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Lebensmittelpreise: Preis-Hammer! Müssen Verbraucher für DIESE Lebensmittel bald mehr blechen?

Die Inflation ist gestiegen. Die Angst vor steigenden Lebensmittelpreisen wächst. Zusätzlich vermiest das Klima ganze Ernten. Droht Verbraucher:innen jetzt eine Preiserhöhung bei diesen Lebensmitteln?

Droht Verbraucher:innen durch Ernteausfälle und Inflation Preiserhöhungen? (Symbolfoto) Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Die große Angst vor einer Inflation und möglichen Preissteigerungen, besonders für Lebensmittel, greift wieder um sich. Der Grund: Die Inflation ist im Euroraum auf über 3,4 Prozent gestiegen. Zusätzlich wird jetzt vor steigenden Preisen für Kartoffeln, Nudeln und auch Wasser gewarnt. Ist diese Sorge wirklich begründet?

Preis-Hammer droht! Steigen jetzt die Kartoffelpreise?

Experten rechnen mit einer gesunkenen Kartoffelernte in diesem Jahr - auf die Verbraucher kommen damit leicht steigende Preise zu. Statt 12 bis 13 Euro pro 100 Kilogramm wie vor einem Jahr werde der Preis nun möglicherweise auf 14 bis 15 Euro steigen, sagte Christof Hambloch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn. Kartoffelland Nummer 1 ist Niedersachsen, noch vor Bayern und Nordrhein-Westfalen. Fast die Hälfte der Gesamt-Anbaufläche von 259.300 Hektar befinden sich zwischen Ems und Elbe.

Das Bundesagrarministerium rechnet in diesem Jahr mit einer durchschnittliche Ernte. Insgesamt sei mit einer Erntemenge von rund 10,6 Millionen Tonnen zu rechnen. Das wären 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr und 0,4 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020.

Ein Grund für das geringere Ergebnis sind dem Ministerium zufolge die Wetterbedingungen mit einem außergewöhnlich kaltem Frühjahr und einem vielerorts wechselhaften und nassen Sommer. Erst seit Anfang September kam die Ernte in Fahrt. Zudem geht die Anbaufläche zurück. Laut Ministerium wurde 5,2 Prozent weniger Fläche mit Kartoffeln bestellt als 2020.

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Werden auch Nudeln teurer?

Auch Nudeln könnten teurer werden. Aufgrund von langen Regenfällen und Trockenphasen schimmelt der Hartweizen. Das wiederum wirke sich auf die Qualität und somit auf den Ernteertrag aus, berichtete n-tv."Die Weizenproduktion in diesem Jahr ist ungenügend, das kann eine sehr harte Zeit sein", erklärt Paolo Barilla der Nachrichtenagentur Reuters.

Treibt die Inflation wirklich die Lebensmittelpreise hoch?

Den klimabedingten Ernteausfällen steht oft beim Thema Preiserhöhung noch die Inflation entgegen. Doch die heiß geführte Debatte wird falsch geführt. Denn die erhöhte Inflation hat damit zu tun, dass die Preise im vergangenen Jahr niedrig waren. Außerdem seien die Preise im Juli und August stabil geblieben. Inwieweit sich die Preis für Nahrungsmittel erhöhen, wird sich zeigen. Gerade für beliebte Produkte könnten aufgrund der Pandemie höhere Preise angesetzt werden, meinen Experten.

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bos/loc/news.de/dpa