Donald Trump und Gianni Infantino: Skandal um US-Star – so zerstören sie die Fußball-WM
Es ist der Skandal der Fußball-WM 2026: Die Rotsperre des US-Stürmers Folarin Balogun wurde offenbar auf Drängen Donald Trumps hin von der FIFA aufgehoben. Die Glaubwürdigkeit des Turniers wäre damit endgültig zerstört. Ein Kommentar.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- FIFA-Entscheidung zur Aufhebung der Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun ist ein Skandal
- Politische Einflussnahme bei Mega-Turnier in Nordamerika wird immer offensichtlicher
- Donald Trump und Gianni Infantino zerstören dadurch die WM
- Meinung: Um ein Zeichen zu setzen, müssten Fans die Spiele boykottieren
Aktuellen Medienberichten zufolge soll Donald Trump persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, um eine Rücknahme der Rotsperre für US-Stürmer Folarin Balogun für das WM-Achtelfinale gegen Belgien zu erwirken. Experten wie beispielsweise Jürgen Klopp reagierten entsetzt. Denn sollten sich die Berichte tatsächlich als wahr herausstellen, wäre dies ein Riesenskandal. Alle Fußballfans weltweit müssten die restlichen WM-Spiele daraufhin sofort boykottieren.
Politische Einflussnahme bei der Fußball-WM 2026 – Nähe von Donald Trump zu Gianni Infantino überschattet das Turnier
Dass es eine politische Einflussnahme bei der Fußball-WM geben wird, war leider von Anfang an so gut wie sicher. Seine Nähe zum US-Präsidenten machte Gianni Infantino bereits bei der Auslosung der Gruppenphase im Dezember vergangenen Jahres deutlich. Für Trump wurde eigens ein ziemlich protzig aussehender Friedenspreis geschaffen. Wie friedliebend der Republikaner wirklich ist, zeigte er wenige Wochen später mit einem Überfall auf den souveränen südamerikanischen Staat Venezuela und Ende Februar 2026 mit einem nach Einschätzung vieler Experten völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran. Für die FIFA war das alles kein Problem. Wie viele Menschen beim Konflikt im Nahen Osten sterben – egal. Die einzige Sorge des Fußballweltverbands bestand offenbar darin, ob der Iran weiterhin an dem Turnier in Nordamerika teilnimmt. Denn für Trump hätte es wahrscheinlich nicht so gut ausgesehen, wenn wegen seiner teilweise menschenverachtenden Politik eine Mannschaft der WM fernbleibt. Immerhin gab es für ihn noch die Möglichkeit, dem iranischen Team mit Einreisebeschränkungen vor den WM-Spielen in den USA zusätzliche Steine in den Weg zu legen.
Will die FIFA die USA als neuen Weltmeister?
Bislang läuft die WM für das US-amerikanische Team nach Plan. Die Vorrunde mit den Gegnern Australien, Paraguay und der Türkei: machbar. Nach zwei Siegen zu Beginn blieb die 2:3-Niederlage gegen die Türkei im letzten Gruppenspiel bedeutungslos. Im Sechzehntelfinale trafen die US-Boys mit Bosnien-Herzegowina ebenfalls auf keinen großen Namen. Und nach den bisherigen Leistungen im Turnier scheint auch Belgien im Achtelfinale schlagbar. Dass ein gutes Abschneiden der USA bei der WM Trump aus politischen und der FIFA aus wirtschaftlichen Gründen sehr gut gefällt, sollte kein Geheimnis sein. Doch wird nun offenbar sogar versucht, von außen auf den Sport Einfluss zu nehmen, indem man mit allen Mitteln den Einsatz des besten amerikanischen Spielers sicherstellen will. Das ist eine Dimension, die es so bislang noch bei keiner Fußball-WM gegeben hat. Es ist zwar noch nicht abschließend geklärt, ob Trump wirklich deshalb bei Infantino angerufen hat. Die FIFA-Entscheidung bleibt dennoch nicht nachvollziehbar. Und verwundern würde es leider kaum noch jemanden, der die Entwicklungen der vergangenen Monate verfolgt hat. Auch dass die USA letztendlich am 19. Juli im WM-Finale stehen und den Titel gewinnen, scheint längst kein Ding der Unmöglichkeit mehr zu sein. Es würde Trump und Infantino jedenfalls gut in den Kram passen.
Fans müssten Fußball-WM wegen Entscheidung der FIFA boykottieren
Sollte Balogun in der Nacht zu Dienstag gegen Belgien eingesetzt werden und die USA möglicherweise sogar ins Viertelfinale schießen, wäre die einzig richtige Reaktion eigentlich folgende: Alle Fans verlassen geschlossen das Stadion. Alle Daheimgebliebenen schalten den Fernseher aus und legen eine extra lange Hydration-Break bis zum Start der neuen Bundesliga-Saison ein. Doch solch eine großangelegte Protestaktion bleibt wohl nur Wunschdenken. Die FIFA und Trump haben leider bereits ein Ziel erreicht: schöne Bilder von prall gefüllten Stadien mit feiernden Fans. Dabei sollte doch langsam klar werden, dass dieses Turnier ein großer Witz ist, von dem letztendlich nur ein paar wenige mächtige und korrupte Männer profitieren.
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