Stefan Raab: Die größten Skandale in der Karriere des Entertainers
Eine schwere Verletzung von Persönlichkeitsrechten, ein umstrittener Nummer-eins-Hit, ein eskalierender Streit und Antisemitismus-Vorwürfe: Stefan Raab schrieb im Laufe seiner Karriere als Entertainer schon einige Negativ-Schlagzeilen. Das waren seine größten Skandale.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Die größten Skandale von Stefan Raab
- Entertainer nach Witzen über Lisa Loch zu 70.000 Euro Schadensersatz verurteilt
- Kritik nach Hit "Maschen-Draht-Zaun" von Regina Zindler
- Streit mit Moses Pelham: Rapper brach Raab das Nasenbein
- Antisemitismus-Vorwürfe nach Beitrag zu Gil Ofarim in "Die Stefan Raab Show"
Seit mehr als 30 Jahren ist Stefan Raab im Showgeschäft tätig. Der beliebte Entertainer feierte große Erfolge mit Formaten wie "TV total" oder "Schlag den Raab". Nach einer längeren Pause kehrte er 2024 bei RTL auf die TV-Bildschirme zurück. Bekannt ist Raab für seinen bissigen Humor, der ihm in der Vergangenheit aber auch schon häufiger zum Verhängnis wurde. Diese Skandale blieben unvergessen.
Stefan Raab nach Konflikt mit Lisa Loch verurteilt
Anfang der 2000er-Jahre machte sich Stefan Raab in seiner Sendung "TV total" über den Namen des damals 16-jährigen Models Lisa Loch lustig. Seine anzüglichen Witze setzten der Teenagerin massiv zu. Laut "t-online" berichtete sie über Hänseleien und öffentliche Beleidigungen. Das Oberlandesgericht Hamm sprach ihr im Februar 2004 schließlich 70.000 Euro Schadensersatz wegen erheblicher Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte zu. Lisa Loch machte später auch Karriere als Moderatorin bei "Sky Sport News" und bei "Bild".
Stefan Raab veräppelte Regina Zindler aus dem Vogtland mit seinem Hit "Maschen-Draht-Zaun"
Eine weitere öffentliche Bloßstellung bei "TV total" wurde für Stefan Raab hingegen zu einem finanziellen Erfolg. 1999 griff er einen Ausschnitt aus der Gerichtsshow "Richterin Barbara Salesch" auf. Dabei ging es um einen Nachbarschaftsstreit um einen Maschendrahtzaun. Raab machte sich über den Akzent der Klägerin Regina Zindler aus Auerbach im Vogtland lustig und machte daraus einen eigenen Song namens "Maschen-Draht-Zaun", der sogar Platz eins der deutschen Single-Charts erreichte. Der Rummel um ihre Person wurde Zindler schließlich zu viel. Zeitweise zog sie mit ihrem Mann nach Berlin um.In späteren Interviews äußerte sie sich negativ über Raab. Am 5. Mai 2026 starb Zindler an den Folgen einer Krebserkrankung.
Rapper Moses Pelham brach Stefan Raab das Nasenbein
Seine Moderationskarriere begann Stefan Raab in den 90er-Jahren beim Musiksender VIVA. In dieser Zeit stichelte er wiederholt gegen den Rapper Moses Pelham. Der Streit gipfelte schließlich in einer körperlichen Auseinandersetzung bei der Echo-Preisverleihung 1997. Backstage verpasste Moses Pelham Raab eine Kopfnuss und brach ihm das Nasenbein, wie unter anderem "t-online" berichtete. Der Entertainer ging daraufhin juristisch gegen den Musiker vor. Pelham wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 D-Mark verurteilt und musste zudem 10.000 D-Mark Schmerzensgeld an Raab zahlen.
Antisemitismus-Vorwürfe gegen Raab nach Beitrag zu Gil Ofarim
Anfang 2026 wurden Antisemitismus-Vorwürfe gegen Stefan Raab und seinen neuen Sender RTL laut. In der "Stefan Raab Show" war ein Einspieler zum umstrittenen Dschungelcamp-Kandidaten Gil Ofarim zu sehen. In dem Beitrag wurden nach Ansicht vieler Beobachter jahrhundertealte antijüdische Stereotypen bedient. Mit Blick auf Gil Ofarim war zudem von einem "Betrüger-Gen" die Rede. RTL wies die Antisemitismusvorwürfe zwar zurück, nahm den Beitrag nach der Kritik aber laut "Deutschlandfunk" trotzdem offline.
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gom/ife/news.de
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