Lena Meyer-Landrut abgetaucht: ESC-Siegerin spricht über den Rückzug
Lena Meyer-Landrut schwamm nach dem ESC-Sieg auf einer Erfolgswelle - genau wie ihre Vorgängerin Nicole. Nun spricht die Sängerin über den Druck des Ruhms - und bringt dabei viel Verständnis auf.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Lena Meyer-Landrut seit über zwei Jahren abgetaucht
- Nicole zeigt Verständnis für ihren Rückzug
- Was die ESC-Siegerin über den Rummel verrät
- Warum Nicole auf klare Grenzen setzt
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Lena Meyer-Landrut ist seit Monaten kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen. Seit Juli 2024 hat sich die ESC-Siegerin weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Sie gibt nur sehr vereinzelt ein Lebenszeichen gegenüber der Öffentlichkeit. Nun spricht ausgerechnet Deutschlands erste ESC-Siegerin Nicole über Lenas Rückzug – und verrät, warum sie diesen Schritt gut nachvollziehen kann.
Lena Meyer-Landrut abgetaucht - jetzt spricht Sängerin Nicole
Sängerin Nicole (61) hat sich zum Rückzug ihrer Nachfolgerin Lena Meyer-Landrut (35) aus dem Rampenlicht geäußert. "Das kann ich gut verstehen", erklärte die Sängerin gegenüber den Medien. Meyer-Landrut lebt seit Juli 2024 weitgehend abseits der Öffentlichkeit.
Die beiden Musikerinnen verbindet eine besondere Gemeinsamkeit: Sie sind die einzigen Künstlerinnen, die jemals für Deutschland den Eurovision Song Contest gewinnen konnten. Nicole holte den Titel 1982 mit "Nur ein bisschen Frieden", Meyer-Landrut triumphierte 28 Jahre später mit "Satellite" in Oslo. Beide erlebten nach ihren Siegen einen gewaltigen Ansturm öffentlicher Aufmerksamkeit – gingen damit jedoch auf sehr unterschiedliche Weise um.
"Irgendwann weiß man nicht mehr, wo man aufwacht"
Der Rummel nach einem ESC-Triumph sei eine enorme psychische Herausforderung, betonte Nicole. Plötzlich wollten unzählige Menschen an diesem Erfolg teilhaben. "Man muss mental darauf vorbereitet sein", warnte die 61-Jährige.
Die Belastung könne dabei schnell überwältigend werden. "Irgendwann weiß man vielleicht nicht mehr, wo man gerade aufwacht, welcher Tag es ist und was als Nächstes kommt", schilderte Nicole die Orientierungslosigkeit, die mit dem ständigen Terminmarathon einhergehe.
Entscheidend sei es, die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen und konsequent darauf zu reagieren. Künstlerinnen und Künstler müssten sich eine Pause gönnen, bevor die Erschöpfung überhandnehme. "Für manche wird es sonst zu viel", so Nicole.
Zehn Tage Bühne, 20 Tage Familie - ESC-Siegerin setzt klare Grenzen
Nicole fand für sich selbst einen klaren Weg, um mit dem Trubel nach dem ESC-Sieg umzugehen. Jeder Künstler müsse individuell herausfinden, wie Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen seien, erklärte sie. Ihr persönliches Rezept: eine strikte zeitliche Trennung beider Lebensbereiche.
"Zehn Tage im Monat für den Beruf, 20 Tage für die Familie. Das war für mich ideal", verriet die Sängerin. Darüber hinaus habe ihr der enge Draht zu Freunden, Verwandten und ihren Wurzeln Halt gegeben.
An ihrer Rangordnung ließ Nicole keinen Zweifel aufkommen. "Meine Familie hat noch immer Vorrang", stellte die 61-Jährige klar. Diese konsequente Prioritätensetzung habe ihr dabei geholfen, den enormen Druck des Musikgeschäfts dauerhaft auszuhalten.
Zwei ESC-Siege, zwei völlig verschiedene Startbedingungen
Während Nicole bereits vor ihrem Grand-Prix-Triumph 1982 Bühnenerfahrung gesammelt hatte, traf der Ruhm Lena Meyer-Landrut mit voller Wucht. "Ich wurde nicht völlig ins kalte Wasser geworfen", blickte Nicole zurück. Ihr Hit "Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund" hatte ihr zuvor schon ein breiteres Publikum verschafft. Dennoch sei ihr bewusst gewesen: "Wenn ich gewinne, wird es turbulent. Und so war es auch." Auf einmal habe sich "ganz Europa" für sie interessiert.
Bei Meyer-Landrut verlief der Aufstieg dagegen rasant. Über Stefan Raabs (59) Castingformat "Unser Star für Oslo" katapultierte sie sich 2010 direkt auf die internationale Bühne. Nach dem Sieg in Norwegen etablierte sie sich als feste Größe im deutschen Musikgeschäft: Sämtliche sechs Studioalben landeten in den Top 5 der Albumcharts. Hinzu kamen TV-Auftritte als Coach bei "The Voice Kids" und als Teilnehmerin bei "Sing meinen Song".
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