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1. FC Union Berlin vs Feyenoord Rotterdam: Sicherheitskonzept ging auf - Berliner Polizei vermeldet ruhige Nacht

Das Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Feyenoord Rotterdam in der Europa Conference League sorgte nicht nur auf dem Platz für Zündstoff. Die Berliner Polizei hatte das Geschehen außerhalb des Stadions jedoch sicher im Griff.

Nachdem Rotterdam Fans den Schriftzug "Feyenoord" auf die East-Side-Gallery gesprüht hatten, wurde der Schriftzug grau übermalt und der Schriftzug "Ultras Union!" darauf gesprüht. Bild: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Am Abend des 4. November 2021 kracht es nicht nur auf dem Fußballplatz: Am Rande der Europa-Conference-League-Begegnung zwischen dem 1. FC Union Berlin und Feyenoord Rotterdam wappnet sich die Berliner Polizei für gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans.

Erhöhte Alarmbereitschaft der Polizei vor Conference-League-Spiel1. FC Union Berlin - Feyenoord Rotterdam - Alle Updates im News-Ticker

Bereits vor dem Anstoß um 21.00 Uhr am Donnerstagabend wurden erste Rowdys in Polizeigewahrsam genommen. Alle Updates zur Lage in Berlin hier im News-Ticker.

+++ 05.11.2021: Polizei: Ruhige Nacht nach Union-Spiel - "Konzept aufgegangen" +++

Die Berliner Polizei hat in der Nacht nach dem Conference-League-Spiel von Union Berlin gegen Feyenoord Rotterdam (1:2) keine weiteren Zwischenfälle oder gar Ausschreitungen verzeichnet. "Es war alles ruhig. Das Sicherheitskonzept, das können wir sagen, ist aufgegangen", hieß es am Freitagmorgen von der Polizei. Bereits unmittelbar nach der Europacup-Partie im Olympiastadion hatten die Sicherheitskräfte von einem reibungsfreien Abmarsch beider Fanlager berichtet.

Die Polizei hatte das Hochrisikospiel am Donnerstagabend mit rund 2.000 Beamten begleitet. Mehr als 70 Personen, der überwiegende Anteil davon aus den Niederlanden, waren wegen verschiedener Delikte vor allem bereits am Mittwoch festgenommen worden und blieben während des Spiels in Gewahrsam.

Unmittelbar vor dem Spiel hatte die Polizei von einzelnen Angriffen, Sachbeschädigung und dem Abbrennen von Pyro-Fackeln in Stadionnähe sowie in Berliner U-Bahnstationen berichtet. Die befürchtete große Konfrontation der Fanlager konnte aber verhindert werden.

Für Aufsehen hatte eine Graffiti-Aktion an der East Side Gallery am Mittwoch gesorgt. Im Stadion brannten die Feyenoord-Anhänger kurz vor und nach dem Anpfiff zahlreiche Bengalos ab und warfen diese in den Innenraum. Im Union-Block kam es zu keinem sichtbaren Fehlverhalten der Anhänger.

Feyenoord distanzierte sich vom Auftreten der als gewaltbereit bekannten Anhänger. "In unseren Augen sind es keine Fans. Denn Fan sein bedeutet unterstützen, und diese Figuren helfen unserem Verein auf keinerlei Weise, sondern sie schaden Feyenoord", sagte ein Club-Sprecher. "Wir lehnen jede Form schlechten Benehmens ab. Wenn du Gast in einer Stadt bist, dann hast du dich normal zu benehmen."

+++ 05.11.2021: Polizei: Keine weiteren Zwischenfälle nach Union-Spiel +++

Nach dem Conference-League-Spiel von Union Berlin gegen Feyenoord Rotterdam (1:2) ist es laut Polizei zu keinen weiteren Ausschreitungen von Fußball-Fans gekommen. "Der Abmarsch verlief ruhig", hieß es am frühen Freitagmorgen von den Sicherheitskräften am Olympiastadion. Die Fanlager waren von der Polizei getrennt worden. Die Situation in der Stadt werde allerdings weiter beobachtet.

Die Polizei hatte das Hochrisikospiel am Donnerstagabend mit rund 2.000 Beamten begleitet. Mehr als 70 Personen, der überwiegende Anteil davon aus den Niederlanden, waren wegen verschiedener Delikte seit Mittwoch festgenommen worden. Unmittelbar vor dem Spiel hatte die Polizei von Angriffen, Sachbeschädigung und dem Abbrennen von Pyro-Fackeln in Stadionnähe sowie in U-Bahnstationen berichtet.

+++ 04.11.2021: Erste Festnahmen vor Union-Spiel - Polizei: Angriffe und Pyro-Fackeln +++

Rund 90 Minuten vor dem Anpfiff des Europapokal-Spiels zwischen dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Union und Feyenoord Rotterdam in der Conference League hat die Berliner Polizei von ersten Festnahmen rund um das Olympiastadion berichtet. "Eine Person wurde nach Abbrennen einer Signalfackel festgenommen, 2 weitere wegen Widerstands & tätlichen Angriffs auf Einsatzkräfte", twitterten die Sicherheitskräfte am Donnerstagabend über Vorfälle in einer Zufahrtsstraße östlich der Arena.

