Reiswaffeln

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, Reisprodukte nur in Maßen und als Teil einer ausgewogenen Ernährung zu essen. Für Babys und Kleinkinder sollten Reiswaffeln und Reisbrei nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen.

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"Die Gründe für die höheren Gehalte in bestimmten Reisprodukten im Vergleich zu Reiskörnern müssen aufgeklärt werden", sagt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. Das Institut veröffentlichte jüngst entsprechende Stellungnahmen, nachdem Überwachungsbehörden der Bundesländer auf die erhöhten Mengen anorganischen Arsens in Reis- und Reisprodukten gestoßen waren.

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Schwere Vergiftungen durch Arsen in Lebensmitteln

Während organische Verbindungen des Halbmetalls, wie sie etwa in Fischen und Meeresfrüchten vorkommen, als gesundheitlich unproblematisch gelten, können anorganische Verbindungen in größeren Mengen zu akuten Vergiftungen führen. Frühe Anzeichen dafür sind Bauchkrämpfe oder Durchfälle. Die chronische Aufnahme kleinerer Mengen kann Nerven und Gefäße schädigen, auch birgt sie ein erhöhtes Krebsrisiko.

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"Da anorganische Arsenverbindungen als krebsauslösend für den Menschen klassifiziert sind, sollten Lebensmittel davon nur so wenig wie möglich erhalten", sagt Hensel. Das ist wichtig, weil auch weitere, viel verzehrte Nahrungsmittel vom Trinkwasser bis zur Milch winzige Mengen des giftigen Stoffes enthalten.

 

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