Madonna bei den VMAs: Völlig neben sich auf der Bühne - hitzige Spekulationen nach dieser Show

Madonna sorgt mit ihrem Auftritt bei den MTV Video Music Awards für heftige Spekulationen im Netz. Bei ihrer Dankesrede wusste Madonna nicht einmal, wofür sie gerade ausgezeichnet wurde – und das war noch nicht einmal der kontroverseste Moment ihres VMA-Comebacks.

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Madonna (68) wurde bei den MTV Video Music Awards mit gleich sieben Trophäen ausgezeichnet. Auf der Bühne sorgte ihr Auftritt dennoch für hitzige Diskussionen im Netz.  (Foto) Suche
Madonna (68) wurde bei den MTV Video Music Awards mit gleich sieben Trophäen ausgezeichnet. Auf der Bühne sorgte ihr Auftritt dennoch für hitzige Diskussionen im Netz.  Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire/Nancy Kaszerman
  • Madonna sorgt für Wirbel: Ihre VMA-Performance löst heftige Reaktionen aus
  • Playback-Vorwürfe und Verwirrung: Fans rätseln über ihren umstrittenen Auftritt
  • Irritierende Dankesrede: Madonna weiß offenbar selbst nicht, wofür sie ausgezeichnet wurde
  • Trotz aller Kritik: Die Queen of Pop räumt gleich sieben VMA-Trophäen ab

Madonna feierte am Sonntagabend bei den MTV Video Music Awards ein spektakuläres Comeback – und sorgte damit gleichzeitig für eine der umstrittensten Performances des Jahres. Die 68-jährige Queen of Pop betrat zum ersten Mal seit über zwei Jahrzehnten wieder die VMA-Bühne und räumte im Laufe des Abends insgesamt sieben Auszeichnungen ab, darunter den begehrten Preis als Künstlerin des Jahres. Wie man im Gespräch bleibt, zeigte Madonna sogleich exemplarisch an diesem Abend.

Lasershows, Latex und ein Klavier mit Sabrina Carpenter

Madonnas Rückkehr auf die VMA-Bühne war nämlich alles andere als zurückhaltend. Die Sängerin eröffnete ihren Auftritt auf einem Klavier sitzend, das von Sabrina Carpenter gespielt wurde, und performte ihren Hit "Bring Your Love". Gekleidet in ein Ensemble von Saint Laurent by Anthony Vaccarello – bestehend aus schwarzem Satin-Trenchcoat, rotem Body und kniehohen Stiefeln – legte sie ihren Mantel ab, während ein Chor den Song begleitete.

Anschließend stieß Charli XCX für eine energiegeladene Version des "Danceteria Afterhours Remix" hinzu. Die Bühnenshow bot dabei alles auf: Tänzer, die sich in akrobatischen Verrenkungen zeigten, Laser, die aus ihren Schritten schossen, sowie überraschende Gastauftritte von Schauspielerin Debi Mazar und Komiker Seth Rogen. Auch die knapp bekleidete Sombr tauchte in einer Szene neben einer Toilettenkabine auf.

Mikrofon ohne Mund, Tänzer als Transportmittel

Besonders die Lip-Syncing-Vorwürfe sorgten für Aufregung in den sozialen Medien. Aufmerksame Zuschauer bemerkten, dass Madonnas Mikrofon in mindestens einer Einstellung nicht einmal in der Nähe ihres Gesichts war, während der Gesang weiterlief. "Sie mussten wegschneiden, um zu verbergen, dass Madonna Playback singt, weil das Mikro in einer Aufnahme nicht mal vor ihrem Gesicht war", schrieb ein Nutzer auf X.

Zusätzlich nährten Szenen die Sorge um den körperlichen Zustand der Sängerin: Zwei Tänzer hoben Madonna hoch und trugen sie über die Bühne, bevor sie sie auf einer Plattform absetzten. Mehrere Fans beschrieben die Künstlerin als sichtlich außer Atem und "lethargisch". "Mama ist MÜDE und außer Atem auf dieser VMA-Bühne", fasste ein Zuschauer zusammen und ergänzte: "Ich erwarte nicht die Madonna von 1985, aber puh!"

