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Auto-News aktuell: Drohende Preis-Explosion! Werden Autos bald unbezahlbar?

Opel schließt sein Werk in Eisenach wegen fehlender Autoteile bis Jahresende. Auch andere Autohersteller haben mit Lieferengpässen zu kämpfen. Was bedeutet das für die Autopreise? Droht uns jetzt eine Preis-Explosion?

Autohersteller haben aktuell Lieferengpässe bei Autoteilen. Kosten Autos bald mehr? (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ Artinun

Die Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen sorgt für Probleme in der Automobilindustrie. Opel geht jetzt einen drastischen Schritt - und hält die Bänder im Werk Eisenach mindestens bis Ende 2021 an. Die IG Metall ist empört. Bedeutet das, dass Autos bald mehr kosten werden?

Auto-News aktuell: Opel schließt Werk in Eisenach wegen fehlender Autoteile

Opel will ein komplettes Werk in Deutschland wegen fehlender Zulieferteile nicht nur tage- oder wochenweise, sondern mindestens bis Jahresende schließen. Die Entscheidung sorgte am 30. September 2021 für Unruhe und Empörung in der Belegschaft des betroffenen Opel-Werks in Eisenach, aber auch bei der IG Metall. "Das ist ein unglaublicher Vorgang in Form, Stil und Inhalt", sagte der IG Metall-Bezirksleiter Mitte, Jörg Köhlinger, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

"Ich kenne im Moment keinen anderen Automobilhersteller, der wegen fehlender Teile Kurzarbeit bis ins nächste Jahr ankündigt wie Opel", so Köhlinger. Der Gewerkschafter warf die Frage auf, ob der Bau des Modells Grandland möglicherweise in Eisenach gestoppt, aber im französischen Sochaux weitergeführt werde. "Lieferengpässe dürfen nicht zulasten nur von Eisenach gehen."

Autohersteller haben Lieferengpässe: Werden Fahrzeuge jetzt teurer?

Köhlinger verwies darauf, dass die anhaltende Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen wie Mikrochips auch bei anderen Autoherstellern zu Problemen führt. Volkswagen hatte erst in diese Woche über erneute Produktionsausfälle und Kurzarbeit am Stammsitz Wolfsburg berichtet. Einschränkungen würden sich bis weit in den Oktober hineinziehen. Der Autobauer Ford teilte mit, er müsse wegen Halbleiter-Engpässen den Produktionsstopp für das Modell Fiesta in seinem Kölner Werk vorerst bis 31. Oktober verlängern.

"Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund der anhaltenden Pandemie und einem weltweiten Mangel an Halbleitern in einer Ausnahmesituation. In dieser anspruchsvollen und unsicheren Lage plant Stellantis, Anpassungen der Produktion vorzunehmen", begründete der Sprecher des zum europäischen Großkonzern Stellantis gehörenden Herstellers den Schritt. Anfang 2022 solle die Produktion des SUV Grandland in Eisenach wieder anlaufen, sofern es die Lieferketten erlaubten.

Schock-Vorhersage: Preisanstieg von bis zu elf Prozent prognostiziert

Wie wirkt sich das auf die Autopreise aus?. Der Versicherer EulerHermes prognostizierte im August, dass demnächst die Autopreise um vier bis elf Prozent ansteigen können. Aufgrund der Engpässe und der steigende Nachfrage nach Autos könnten die Hersteller die Preise ordentlich erhöhen. Darüber berichtete "Bild".

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Kosten-Explosion bei BMW? Mit diesen Gewinnen rechnet der Autohersteller

Der Autobauer BMW blickt wegen der anziehenden Preise bei Neu- und Gebrauchtwagen optimistischer auf die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr. Dieser Effekt überkompensiere die weiterhin angespannte Liefersituation bei Halbleitern auch in den nächsten Monaten mit Beeinträchtigungen von Produktion und Absatz, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in München mit.

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bos/news.de/dpa

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