Günther Jauch: Zehn überraschende Fakten - das wissen nur wenige über den TV-Moderator

Über die Anfänge von Günther Jauch im deutschen Fernsehen oder über das Privatleben des beliebten Moderators wissen selbst viele eingefleischte Fans nur wenig. Diese zehn Fakten überraschen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Günther Jauch hat als Moderator deutsche Fernsehgeschichte geschrieben. Was wissen bis heute nur wenige über ihn? (Foto) Suche
Günther Jauch hat als Moderator deutsche Fernsehgeschichte geschrieben. Was wissen bis heute nur wenige über ihn? Bild: picture alliance/dpa | Annette Riedl

Günther Jauch gehört seit mehreren Jahrzehnten zu den beliebtesten Moderatoren im deutschen Fernsehen. Besonders mit seiner RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?" feiert der gebürtige Münsteraner, der am 13. Juli 2026 seinen 70. Geburtstag feiern konnte, noch immer große Quotenerfolge. Früher präsentierte er auch Sportevents wie die Fußball-Champions-League und die Vierschanzentournee im Skispringen oder das Boulevard-Magazin "stern tv". Während diese Auftritte vielen TV-Zuschauern bis heute noch in guter Erinnerung geblieben sein dürften, gibt es auch einige Fakten über Günther Jauch, die selbst einige seiner größten Fans wohl noch nicht kennen.

1. Günther Jauch besitzt ein Weingut in Kanzem an der Saar

Günther Jauch hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Doch es gibt einige Informationen, die über seine familiären Wurzeln bekannt sind. So stammt seine Großmutter aus dem Adelsgeschlecht der Familie von Othegraven, die seit 1805 ein traditionsreiches Weingut in Kanzem an der Saar besaß. Jauch verbrachte bereits als Kind viel Zeit auf dem Weingut. Er übernahm es im Jahr 2010 gemeinsam mit seiner Frau Thea und führt es in siebter Generation weiter. Bei der täglichen Arbeit im Weinberg und im Weinkeller werden die beiden laut der offiziellen Homepage des Guts von einem erfahrenen Team unterstützt.

Über Jauchs Familiengeschichte ist jedoch noch einiges mehr bekannt. Laut dem "Munzinger-Archiv"stammt er väterlicherseits aus einer alten Hamburger Kaufmannsfamilie, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Sein Großvater Hans Jauch (1883–1965) war deutscher Offizier und Freikorpsführer.

2. Günther Jauch studierte ein Semester Jura in Berlin

Günther Jauch hatte zunächst überhaupt nicht von einer großen Medienkarriere geträumt. Stattdessen strebte er nach der Schule eine Laufbahn in der Justiz an. Im Podcast "Baywatch Berlin" verriet er einmal, dass er aufgrund schlechter Abiturnoten jedoch nur über einen Nachrückerplatz für das Jurastudium in Berlin zugelassen wurde. Bereits nach einem Semester war wieder Schluss. Jauch wechselte an die Deutsche Journalistenschule in München, nachdem er dort die Aufnahmeprüfung erfolgreich bestanden hatte.

3. Günther Jauch moderierte zum Start seiner TV-Karriere eine Jugendsendung

Es ist ein wohl längst vergessenes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte: In den 80er-Jahren präsentierte Jauch die Sendung "Live aus dem Alabama" (später "Live aus dem Schlachthof") im Bayerischen Fernsehen. Das Format war in München angesiedelt und richtete sich an ein junges Publikum. Jauch war dabei eine Zeit lang alleiniger Moderator. Erst danach nahm seine Fernsehkarriere beim ZDF richtig Fahrt auf.

4. Günther Jauch flog als Außenreporter für die Sendung "Rätselflug" um die Welt

Bevor Jauch als Moderator einem breiteren Publikum bekannt wurde, war er zudem Außenreporter der ARD-Spielshow "Rätselflug". Ab 1982 musste er laut SWR mit einem Hubschrauber nach versteckten Gegenständen suchen. Die Einsatzorte waren teilweise spektakulär: Jauch war unter anderem in Sri Lanka und Pakistan unterwegs. Die Kandidaten im Studio dirigierten ihn per Funk zu den gesuchten Schätzen. Insgesamt gab es 13 Folgen des Formats.

5. Das Geheimnis um die Kinder von Günther Jauch

Günther Jauch und seine Ehefrau Thea haben vier Töchter. Nur zwei davon sind leibliche Kinder, zwei weitere wurden adoptiert. Die beiden Adoptivtöchter stammen aus Sibirien, wie die "Welt" berichtete. Der Moderator spricht nur selten über seine Kinder. Sie treten öffentlich nicht in Erscheinung.

6. Günther Jauch machte auch Karriere hinter den TV-Kameras

Im Jahr 2000 gründete Jauch seine eigene Produktionsfirma "i&u TV" (heute "i&u Studios". Das Unternehmen produzierte zahlreiche bekannte Fernsehformate, darunter "Klein gegen Groß", "stern TV", "Die ultimative Chartshow" und den RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen". Damit war Jauch nicht nur vor der Kamera tätig, sondern auch hinter den Kulissen ein wichtiger Akteur der deutschen Fernsehbranche. 2019 hat Jauch die Firma laut "Manager Magazin" an einen US-Investor verkauft.

7. Günther Jauch setzt sich für die Darmkrebsvorsorge ein

Jauch setzt sich auch für gesellschaftliche Themen ein, die nicht unbedingt mit Unterhaltung zu tun haben. 2003 erhielt er laut RTL den Medienpreis der Felix Burda Stiftung für seine Verdienste um die Darmkrebsvorsorge. Damit wurde sein Einsatz für die Aufklärung über eine wichtige Krebserkrankung gewürdigt.

8. Günther Jauch gewann als Kind einen Nachwuchs-Wettbewerb für Moderatoren

Günther Jauchs Moderationstalent zeigte sich schon in seiner Kindheit. Mit gerade einmal zwölf Jahren gewann Jauch bei der Berliner Funkausstellung einen Nachwuchsmoderatoren-Wettbewerb von Robert Lembke, wie die "B.Z." berichtete. Der spätere TV-Star hatte also schon früh Ambitionen, vor Publikum und Mikrofonen zu stehen.

9. Für die Moderation von "Wer wird Millionär?" braucht er nicht einmal einen schriftlichen Vertrag

Günther Jauch ist auch Teil einer der ungewöhnlichsten Vereinbarungen in der deutschen Fernsehbranche: Seit 1999 moderiert er die RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?" auf Grundlage eines mündlichen Handschlagvertrags. Das verriet er selbst in einem Interview mit "n-tv" aus dem Jahr 2018. Einen schriftlichen Vertrag habe er nie unterschrieben. Beide Seiten könnten jederzeit entscheiden, die Zusammenarbeit zu beenden. Das Vertrauensverhältnis funktioniert offenbar seit Jahrzehnten.

10. Günther Jauch wurde als Bundeskanzler ins Spiel gebracht

2003 ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der "Welt", dass sich jeder zweite Deutsche vorstellen konnte, Günther Jauch als Bundeskanzler oder Bundespräsidenten zu sehen. Der Moderator war damals offenbar so beliebt, dass ihm ein Teil der Bevölkerung sogar politische Führungsqualitäten zutraute. Eine tatsächliche politische Kandidatur gab es allerdings nicht. 2009 gab er zudem in einem "Stern"-Interview zu, dass er niemals Mitglied einer Partei gewesen war.

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