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Steffen Freund ganz privat: Fußball-Experte im TV - das macht der Europameister von 1996 heute

Ex-Bundesligaprofi Steffen Freund kommentiert seit einigen Jahren Fußballspiele im TV. Auch bei der UEFA Euro 2024 ist er im Einsatz. In der Vergangenheit sorgte er mit ein paar missverständlichen Äußerungen schon für Kritik. 

Steffen Freund, Fußball-Europameister von 1996, ist mittlerweile als TV-Experte tätig. (Foto) Suche
Steffen Freund, Fußball-Europameister von 1996, ist mittlerweile als TV-Experte tätig. Bild: picture alliance/dpa | Axel Heimken
  • Steffen Freund - so verlief die Karriere des Ex-Bundesligaprofis
  • Europameister von 1996 verrät nicht viel über sein Privatleben
  • Sexismus- und Rassismusvorwürfe nach missverständlichen Kommentaren

Steffen Freund wurde 1996 mit der deutschen Fußballnationalmannschaft Europameister. 2024 ist er wieder bei einer EM dabei. Dieses Mal allerdings nicht als Spieler auf, sondern als Experte neben dem Platz. Der ehemalige Bundesliga-Profi kommentiert und analysiert die Partien für die Sender RTL und MagentaTV. Was hat er nach seiner aktiven Karriere außerdem noch erlebt?

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Steffen Freund wurde Europameister 1996 und Champions-League-Sieger mit dem BVB

Steffen Freund wurde am 19. Januar 1970 in der ehemaligen DDR geboren. Er wuchs in Brandenburg auf. Der ehemalige Mittelfeldspieler kickte sowohl in der Bundesliga als auch in der englischen Premier League. Seine Karrierestationen waren:

  • Brandenburger SC Süd 05 (1976 - 1983)
  • BSG Stahl Brandenburg (1983 - 1991)
  • FC Schalke 04 (1991 - 1993)
  • Borussia Dortmund (1993 - 1998)
  • Tottenham Hotspur (1999 - 2003)
  • 1. FC Kaiserslautern (2003 - 2004)
  • Leicester City (2004)

Mit Dortmund wurde Steffen Freund 1995 und 1996 Deutscher Meister, gewann zudem 1997 die Champions League sowie den FIFA-Weltpokal. Nach der Wiedervereinigung absolvierte 21 A-Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft

Nach seiner Spielerkarriere begann er eine Trainerlaufbahn, war unter anderem als Co-Trainer der deutschen U-20-Nationalmannschaft (2007 - 2008) oder für Nigeria beim Afrika-Cup 2008 im Einsatz. Als Chefcoach führte Freund die deutschen U-17-Junioren 2011 zum Vize-Europameistertitel und einem dritten Platz bei der WM in Mexiko. Über seine Expertentätigkeit für RTL, ServusTV, UEFA und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erfährt man mehr auf seiner eigenen Website.

Steffen Freund privat mit Frau und drei Kindern

Steffen Freund gibt in der Öffentlichkeit sehr wenig von seinem Privatleben preis. Er verzichtet zwar nicht auf eigene Social-Media-Profile bei Plattformen wie Instagram oderX (vormals Twitter) aktiv, doch dort drehen sich die Posts fast ausschließlich um das Thema Fußball sowie seine Experten-Tätigkeit. Bekannt ist allerdings, dass Steffen Freund verheiratet ist und drei Kinder hat. Eines davon ist Sohn Niklas, der 2016 ebenfalls in England als Torwart Amateurfußball spielte, wie "fussball.de" berichtete. Eine ähnlich erfolgreiche Karriere wie seinem Vater war ihm letztendlich nicht vergönnt.

Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe gegen Steffen Freund

In die Kritik geriet Steffen Freund, als er 2021 das Länderspiel Deutschland gegen Nordmazedonien kommentierte. Als der verletzte nordmazedonische Spieler Ademi in der Wiederholung gezeigt wurde, sagte er, dass jetzt alle Frauen "bitte wegschauen" sollten. Daraufhin wurde ihm im Internet Sexismus vorgeworfen. Steffen Freund rechtfertigte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Bei der Verletzung von Ademi hab ich einfach nur an meine Frau denken müssen, die solche Zeitlupen, wie ich auch, nur sehr schlecht ertragen kann." Wenige Monate zuvor musste er sich bereits gegen Rassismus-Vorwürfe wehren. Probleme der Schalke-SpielerAmine Harit und Nabil Bentaleb brachte er in der Sendung "Doppelpass" mit deren Herkunft in Verbindung. Er entschuldigte sich aber kurz darauf für seine missverständlichen Äußerungen. Mehr dazu lesen Sie hier. Dass er durch seine emotionale Art beim Kommentieren auffällt, ist für Steffen Freund indes kein Problem. So sagte er dem "Spiegel": "Sie wollen doch kein Stofftier am Mikrofon haben." In einem weiteren Interview mit Blick auf die Europapokal-Auftritte von Eintracht Frankfurt gestand er der "Sport Bild": "Wenn ein Tor fällt, schreie ich einfach los."

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/hos/news.de/dpa

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