Andrew Giuliani: "Höchst verdächtig" – Trump-Beauftragter legt im WM-Skandal gegen Schiri nach
Die Debatte um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun ist noch nicht vorbei. Andrew Giuliani, WM-Beauftragter des Weißen Hauses, erhob nun erneut Vorwürfe gegen den brasilianischen Schiedsrichter, der den Platzverweis im Sechzehntelfinale ausgesprochen hatte.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Donald Trumps WM-Beauftragter legt im Streit um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun gegen den Schiedsrichter nach
- Andrew Giuliani bezeichnet es als "höchst verdächtig", dass gegen den Brasilianer Raphael Claus 2024 wegen Spielmanipulation ermittelt worden sei
- Dabei war der Referee im Verfahren damals nur als Zeuge geladen
- FIFA weist die Anschuldigungen zurück
Der Skandal um die aufgehobene Rote Karte von US-Stürmer Leon Balogun vor dem WM-Achtelfinale gegen Belgienzieht weitere Kreise. Der WM-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, erhob schwere Anschuldigungen gegen den für den ursprünglichen Platzverweis verantwortlichen Schiedsrichter Raphael Claus. Diese erweisen sich bei genauer Betrachtung jedoch als irreführend.
WM-Skandal um Folarin Balogun: Trump-Beauftragter attackiert Schiedsrichter Raphael Claus
Giuliani bezeichnete es laut dem "Guardian" als "höchst verdächtig", dass gegen den Brasilianer 2024 wegen Spielmanipulation und falscher Roter Karten ermittelt worden sei. Das Problem: Claus war in dem Verfahren lediglich als Zeuge geladen worden, nicht als Beschuldigter. Der Unparteiische hatte US-Stürmer Folarin Balogun im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt. Die FIFA kassierte die daraus resultierende Sperre nach einem Anruf von Präsident Trump – ein Vorgang, der international für heftige Kritik sorgte.
Andrew Giuliani verweist auf Ermittlungen wegen Spielmanipulation
Als ein brasilianischer Journalist Giuliani mit den Fakten konfrontierte, ruderte der WM-Beauftragte teilweise zurück: "Ihm wurden keine Vergehen vorgeworfen – das ist uns klar." Dennoch beharrte er darauf, dass Claus "mit einer Untersuchung zu Spielmanipulationen in Verbindung stand". Zusätzlich kritisierte Giuliani den VAR-Prozess: Bei Kontaktfouls dürften eigentlich keine Zeitlupenbilder verwendet werden, was hier jedoch geschehen sei. "Nimmt man diese beiden Faktoren zusammen, erschien uns das äußerst, äußerst verdächtig", erklärte der Leiter der WM-Taskforce des Weißen Hauses. Zuvor hatte bereits Trump gesagt, der brasilianische Schiedsrichter sei "etwas verdächtig", "wenn man sich seine Vergangenheit ansieht". Nähere Angaben dazu hatte der US-Präsident aber nicht gemacht.
FIFA verteidigt den brasilianischen Referee gegen Kritik
Der Weltverband reagierte laut der "Bild" mit einer deutlichen Stellungnahme auf die Angriffe aus Washington. Schiri-Boss Pierluigi Collina verteidigte seinen Unparteiischen: "Im Laufe seiner gesamten Karriere hat er stets höchste Professionalität und Integrität bewiesen." Auch der brasilianische Fußballverband wies die Vorwürfe zurück und betonte, es gebe nichts in Claus' Laufbahn, das seine Integrität infrage stelle.
Trotz Trumps Intervention und Baloguns Einsatz im Achtelfinale unterlag das US-Team Belgien deutlich mit 1:4. Damit schied der Gastgeber aus der WM aus.
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gom/bua/kns/roj/news.de/dpa/stg
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