Zuschauer bezeichneten ihren Auftritt als "völlig unfokussiert" und ein "verdammtes Chaos". Zudem warfen ihr zahlreiche Fans vor, nicht live gesungen zu haben. Als Madonna schließlich den Award für "Best Dance" entgegennahm, wirkte sie sichtlich verwirrt und schien nicht zu wissen, wofür sie eigentlich ausgezeichnet wurde. Videos im Netz bei X zeigen Madonnas Bühnen-Desaster - und regen sogleich zu heftigen Spekulationen an.

"Ich bin mir irgendwie unklar, wofür dieser Award ist"

Nicht weniger irritierend als die Performance selbst war Madonnas Dankesrede für den Preis in der Kategorie Best Dance. Gemeinsam mit Charli XCX und Troye Sivan betrat sie die Bühne, um die Auszeichnung für "Confessions II - The Film" entgegenzunehmen – schien aber nicht zu wissen, warum sie dort stand.

"Erstmal muss ich mir dieses Ding aus dem Hintern ziehen. Es war die ganze Nacht da drin", eröffnete sie ihre Rede und griff sich nach hinten, bevor sie sich über ihr zu kurzes Mikrofon beschwerte. Dann zog sie Sivan und Charli an sich heran: "Sicherheit in der Masse. Ich bin mir irgendwie unklar, wofür dieser Award ist. Ich schätze, für den Kurzfilm?" Charli musste daraufhin die Umschlagkarte öffnen, um Madonnas Gedächtnis aufzufrischen.

Die Sängerin fing sich schließlich und widmete den Moment dem Tanzen: "Auf der Tanzfläche sind wir alle gleich."

Madonna-Kult nicht mehr überall gefeiert - zwischen Sorge, Spott und Solidarität

Die Reaktionen auf Madonnas Auftritt könnten kaum unterschiedlicher ausfallen. Während einige Nutzer auf X spekulierten, die Sängerin sei möglicherweise betrunken oder unter Einfluss von Substanzen gewesen, forderten andere entschieden mehr Respekt ein. "Kritisiert sie ruhig für ihre Kleidung oder dafür, dass sie möglicherweise betrunken war – aber greift nicht ihr Alter an", schrieb ein Fan. "Altersdiskriminierung ist genauso schlimm wie andere -ismen. Respektiert eure Älteren."

Andere Unterstützer verwiesen auf Madonnas eigenwilligen Humor, den man kennen müsse, um den Abend richtig einzuordnen. "Wenn du nicht akzeptierst, dass man auch im Alter genau das tun kann, was man will, wirst du sie nicht mögen", hieß es in einem weiteren Beitrag. Ein Fan brachte es auf den Punkt: "Sie ist 68 – Bravo, dass sie sich noch so auf der Bühne bewegen kann."

Sieben Trophäen und eine DM an Sabrina Carpenter

Trotz aller Kontroversen war Madonna die unangefochtene Siegerin des Abends. Neben dem Titel als Künstlerin des Jahres gewann sie Auszeichnungen für Beste Kamera, Beste Choreografie, Bestes Langform-Video und Bestes Album – sämtlich für "Confessions II", die Fortsetzung ihres Erfolgsalbums "Confessions on a Dance Floor" von 2005. Es waren ihre ersten VMA-Siege seit 1999.

Gemeinsam mit Sabrina Carpenter holte sie zudem den Preis für die beste Kollaboration und setzte sich dabei unter anderem gegen Shakira und Burna Boy sowie Kendrick Lamar durch. Bei der Annahme verriet Madonna, wie die Zusammenarbeit zustande kam: "Jeder, der mich kennt, weiß, wie ungeduldig ich bin." Als Carpenter fünf Tage lang nicht antwortete, schrieb Madonna ihr kurzerhand eine Direktnachricht. "Innerhalb einer Woche waren wir zusammen im Studio. Es war fabelhaft."

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