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Renten-News: Länger arbeiten? DIESE drastischen Maßnahmen drohen Arbeitnehmern 

Nach dem Renten-Plus kommt es nun ganz dick für Arbeitnehmer. Denn das deutsche Rentensystem ist nicht mehr finanzierbar, meinen Experten. Damit es nicht kollabiert, können nur drastische Maßnahmen helfen. Die treffen vor allem Arbeitnehmer.

Die Rente steht vor einem Kollaps. Deshalb fordern Experten: Arbeitnehmer sollen unter anderem länger arbeiten. Bild: AdobeStock/ Zerbor (Symbolfoto)

Das deutsche Rentensystem steht kurz vor einem Kollaps, meinen mehrere Renten-Experten. Dennoch erhalten die Rentner im nächsten Jahr mehr Altersbezüge. Um das zu finanzieren und zukünftig die Rente zu sichern, müssen Arbeitnehmer wohl als Retter fungieren. Das bringt einige Einbußen mit sich.

Rente in Deutschland aktuell: Arbeitnehmer sollen länger arbeiten und weniger Urlaub haben

"In zehn Jahren wird Deutschland drei Millionen Erwerbstätige weniger haben. Diesen Verlust an Arbeitszeit müssen wir ausgleichen", sagte Dr. Thomas Obst (37), Wissenschaftler am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit "Bild". Deshalb fordern die IW-Forscher in einer Studie vom Mai unter anderem, dass Arbeitnehmer pro Woche zwei Stunden länger arbeiten sollten. Das würde dann zukünftig bedeuten, dass sie im Durchschnitt 45 Wochenstunden im Jahr mehr arbeiten. Aktuell arbeiten deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt pro Jahr 43,4 Wochen.

Das wiederum hat auch Auswirkungen auf den Urlaub. Die Experten meinen, dass die Erwerbstätigen weniger Urlaubstage nehmen sollten. Bei diesen drastischen Einschnitten soll es aber nicht bleiben. Arbeitnehmer sollen auch mehr in die Rentenkasse einzahlen. Bis 2025 soll der Beitragssatz auf 19,9 Prozent ansteigen.

Renten-Schock: Gibt es andere Möglichkeiten, um Arbeitnehmer zu entlasten?

Gibt es auch andere Möglichkeiten, damit Arbeitnehmer nicht die ganze Rentenlast tragen müssen? Vielleicht indem Minijobber und Teilzeitbeschäftigte Vollzeit arbeiten, rät Dr. Alexandra Fedorets vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Auch die Arbeitslosenquote könnte angehoben werden. Zudem müssen Hürden für einige Personengruppen abgebaut werden, die es sonst schwer haben, einen Job zu bekommen.

"Das kann verschiedene Gruppen betreffen, zum Beispiel Zuwanderer, ältere Arbeitnehmer, Personen mit Einschränkungen oder auch Frauen mit Kindern, die arbeiten möchten, es aber aufgrund mangelnder Möglichkeiten zur Kinderbetreuung nicht tun", sagte Prof. Dr. Patrick Puhani, Arbeitswissenschaftler an der Universität Hannover gegenüber "Bild".

Das droht Arbeitnehmern noch

Trotz dieser Möglichkeiten, reicht das nicht aus, um das Rentensystem dauerhaft zu finanzieren, meint Dr. Obst. "Der größte Hebel ist, die durchschnittliche Arbeitszeit anzuheben". Das hängt auch damit zusammen, dass das Renteneintrittsalter erst 2031 auf 67 Jahre angehoben wird. So oder so droht deutschen Arbeitnehmern wahrscheinlich eine längere Arbeitswoche - wenn die Politik diese Vorschläge umsetzt.

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bos/sba/news.de

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