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Ski alpin Weltcup 2022/23 Ergebnisse: Wie schlagen sich Dreßen und Co. in Lake Louise?

Vom 25. bis 27. November 2022 geht es für die Ski-alpin-Herren im Weltcup 2022/23 nach Lake Louise in Kanada, wo Abfahrt und Super-G auf dem Wettkampfplan stehen. Alle Ergebnisse gibt's mit Live-Stream- und TV-Infos hier.

Bei der Ski-alpin-Weltcup-Station in Lake Louise sind die Herren in den Disziplinen Abfahrt und Super-G gefordert. (Foto) Suche
Bei der Ski-alpin-Weltcup-Station in Lake Louise sind die Herren in den Disziplinen Abfahrt und Super-G gefordert. Bild: picture alliance/dpa/The Canadian Press via ZUMA | Frank Gunn

Für die Wintersport-Asse geht's im Ski-alpin-Weltcup 2022/23 auf nach Kanada: Vom 25. bis 27. November 2022 messen sich die Herren in Lake Louise in Abfahrt und Super-G. Alle Ergebnisse der Weltcup-Wettbewerbe aus Lake Louise gibt's hier auf einen Blick - Zeitplan und Infos zu TV-Übertragungen und Live-Streams inklusive.

Ski alpin Weltcup 2022/23: Zeitplan der Herren für Abfahrt und Super-G in Lake Louise

Datum Beginn (MEZ) Disziplin TV-Übertragung / Live-Stream

22.11.2022

23.11.2022

24.11.2022

Abfahrt der Herren, Trainingsläufe

 

Freitag, 25.11.2022 20.30 Uhr Abfahrt der Herren abgesagt
Samstag, 26.11.2022 20.30 Uhr Abfahrt der Herren

Eurosport2, sportschau.de

Sonntag, 27.11.2022 20.30 Uhr Super-G der Herren

Eurosport1, zdf.de

Ski alpin Weltcup 2022/23: Alle Ergebnisse aus Abfahrt und Super-G der Herren in Lake Louise (Kanada)

Wie sich die alpinen Ski-Stars in Abfahrt und Super-G schlagen, erfahren Sie mit allen Ergebnissen und Infos zum Weltcup-Event im kanadischen Lake Louise hier im Wintersport-Überblick.

+++ 27.11.2022: Skirennfahrer Sander Fünfter in Lake Louise +++

Skirennfahrer Andreas Sander hat beim Super-G in Lake Louise seine erste Top-10-Platzierung seit Dezember erreicht und so die nationale Norm für die Weltmeisterschaft im Februar geknackt. Beim Sieg des Schweizer Überfliegers Marco Odermatt fuhr der 33 Jahre alte Deutsche am Sonntag auf Platz fünf. Zweiter wurde der Norweger Aleksander Aamodt Kilde vor Österreichs Olympiasieger Matthias Mayer.

"Das war ein Lauf, der voll zum Attackieren war. Alles in allem ein super Start in die Super-G-Saison", befand Sander. Simon Jocher (14.), Romed Baumann (17.), Josef Ferstl (27.) und Rückkehrer Thomas Dreßen (31.) rundeten das zufriedenstellende deutsche Gesamtergebnis ab. Luis Vogt schied nach einem Fahrfehler aus.

Schon früh im Winter deutet sich ein Zweikampf zwischen Odermatt und Kilde um die große Kristallkugel an. Kilde hatte am Vortag die Abfahrt gewonnen. Odermatt feierte am Sonntag seinen zweiten Saisonsieg und baute die Führung im Gesamtweltcup aus.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz des Schweizers Mauro Caviezel. Der 34 Jahre alte Speed-Spezialist knallte mit dem Kopf auf die eisige Piste und krachte in die Fangnetze. Erst nach rund zehn Minuten konnte Caviezel wieder aufstehen. Ein Rettungshubschrauber transportierte den im Gesicht blutenden Schweizer ab.

Der Super-G dürfte das letzte Rennen in Lake Louise gewesen sein. Die Veranstalter kämpfen schon lange mit finanziellen Problemen. Die Chancen seien gering, in Zukunft nach Lake Louise zurückzukehren, sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner am Wochenende.

+++ 26.11.2022: Skirennfahrer Dreßen knackt bei Comeback als Achter Olympia-Norm +++

Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen hat sich bei seinem Comeback im kanadischen Lake Louise eindrucksvoll zurückgemeldet und seine Vorreiterrolle im deutschen Speed-Team untermauert. Über zweieinhalb Jahre nach seinem letzten Weltcup fuhr der 29 Jahre alte Skirennfahrer beim Sieg des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde auf Platz acht und knackte auf Anhieb die nationale WM-Norm.

