Michael Schumacher: Filmemacher enthüllen letzte Geheimnisse der Schumi-Doku

Seit Freitag ist auf Netflix die neue Dokumentation "Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende" verfügbar. Der Film nimmt die Zuschauer mit zurück in jene Formel-1-Saison, in der Michael Schumacher als erster Deutscher den WM-Titel holte. Im Interview enthüllten die beiden Filmemacher die letzten Geheimnisse der Schumi-Doku.

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Michael Schumacher bejubelt 1994 im australischen Adelaide seinen WM-Titel. (Foto) Suche
Michael Schumacher bejubelt 1994 im australischen Adelaide seinen WM-Titel. Bild: picture-alliance / dpa | Melchert_Harry
  • Neue Michael-Schumacher-Dokumentation auf Netflix gestartet
  • Film berichtet von Saison, in der Schumacher als erster Deutscher den WM-Titel holte
  • Filmemacher enthüllen in Interview die letzten Geheimnisse der Schumi-Doku

Seit Freitag ist auf Netflix die 105-minütige Dokumentation "Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende" verfügbar. Der Film nimmt die Zuschauer mit zurück in jene denkwürdige Formel-1-Saison, in der Michael Schumacher als erster Deutscher den WM-Titel holte und dabei ein ganzes Land in kollektive Euphorie versetzte. Doch 1994 war auch ein Jahr der Tragödien: Beim Rennen im italienischen Imola kam Ayrton Senna (†34) bei einem Unfall ums Leben.

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Filmemacher enthüllen letzte Geheimnisse der neuen Schumi-Doku

Beides verarbeitet die neue Netflix-Produktion, für die Jochen Köstler als Produzent und Christin Freitag als Regisseurin verantwortlich zeichnen. In einem Interview mit "Bild" gewähren die beiden Filmemacher nun faszinierende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Projekts.

So kam der Kontakt zu Schumi-Ehefrau Corinna zustande

So verrieten die Filmemacher im "Bild"-Interview, dass der Kontakt zu Schumi-Ehefrau Corinna Schumacher über einen alten Bekannten zustande kam. Produzent Köstler bat den früheren RTL-Sportchef Hans Mahr, bei ihr anzurufen. "Zehn Tage später saßen wir bei Corinna in einem Büro am Genfer See und hatten eine Art Speeddating", so Köstler. Regisseurin Freitag war davon überrumpelt. Ihr war gar nicht klar gewesen, dass Schumachers Ehefrau noch gar nicht zugesagt hatte. Letztlich überzeugte offenbar die Kombination aus Sympathie und der Marke Netflix.

Filmemacher schwärmen von Corinna Schumacher - Schumi-Frau gewährte ungefragt private Einblicke

Im Gespräch mit der "Bild" schwärmen die beiden Filmemacher regelrecht von Schumis Ehefrau. Obwohl sie niemand dazu aufgefordert hatte, habe sie in den Gesprächen persönliche Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Michael geteilt – mit einer Lebendigkeit, die Freitag als "ansteckend" beschreibt. Änderungswünsche an der fertigen Dokumentation gab es von ihrer Seite erfreulicherweise keine.

Damon Hill sagte für neue Schumacher-Dokumentation ab

Die beiden Filmemacher verrieten auch, dass sich nicht alle Wunschkandidaten für die Dokumentation gewinnen ließen. Michael Schumachers damaliger WM-Rivale Damon Hill wurde zwar angefragt, war aber nicht zum Mitmachen zu bewegen. Dafür sorgte ein anderer Protagonist für einen unerwarteten Moment: Ex-Schumi-Manager Willi Weber. Im Vorgespräch habe er sich noch völlig verschlossen gezeigt, erzählt Freitag. Vor der Kamera sei er dann jedoch "so herzlich und so emotional" gewesen, dass es zur größten Überraschung der gesamten Dreharbeiten wurde.

Filmemacher offenbaren kreative Lösungen bei den Dreharbeiten zur Schumi-Doku

Zu den faszinierendsten Details der Produktion gehört die Nachstellung von Rennszenen und zwar in Schumachers originalem Benetton-Boliden von 1994. Ein privater Sammler stellte den Wagen zur Verfügung. Die eigentliche Herausforderung bestand allerdings darin, im stehenden Fahrzeug ein realistisches Fahrgefühl zu simulieren. Das Team testete diverse kostspielige Plattformen und hydraulische Konstruktionen – ohne zufriedenstellendes Ergebnis. Die Lösung war am Ende so simpel wie genial: Der Benetton wurde kurzerhand auf ein Skateboard gehievt, während zwei Crewmitglieder an den Reifen rüttelten.

Produzent Köstler hatte Idee zur Zeitreise in die Geburtsstunde der Schumi-Mania

Die Idee zum Film stammt übrigens von Produzent Köstler selbst, der als Jahrgang 1973 die Rennen damals gemeinsam mit seiner Mutter verfolgte. Die dramatischen Ereignisse jener Saison hatte er noch im Kopf. Als er Netflix das Konzept vorstellte, kam sofort die Zusage.

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