Arbeitsmarkt: Regierung und BA sehen Job-Chancen durch KI
Die Warnungen sind laut: KI könnte zig Jobs vernichten und vielleicht Arbeit irgendwann überflüssig machen. Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit halten dagegen und erwarten das Gegenteil.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit (BA) haben mit Blick auf Befürchtungen vor Jobverlusten durch KI zu Optimismus und einem offensiven Umgang mit der Technologie aufgerufen. Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) kündigte beim Digitalgipfel der Regierung für Anfang 2027 ein Online-Weiterbildungsangebot an, mit dem Beschäftigte und alle Interessierten ein grundlegendes Verständnis für Künstliche Intelligenz (KI) erwerben könnten. "Wer die Technologie sicher und kompetent einsetzt, hat oft bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt", teilte sein Ministerium mit.
Experte: KI wird Beschäftigungsbedarf nicht reduzieren
KI werde den Beschäftigungsbedarf in der Summe nicht reduzieren, sagte Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA. Durch die Technologie kämen Investitionen und neue Geschäftsmodelle, Produktivität und Einkommen stiegen an, neue Jobs entstünden. So sei die Gruppe der hochqualifizierten Beschäftigten seit 2022 immens weitergewachsen. Offensichtlich entstehe Neues. "Da wird gefragt nach Abstraktionsfähigkeit, Lernfähigkeit, Selbstorganisation, inhaltlicher Flexibilität. Also da kann man so coole Jobs draus machen."
Es gebe manche Sorge und Angst, aber davon dürfe man sich nicht leiten lassen, sagte Schweitzer. Die Chancen seien viel größer als die Sorgen. "Wir sind ein bisschen sehr stark in Molltönen unterwegs in der Politik und auch in der Wirtschaft", fügte er hinzu.
Weber warnte davor, aus Angst vor KI beim Berufseinstieg etwa nun nur noch das Handwerk ins Auge zu fassen. Junge Leute sollten stattdessen schauen, wo ihre Stärken seien und worauf sie Lust hätten. "Und wenn das Handwerk ist, dann sollen sie Bock auf Handwerk haben. Aber doch bitte nicht, weil man Sorge vor KI hat, sondern dann geht man in einen Beruf, der am stärksten von KI betroffen ist und macht da Zukunft."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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