"Ich bin einfach froh, dass ich jetzt wieder dabei bin", sagte Dreßen am Samstag. "Es hat sich angefühlt, wie nach Hause kommen." Daniel Hemetsberger aus Österreich belegte Rang zwei (+0,06 Sekunden) vor dem Schweizer Marco Odermatt (+0,10).

Vizeweltmeister Romed Baumann als Zehnter und Dominik Schwaiger als Zwölfter rundeten den guten deutschen Speed-Auftakt ab. Simon Jocher, Josef Ferstl, Andreas Sander und Luis Vogt verpassten einen Platz unter den besten 15 und damit die halbe WM-Norm. Am Sonntag steht für die Herren-Riege noch ein Super-G in Lake Louise an

+++ 25.11.2022: Abfahrtsrennen in Lake Louise wegen Schneefalls abgesagt +++

Das Abfahrtsrennen der Männer beim Ski-Alpin-Weltcup im kanadischen Lake Louise ist am Freitag wegen heftigen Schneefalls kurz vor dem geplanten Start abgesagt worden. Jury und Organisatoren hätten sich angesichts der Wettervorhersagen dazu entschlossen, das Rennen nicht durchzuführen. Bis zum Abend sind bis zu 15 Zentimeter Neuschnee vorhergesagt. Die Abfahrt, bei der Thomas Dreßen (Mittenwald) nach zweieinhalb Jahren Verletzungspause sein Weltcup-Comeback feiern will, soll an diesem Samstag (20.30 Uhr MEZ) nachgeholt werden. Der für diesen Zeitpunkt vorgesehene Super-G wurde gestrichen.

+++ 25.11.2022: Ski-Ass Jocher will konstant unter die besten 20 - Dreßen als Vorbild +++

Skirennfahrer Simon Jocher peilt nach zwei Top-Ten-Ergebnissen im vergangenen Weltcup-Winter den nächsten Meilenstein in seiner Karriere an. "Ich will öfter dahin. Klar habe ich Blut geleckt, wenn ich so gut mithalten kann in der Weltspitze", sagte der 26 Jahre alte Schongauer vor der ersten Abfahrt an diesem Freitag im kanadischen Lake Louise. Ein Podestplatz fehlt dem Oberbayern noch.

Trotz positiver Ausreißer erlebte Jocher insgesamt einen durchwachsenen Winter mit zahlreichen Ergebnissen jenseits der besten 20. "Die Konstanz fehlt noch ein bisschen", gestand der Speed-Spezialist, der sich in der Abfahrt und im Super-G unter den Top-20 etablieren will. Sein großes Ziel sei die WM-Teilnahme in Frankreich Mitte Februar: "Und dann bei der WM Vollgas geben und abliefern."

Die Rückkehr von Deutschlands bestem Abfahrer Thomas Dreßen, der nach über zweieinhalb Jahren sein Weltcup-Comeback gibt, soll Jocher dabei helfen. "Der Tom ist einfach ein Zugpferd. Der hat Autorität, der ist auch mit Training pfeilschnell. Da kann man sich sicherlich einiges abschauen", sagte der Skifahrer vom SC Garmisch.

+++ 25.11.2022: Neureuther glaubt an gutes Dreßen-Comeback: "Anführer im Speed-Team" +++

Deutschlands ehemaliger Skirennfahrer Felix Neureuther traut Abfahrer Thomas Dreßen trotz langer Verletzungspause zu, schnell wieder an alte Bestleistungen anknüpfen zu können. "Er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit Verletzungsrückschlägen extrem gut klarkommt. Wenn er fit ist, dann steht einem großartigen Comeback überhaupt nichts im Wege", sagte Neureuther der Deutschen Presse-Agentur vor dem ersten Speed-Rennen im kanadischen Lake Louise an diesem Freitag (20.30 Uhr/Eurosport und sportschau.de).

Dreßens letztes Weltcup-Rennen liegt über zweieinhalb Jahre zurück. Zuerst bremste den 29-Jährigen vom SC Mittenwald eine Hüft-Operation aus. Dann sorgte ein Eingriff am vorgeschädigten rechten Knie dafür, dass der Deutsche die gesamte vergangene Saison inklusive der Olympischen Spiele verpasste.

Trotz seiner langen Abwesenheit sieht Neureuther den fünfmaligen Weltcup-Gewinner ganz klar als "Anführer im Speed-Team. Er bringt die Masse mit und das Körpergefühl. Es gibt ganz wenige Abfahrer, die mit ihm mithalten können, wenn alles zusammenpasst", befand Neureuther.