Zu Zwischenfällen mit Feyernoord-Anhängern kam es demnach auch im Berliner Zentrum in zwei U-Bahnhöfen. "Der U-Rosa-Luxemburg-Platz war nach Zünden eines Nebeltopfs komplett verraucht. Am U-Alex musste nach Zerstörung einer Tür der Zug ausgetauscht werden. Fans auf der Anreise zünden Pyro", teilte die Polizei mit. Man bleibe "an den Gruppen dran, um Straftäter zu ermitteln & festzunehmen".

Die Polizei begleitet das Hochrisikospiel des Berliner Fußball-Bundesligisten wegen der als gewaltbereit eingestuften niederländischen Fans am Donnerstagabend mit einem Großaufgebot. 2.000 Kräfte sind in der Stadt bis in die Nacht im Einsatz, um Auseinandersetzungen zwischen Fans zu vermeiden, wie eine Sprecherin sagte. Die Beamten kündigten ein schnelles und konsequentes Vorgehen gegen Störer und Randalierer an. Aus Rotterdam werden gut 5.000 Fans erwartet.

Bereits am Nachmittag trafen sich laut Polizei Fans von Feyenoord in der Stadt. Vereinzelt seien Nebeltöpfe abgebrannt worden. Auseinandersetzungen gab es dort jedoch zunächst nicht. Um ein Aufeinandertreffen mit den Fans von Union Berlin zu verhindern, wurden die Rotterdam-Fans darauf hingewiesen, mit der U-Bahn zum Olympiastadion zu fahren. Die Fans von Union Berlin sollen die S-Bahn nehmen.

+++ 04.11.2021: 2.000 Polizisten sichern Spiel zwischen Union Berlin und Rotterdam +++

Mit einem Großaufgebot begleitet die Berliner Polizei das Gruppenspiel der Conference League zwischen dem 1. FC Union und Feyenoord Rotterdam am Donnerstag im Berliner Olympiastadion (21.00 Uhr/TV Now). 2.000 Kräfte sind in der Stadt bis in die Nacht im Einsatz, um Auseinandersetzungen zwischen Fans zu vermeiden, wie eine Sprecherin sagte. Die Beamten kündigten ein schnelles und konsequentes Vorgehen gegen Störer und Randalierer an.

Bereits am Nachmittag trafen sich laut Polizei Fans von Feyenoord in der Stadt, um ihr Team zu feiern. Vereinzelt seien Nebeltöpfe abgebrannt worden. Auseinandersetzungen gab es jedoch zunächst nicht. Um ein Aufeinandertreffen mit den Fans von Union Berlin zu verhindern, wurden die Rotterdam-Fans darauf hingewiesen, mit der U-Bahn zum Olympiastadion zu fahren. Die Fans von Union Berlin sollten die S-Bahn nehmen.

Am Mittwochabend und in der Nacht waren rund 600 Polizisten im Einsatz. Insgesamt 71 Anhänger von Union Berlin und Feyenoord Rotterdam wurden in Gewahrsam genommen. Der Polizei zufolge war am Mittwoch bereits eine Anzahl an Gästefans aus Rotterdam im unteren vierstelligen Bereich angereist. Die Anhänger waren bis in die Nacht regelmäßig in kleineren Gruppen zusammengekommen, tranken viel Alkohol und randalierten teilweise.

+++ 04.11.2021: 71 Fußballfans von Berliner Polizei in Gewahrsam genommen +++

In Berlin sind am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag 71 Anhänger von Union Berlin und Feyenoord Rotterdam in Gewahrsam genommen worden. Der Polizei zufolge sei am 3. November bereits eine Anzahl an Gästefans aus Rotterdam im unteren vierstelligen Bereich angereist. Sie sind bis in die Nacht regelmäßig in kleineren Gruppen zusammengekommen, haben viel Alkohol konsumiert und teilweise randaliert. Union spielt am Donnerstagabend in der Conference League im Olympiastadion gegen Feyenoord Rotterdam.

Im Treptower Park und in Tempelhof waren größere Auseinandersetzungen geplant. Da die Polizei davon erfahren hatte, konnten die Einsatzkräfte zeitnah einschreiten und die vermeintlichen Anhänger beider Vereine festnehmen. Bei der Durchsuchung wurde unter anderem Pyrotechnik gefunden. Ob sie noch bis nach dem Spiel heute Abend in Gewahrsam bleiben, wird derzeit geprüft.

Bis in die Nacht gab es in ganz Berlin immer wieder kleinere Zusammenkünfte von Fans, teilweise wurde Pyrotechnik gezündet. Insbesondere am Hackeschen Markt stellten Gaststätten den Ausschank von Alkohol am Abend ein und schlossen frühzeitig. Verletzt wurde niemand.

