E-Mobilität: VW-Ladetochter Elli stellt Geschäft neu auf - Jobs in Gefahr

Die Energie- und Ladefirma Elli mistet aus - und will künftig zum Beispiel keine Wallboxen mehr verkaufen. Der Umbau soll die VW-Tochter profitabel machen. Doch dafür stehen auch Jobs zur Disposition.

Erstellt von - Uhr

Nachrichten rund um Wirtschaft und Business täglich aktuell auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Nachrichten rund um Wirtschaft und Business täglich aktuell auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Rawpixel.com

Die VW-Tochter Elli stellt sich neu auf - und zieht sich unter anderem aus dem Geschäft mit Ladehardware für Elektroautos zurück. Dazu zählen unter anderem Wallboxen für zu Hause, aber auch der Bau von Ladeinfrastruktur für Unternehmen. "Wir richten unser Portfolio neu aus, und konzentrieren uns auf digitale und skalierbare Geschäftsmodelle, mit denen wir mehr Kunden in mehr Märkten erreichen und kontinuierliche Umsätze erzielen können", sagte Elli-Chef Giovanni Palazzo der Deutschen Presse-Agentur.

Für Kunden hat der Schritt Palazzo zufolge keine Auswirkungen. Software-Updates, Service und Ersatzteile blieben gesichert. Die Restbestände an Wandladestationen will die Firma noch verkaufen. Elli trennt sich außerdem von der Produktion spezieller Ladesäulen und gibt auch die Zuständigkeit für Volkswagens Batterie-Großspeicher, die als Puffer für Wind- und Solarenergie dienen, ab. Die Anlagen sollen künftig von einem anderen Unternehmen des Konzerns betrieben werden.

Elli konzentriert sich auf bestimmte Felder

Fortgeführt werden das Ladenetz mit mehr als einer Million Punkten in Europa, Tank- und Ladelösungen für Fahrzeugflotten sowie das Ökostrom-Angebot Volkswagen Naturstrom. Teil des neu aufgestellten Geschäftsmodells werden zudem Lösungen sein, bei denen E-Autos nicht nur zum Laden angeschlossen, sondern intelligent in das Stromnetz eingebunden werden. So können sie beispielsweise als Stromspeicher dienen.

Verhandlungen über Stellenabbau

Wie viele der rund 400 Elli-Beschäftigten wegen der Neuaufstellung ihren Job verlieren könnten, ließ Palazzo offen. Dem Manager zufolge laufen aber bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Palazzo hofft auf eine Einigung in den kommenden Wochen. Den Beschäftigten wurden die Pläne am Dienstag präsentiert.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.