Tourismus News: Möglicher Hantavirus-Ausbruch: Ein deutscher Passagier tot

Hat es auf einem Kreuzfahrtschiff einen Ausbrauch des Hantavirus gegeben? Es gibt mehrere Verdachtsfälle. Ein deutscher Passagier ist gestorben.

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Nach einem möglichen Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff ist nach Angaben des Schiffsbetreibers auch ein deutscher Passagier gestorben. Am Sonntag sei die Person an noch ungeklärter Ursache an Bord der "Hondius" gestorben, teilte der niederländische Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions in Vlissingen mit. Weitere Einzelheiten wie Geschlecht oder Alter waren zunächst unbekannt. Von deutschen Behörden gab es zunächst dazu keine Informationen zu dem Fall.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass zwei Niederländer – ein älteres Ehepaar – gestorben waren. Der Mann war nach den neuesten Angaben des Betreibers bereits am 11. April an Bord gestorben und eine Frau am 27. April, als sie bereits auf der Heimreise war. Wie bei dem deutschen Passagier sei auch bei diesen beiden Todesfällen unbestätigt, ob sie mit einem möglichen Ausbruch des Hantavirus an Bord zusammenhängen.

Zweifelsfrei bestätigt ist das Virus demnach nur in einem Fall: Am 27. April war ein weiterer Passagier an Bord schwer erkrankt. Er werde zur Zeit auf der Intensivstation in Johannesburg behandelt. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil. Bei diesem Patienten wurde nach Angaben des Unternehmens das Hantavirus festgestellt.

Mehrere Verdachtsfälle

Zwei Crewmitglieder, ein Brite und ein Niederländer, seien ebenfalls erkrankt. Beide hätten Probleme mit den Atemwegen, einer habe schwere, der andere milde Symptome. Bei beiden sei die Infektionsursache unklar und das Hantavirus sei noch nicht bestätigt worden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet die Fälle der Gestorbenen sowie die weiteren Infizierten – neben dem bestätigen Fall – jedoch als Hantavirus-Verdachtsfälle.

Das Schiff "Hondius" liegt zur Zeit vor der Küste von Kap Verde. Es war mit 149 Menschen an Bord, darunter 88 Passagiere, auf dem Weg von Argentinien nach Kap Verde. Der Veranstalter steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit den Behörden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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