+++ 24.11.2022: Skifahrer Sander drückt "Reset-Knopf": Maximum noch nicht erreicht +++

Skirennfahrer Andreas Sander hat seine Leistungsgrenze nach eigener Einschätzung noch nicht erreicht. "Ich bin zu der Antwort gekommen, dass ich noch viel verbessern kann. Dass ich gefühlt noch nicht mein Maximum gezeigt habe", sagte der 33 Jahre alte Speed-Spezialist vor der ersten Weltcup-Abfahrt an diesem Freitag im kanadischen Lake Louise.

Die vergangene Saison, die für den Vizeweltmeister von 2021 mit lediglich zwei Top-Ten-Ergebnissen und ohne Podestplatz geendet hatte, will Sander schnellstmöglich vergessen machen. "Die Abfahrten waren sehr schlecht. Im Mentalen versucht man da, so eine Art Reset-Knopf zu drücken", erklärte der Routinier.

Grund für den Leistungseinbruch in der Vorsaison sollen auch gesundheitliche Probleme gewesen sein. "Das habe ich nicht öffentlich gemacht, aber nach der zweiten Corona-Impfung konnte ich nicht mehr intensiv trainieren", berichtete der Deutsche. Sein Konditionstraining habe er damals komplett zurückgeschraubt. "Ich war einfach nicht bei 100 Prozent. Mir hat die letzte Spritzigkeit gefehlt."

Mittlerweile fühlt sich Sander wieder "sehr gut". Bis zum WM-Highlight in Frankreich Mitte Februar will sich der Deutsche in der Abfahrt kontinuierlich vorarbeiten. "Wenn die WM da ist, werde ich sicherlich auch noch mal an die Emotionen von vor zwei Jahren denken", sagte der 33-Jährige.

+++ 24.11.2022: Skifahrer Schwaiger will in die Top-Ten: "Harakiri" mit Köpfchen +++

Skirennfahrer Dominik Schwaiger will sich im bevorstehenden Weltcup-Winter unter den besten Zehn etablieren. "Der nächste Schritt ist, bei der Weltspitze mitzufahren. Podium wäre natürlich auch cool", sagte der Speed-Spezialist vor der ersten Abfahrt an diesem Freitag im kanadischen Lake Louise. Drei Top-Ten-Ergebnisse hat der Berchtesgadener in seiner Karriere bislang erreicht - ein Podestplatz fehlt noch.

Seine "Wilder-Hund"-Einstellung will der 31-Jährige, der bei den Olympischen Spielen im Februar bei 128 km/h schwer gestürzt war, beibehalten. Gleichzeitig habe er sich vorgenommen, in manchen Passagen "mit mehr Kopf" zu fahren. "Nicht hirnlos drüberfahren, sondern das Ganze fokussiert angehen. In den Passagen, die es zulassen, kann man dann auch mal Harakiri runterfahren", sagte Schwaiger. Bei Abfahrern sei es schließlich normal, "dass jeder einen kleinen Schuss im Kopf hat".

+++ 23.11.2022: Skifahrer Dreßen will zurück in die Weltspitze: Keine Hauruckaktionen +++

Deutschlands bester Abfahrer Thomas Dreßen will sich schnellstmöglich wieder in der alpinen Weltspitze etablieren. "Ich will dahin, wo ich vorher war. Hoffentlich noch bisschen besser werden", sagte der 29-Jährige vor seinem ersten Weltcup-Rennen seit März 2020. Im kanadischen Lake Louise feiert Dreßen am Freitag sein Comeback.

Der Athlet aus Garmisch-Partenkirchen will das Skirennen in den kanadischen Rocky Mountains, wo er 2019 einen seiner fünf Weltcup-Titel gewinnen konnte, allerdings ganz behutsam angehen. "Da wird es jetzt keine Hauruckaktionen geben. Ich werde sicherlich nicht gleich alles riskieren", berichtete der Deutsche.

Die WM in Cortina d'Ampezzo war Dreßens einziges Rennen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Zuerst bremste den Athleten vom SC Mittenwald eine Hüft-Operation aus. Dann sorgte ein Eingriff am vorgeschädigten rechten Knie dafür, dass der Deutsche die gesamte vergangene Saison inklusive Olympia verpasste.

Mittlerweile hat der Speed-Spezialist wieder "vollstes Vertrauen" in seinen Körper. "Für mich ist die größte Beruhigung, dass jetzt alles passt" sagte der Oberbayer. Ziel sei es, bis zur WM in Frankreich Mitte Februar in Top-Form zu sein.

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/news.de/dpa

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