Urlauber aufgepasst: So nutzen Betrüger echte Buchungsdaten per WhatsApp aus
Kaum zu glauben: Betrüger können offenbar echte Buchungsdaten nutzen, um Urlauber per WhatsApp in die Falle zu locken. Was auf den ersten Blick wie eine Nachricht vom Hotel wirkt, stellt sich in Wahrheit als fiese Masche heraus.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Eine neue Betrugsmasche kursiert derzeit auf WhatsApp
- Die Betrüger nutzen echte Buchungsdaten von Hotels
- Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich vor der Masche schützen können
Mehr Infos rund um Cybersecurity und aktuelle Betrugsfälle finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Diese Masche erkennen viele Verbraucher erst auf den zweiten Blick: Einem Bericht von "Focus online" zufolge ist derzeit eine neue Masche im Umlauf, bei der Kriminelle mittels echter Buchungsdaten versuchen, Kunden über WhatsApp hereinzulegen. Warum der Betrug kaum als solcher zu erkennen ist und wie Sie sich trotzdem schützen können, erklären wir Ihnen hier.
Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht vertrauenswürdig
Wochen nach der Buchung und Zahlung über das beliebte Reiseportal Booking.com erhielt die Betroffene demnach eine persönliche WhatsApp-Nachricht vom Hotel selbst. Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht recht harmlos - lediglich die Buchungsdetails müssten per Klick auf den angehängten Link bestätigt werden. Geld werde keines abgebucht, so das Versprechen des Absenders. Dessen Profil wirkt vertrauenserweckend und enthält sogar ein Foto einer Hotelmitarbeiterin. Ohne Klick auf den Link könne die Buchung innerhalb eines Tages storniert werden, heißt es zudem.
So nutzen die Betrüger per WhatsApp Ihr Vertrauen aus
„Ich wäre fast drauf reingefallen, weil die Betrüger sowohl meine Buchungsnummer als auch meine Aufenthaltsdaten und meinen Namen kannten", so die Betroffene." "Ich hätte gedacht, dass ich einigermaßen sicher Scam erkenne, aber das habe ich nur erkannt, weil ich zufällig mal in einem Hotel mitgehört habe, als an der Rezeption über solche Betrugsversuche gesprochen wurde."
Erst bei einer erneuten Überprüfung fiel auf, dass die Nummer aus den Niederlanden stammte und der Link nicht zur Webseite von Booking.com führte. Eine Nachfrage bei der Unterkunft bestätigte dann die Vermutung, dass es sich bei der Nachricht um einen Scam handelte.
Wenig später erreichte sie eine neue Nachricht - diesmal auf Englisch statt Deutsch. Erneut kam die Aufforderung, die Buchung innerhalb von 24 Stunden zu bestätigen, da sie sonst storniert werden würde oder andere Probleme auftreten könnten. Das ist typisch bei Scams: Mit solchen Drohungen oder Warnungen soll Druck aufgebaut werden, um das Opfer dazu zu bringen, doch auf den Link zu klicken.
Was zu tun ist, wenn Sie eine betrügerische Nachricht erhalten haben
Immer wieder kommt es zu ähnlichen Betrugsversuchen mit angeblichen Bestätigungen für Hotelbuchungen über WhatsApp. Die Verbraucherzentrale rät Urlaubern zu folgenden Maßnahmen, um sich vor solchen Scams zu schützen:
- Falls angeboten, sollen Verbraucher "Zahlung in der Unterkunft" verwenden
- Greifen Sie nur zu Zahlungsmöglichkeiten innerhalb der App
- Wenden Sie sich direkt an den Kundenservice der Buchungsplattform oder telefonisch an die Unterkunft
- Geben Sie keine privaten Informationen wie Kreditkartendaten per E-Mail, Chat, SMS, WhatsApp oder Telefon an
Sind Sie bereits Opfer eines Betrugs dieser Art geworden, rät die Verbraucherzentrale, sich sofort an die zuständige Bank zu wenden. Wurden Kontodaten weitergegeben, sollten Betroffene das Konto umgehend sperren lassen (Sperr-Notrufnummer 116-116). Der Vorfall kann zudem bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Außerdem ist es empfehlenswert, die Buchungsplattform oder die Unterkunft über den Betrug zu informieren.
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sfx/bua/news.de
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