+++ 04.11.2021: Union unter Zugzwang gegen Rotterdam - 800 Ordner für Sicherheit +++

Vor dem Gruppenspiel der Conference League zwischen dem 1. FC Union und Feyenoord Rotterdam herrscht in Berlin die Sorge vor gewaltsamen Fan-Auseinandersetzungen. Die Polizei hat nach den Zwischenfällen beim Hinspiel in den Niederlanden mit beiden Vereinen ein Sicherheitskonzept für die Partie am Donnerstag erarbeitet. Sportlich brauchen die Eisernen dringend drei Punkte, um sich weiter Hoffnungen auf die Qualifikation für die Zwischenrunde im kommenden Jahr machen zu können.

In der Gruppe E der Europa Conference League steht Union unter Zugzwang. Aktuell ist die Mannschaft mit drei Zählern Tabellenletzter. Feyenoord steht dagegen mit sieben Punkten auf der Spitzenposition. Das Hinspiel vor zwei Wochen hatte Feyenoord mit 3:1 gewonnen. Union setzt auf seine Heimstärke. Im Olympiastadion gab es gegen Maccabi Haifa (3:0) bislang die einzigen internationalen Punkte in der Gruppenphase für die Eisernen. Die ersten beiden Mannschaften in der Vierergruppe qualifizieren sich für die nächste Runde.

Die Partie findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. 5.200 der 30.000 Eintrittskarten gingen an Fans aus Rotterdam. Bereits am Mittwoch traten die Fans aus den Niederlanden in Berlin mit Rauchkerzen und Pyrotechnik in Erscheinung. Die Polizei wollte noch nicht über die Stärke ihrer Einsatzkräfte reden. Union stellt für die Sicherheit im Olympiastadion 800 Ordner bereit - so viele wie noch nie zuvor.

+++ 03.11.2021: Höchste Sicherheitsstufe in der Hauptstadt: Fan-Sorge vor Union-Duell mit Feyenoord +++

Die hässlichen Bilder aus Rotterdam und die Sorge vor erneuter Fan-Gewalt wollte Urs Fischervor dem Rückspiel in der Conference League gegen Feyenoord Rotterdam nicht an sich heranlassen. Der Trainer von Union Berlin richtete seine ganze Konzentration auf die sportlichen Belange der Eisernen. "Wir können die Tabelle lesen. Das weiß auch die Mannschaft, dass uns ein Sieg helfen würde, das ist im Kopf. Wir wollen es besser machen als im Hinspiel", sagte Fischer vor dem Abschlusstraining am Mittwoch im Olympiastadion.

So ganz konnte aber auch Fischer das Fan- und Zuschauerthema nicht ignorieren. "Das sind Begleitumstände. Leider, leider geschieht es immer wieder. Fußball ist da, um Spaß zu vermitteln. Es sollte ein Fest sein. Wir sind da, um Freude zu bereiten, deshalb gilt es, den Fokus hinzubekommen", sagte Fischer.

Ein riesiges Feyenoord-Graffiti am Mauerrest der East Side Galery wurde am Mittwoch in einigen Medien schon als erstes Bedrohungssignal der als gewaltbereit eingestuften Feyenoord-Fans interpretiert. Später kursierten im Internet Videos von Anhängern, die am Hauptbahnhof eine grüne Nebelkerze und am Hackeschen Markt unter lautstarkem Gesang Pyrotechnik zündeten. Die Berliner Polizei sprach am Mittwochabend von einer zunächst insgesamt ruhigen Lage mit kleineren Vorfällen.

Sicherheitskräfte in Berlin wappnen sich für Auseinandersetzungen von Fußballfans

Nach den gewaltsamen Zwischenfällen rund um das Hinspiel setzen Verein und Berliner Sicherheitskräfte auf eine strikte Trennung der Fan-Gruppen. "Uns ist der Umstand bekannt, welche Fans mitreisen und welche Fans zu erwarten sind. Wir sind gut aufgestellt", hieß es am Mittwoch von den Berliner Sicherheitskräften. Aus strategischen Gründen wurden noch keine Details des Einsatzkonzepts wie die Anzahl der Beamten mitgeteilt. Union bestätigte, mit 800 Ordnern eine Rekordzahl an privatem Sicherheitspersonal aufzubieten.

Für die Partie im Berliner Olympiastadion sind kurzfristig 30.000 Fans und damit 5.000 mehr als zuletzt zugelassen. Union spielt damit vor einer eigenen Europacup-Rekordkulisse. 2.000 Karten für Union-Mitglieder standen am Mittwochnachmittag noch zur Verfügung. Zwei Fanblocks müssen derweil nach den antisemitischen Beleidigungen durch Union-Fans beim 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa Ende September geschlossen bleiben und mit einem UEFA-Banner gegen Rassismus versehen werden.

5.200 statt der ursprünglich geplanten 2.800 Karten gingen an Fans des niederländischen Traditionsclubs. "Natürlich machen wir uns Sorgen darüber, ob es gut geht. Wir fordern auch jeden auf, sich in Berlin gut zu benehmen. Sonst schaden sie dem Club enorm", erklärte der Feyenoord-Aufsichtsratsvorsitzende Toon van Bodegom nach der Kontingenterhöhung. Man habe aber "nicht nur Problemfans, sondern auch sehr positive".

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loc/news.de/dpa