Brandon Coleman: Dieser Berliner schützt jetzt einen der größten NFL-Stars
Fast zwei Meter groß, rund 145 Kilogramm schwer und in Berlin aufgewachsen: Brandon Coleman gehört zu den wenigen NFL-Profis mit engem Deutschland-Bezug. Zum Start der neuen Saison steht der 25-Jährige bei den Washington Commanders plötzlich besonders im Fokus. Nach der schweren Verletzung von Starspieler Laremy Tunsil muss Coleman auf einer der wichtigsten Positionen im American Football übernehmen.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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- Name: Brandon Coleman
- Geboren: 12. Oktober 2000
- Alter: 25 Jahre
- Geburtsort: Newport News, Virginia, USA
- Aufgewachsen: Berlin
- Nationalität: deutsch-amerikanisch
- Größe: 1,98 Meter
- Gewicht: rund 145 Kilogramm
- Position: Offensive Tackle / Guard
- Trikotnummer: 74
- Team: Washington Commanders
- College: Texas Christian University (TCU)
- NFL-Draft: 2024, 3. Runde, Pick 67
- NFL-Team seit: 2024 Washington Commanders
ESPN führt Coleman aktuell als 1,98 Meter großen und 320 Pfund schweren Offensive Lineman der Washington Commanders. Im Draft 2024 holte Washington ihn bereits an 67. Stelle.
Brandon Coleman wuchs in Berlin auf
Für deutsche NFL-Fans ist Coleman allerdings weit mehr als irgendein Offensive Lineman aus Washington. Zwar wurde er in den USA geboren, einen großen Teil seiner Kindheit verbrachte er jedoch in Berlin. Erst 2016 zog er dauerhaft in die Vereinigten Staaten zurück. Die Commanders selbst beschreiben, dass Coleman während seiner Zeit in Deutschland zunächst vor allem Basketball spielte und American Football hauptsächlich aus dem Fernsehen kannte.
Sein ursprünglicher Plan war sogar eine Basketball-Karriere. Coleman berichtete später selbst, dass er mit 15 Jahren Deutschland verließ und in die USA ging, um dort die Chance auf ein Basketball-Stipendium zu verfolgen. Erst anschließend führte ihn sein Weg zum Football – mit bemerkenswertem Erfolg. Bei TCU entwickelte er sich zu einem der besten Offensive Linemen seines Teams und schaffte schließlich den Sprung in die NFL.
Berliner NFL-Profi plötzlich auf Schlüsselposition gefordert
Zum Start der NFL-Saison 2026 hat Colemans Rolle noch einmal erheblich an Bedeutung gewonnen. Washingtons fünffacher Pro-Bowl-Tackle Laremy Tunsil verletzte sich im August schwer am Trizeps. Die Commanders reagierten, indem sie Coleman wieder auf die Position des Left Tackles stellten. Dort hat er eine besonders undankbare Aufgabe: Er soll die sogenannte Blind Side von Quarterback Jayden Daniels schützen.
Dass Washington kurz vor Saisonbeginn sogar den erfahrenen Tackle D.J. Humphries wieder entließ, unterstrich das Vertrauen in Coleman. Damit ging der Berliner als vorgesehener Starter auf der linken Seite in den Saisonauftakt.
Knappe Pleite bei den Philadelphia Eagles
Der erste Härtetest ließ nicht lange auf sich warten. Am 13. September 2026 traten die Commanders auswärts beim NFC-East-Rivalen Philadelphia Eagles an. Washington kämpfte sich im Schlussviertel noch einmal heran, verlor aber knapp mit 22:24. Quarterback Jayden Daniels brachte sein Team kurz vor Schluss mit einem Touchdown bis auf zwei Punkte heran, die anschließende Two-Point-Conversion misslang jedoch.
Für Coleman beginnt damit eine Saison, in der er sich kaum verstecken kann. Offensive Linemen erzielen zwar keine Touchdowns und tauchen nur selten in den großen Highlight-Clips auf. Doch gerade der Left Tackle gehört zu den wichtigsten Beschützern eines Quarterbacks. Nach Tunsils Ausfall hängt deshalb ein nicht unerheblicher Teil von Washingtons Offensive daran, wie gut der in Berlin aufgewachsene Coleman seine neue alte Rolle ausfüllt.
Schon das nächste Prestigeduell wartet
Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt nicht. Als Nächstes treffen die Commanders am 20. September auf die Dallas Cowboys. ESPN führt die Partie für 16.25 Uhr US-Ostküstenzeit – in Deutschland entspricht das einem Kickoff um 22.25 Uhr.
Für deutsche NFL-Fans lohnt sich damit ein genauer Blick auf die Nummer 74. Während Stars wie Amon-Ra St. Brown hierzulande längst bekannt sind, spielt mit Brandon Coleman ein weiterer Profi mit starken deutschen Wurzeln auf einer entscheidenden NFL-Position – und ist zum Saisonstart plötzlich wichtiger denn je.
mel/news.de
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