Finlay Tarling ist tot: Radsport-Talent (19) während Portugal-Rundfahrt tödlich verunglückt
Die Radsport-Welt trägt Trauer: Der walisische Nachwuchs-Radsportler Finlay Tarling ist während der achten Etappe der Portugal-Rundfahrt tödlich verunglückt. Nach dem Tod des 19-Jährigen wird der Wettkampf mit Einschränkungen fortgesetzt.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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Die derzeit stattfindende 87. Portugal-Rundfahrt ist von einem tödlichen Unfall überschattet worden, der ein junges Radsport-Talent viel zu früh aus dem Leben riss: Der walisische Nachwuchs-Radprofi Finlay Tarling ist am 14. August 2026 tödlich verunglückt. Der erst 19 Jahre alte Fahrer des NSN Development Teams wurde während der achten Etappe von Melgaço nach Fafe von einem entgegenkommenden Fahrzeug erfasst und erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen.
Finlay Tarling (19) ist tot: Unfall bei Portugal-Rundfahrt reißt Radsport-Talent aus dem Leben
Die Etappe wurde daraufhin sofort abgebrochen, die geplante Siegerehrung gestrichen. Am Samstag (15.08.2026) soll das Rennen mit der vorletzten Etappe fortgesetzt werden – allerdings unter dem Eindruck tiefer Trauer und ohne jegliches Rahmenprogramm. "Finlay hat sein Leben verloren. Eine Familie hat ihren Sohn verloren. Ein Team hat einen Mannschaftskollegen verloren. Die Radsport-Gemeinschaft hat einen der ihren verloren", teilten die Veranstalter mit. Es handele sich um eine Tragödie, die weit über den sportlichen Wettkampf hinausreiche.
We are heartbroken to announce the passing of Finlay Tarling at the Volta a Portugal today.
— NSN Cycling Team (@NSNCyclingTeam) August 14, 2026
Fin was a much loved member of our team but most importantly, he was a son, a brother, and a friend to so many. He will be deeply missed.
(1/2) pic.twitter.com/PI3uWkPmvC
Nationalgarde ermittelt nach Tod von Finlay Tarling – Fahrer missachtete Absperrungen
Der folgenschwere Zusammenstoß ereignete sich rund 25 Kilometer vor dem Etappenziel in Arcozelo. Nach Angaben der portugiesischen Polizei war ein Fahrzeug, das nicht zum Rennkonvoi gehörte, trotz bestehender Absperrungen und Warnschilder auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort traf es den jungen Waliser mit voller Wucht.
Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit von der portugiesischen Nationalgarde (GNR) untersucht. Die Organisatoren der Rundfahrt riefen ausdrücklich dazu auf, nicht voreilig Schlüsse zu ziehen. "Dies ist nicht der Zeitpunkt für Spekulationen über die Unfallumstände", erklärte der Veranstalter. Die GNR sei für eine lückenlose Aufklärung des Geschehens zuständig.
Portugal-Rundfahrt wird nach Todesdrama fortgesetzt - aber ohne Festlichkeiten
Die 87. Portugal-Rundfahrt wird am 15. August mit der vorletzten Etappe fortgesetzt. Vor dem Start ist eine Gedenkzeremonie für Finlay Tarling geplant, an der das gesamte Peloton teilnehmen soll. Sämtliche Sponsorenaktionen sowie die Werbekarawane wurden für die verbleibenden zwei Tage gestrichen. "Es wird sportlichen Wettkampf geben, aber keine Feierlichkeiten", so die Organisatoren.
Das NSN Development Team verzichtet auf einen weiteren Start bei der Portugal-Rundfahrt. Wie der Nachwuchs-Rennstall auf der Plattform X mitteilte, werde man jedoch "mit der vollen Unterstützung von Fins Eltern" bei der Tschechien-Rundfahrt und dem Arctic Race of Norway antreten. "Wir werden Fin weiterhin in unseren Herzen tragen, während wir zu seinen Ehren Rennen fahren und das tun, was er am meisten geliebt hat", schrieb das Team.
Radsport-Familie in kollektiver Trauer um Finlay Tarling – Premier kondoliert
Finlay Tarling entstammte einer Familie, die dem Radsport eng verbunden ist. Sein älterer Bruder Joshua Tarling (22) gehört dem WorldTour-Team Ineos Grenadiers an und holte bei der Straßenrad-WM 2023 die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren. Portugals Premierminister Luís Montenegro sprach der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus. Auch aus der internationalen Radsport-Szene gab es zahlreiche Beileidsbekundungen.
Die Veranstalter der Portugal-Rundfahrt betonten das Ausmaß des Verlusts in einer offiziellen Stellungnahme: "Radsport ist ein Sport, der Risiken birgt, doch auf eine Tragödie dieses Ausmaßes ist man nie vorbereitet." Der Vorfall gehe weit über den sportlichen Rahmen hinaus. Am Samstag pedale die gesamte Rundfahrt für Finlay, hieß es von Seiten der Organisation.
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loc/news.de/dpa/stg
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