Marius Borg Høiby: Pool statt Gefängnishof - so luxuriös lebt Mette-Marits Sohn in U-Haft
Während andere Häftlinge auf engstem Raum ihre Strafe absitzen, genießt Marius Borg Høiby seine Untersuchungshaft mit Schlossblick, Garten und Grillabenden. So luxuriös sieht die U-Haft von Mette-Martis Sohn wirklich aus.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Marius Borg Høiby verbringt seine U-Haft auf dem Anwesen von Kronprinz Haakon und Mette-Marit
- Statt Gefängniszelle warten Schlosspark, Pool und Terrassen auf den 29-Jährigen
- Trotz Luxus-Aufenthalt droht ihm nach einem Schuldspruch eine mehrjährige Haftstrafe
Für viele Untersuchungshäftlinge bedeutet Haft: eine kleine Zelle, begrenzte Bewegung und strenge Regeln. Für Marius Borg Høiby sieht die Realität seit dem 14. Juli 2026 anders aus. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit steht zwar unter elektronischer Überwachung, verbringt seine Haftzeit jedoch auf dem weitläufigen Gelände von Schloss Skaugum – dem offiziellen Wohnsitz des norwegischen Kronprinzenpaares.
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Luxus-U-Haft auf Schloss Skaugum: Marius Borg Høiby lebt zwischen Pool und Fußfessel
Kronprinz Haakon soll seinem Stiefsohn ein eigenes Haus auf dem Anwesen überlassen haben. Hofsprecherin Guri Varpe erklärte dazu: "Das Kronprinzenpaar will ihn in dieser Lebensphase unterstützen." Statt Gefängnishof gehören für Høiby offenbar Schlosspark, Terrassen und ein Pool zum Alltag.
Grillabende und Musik: Høiby empfängt Freunde auf Skaugum
Wie das norwegische Magazin "Se og Hør" berichtet, soll der 29-Jährige auf dem Anwesen bereits mehrfach Freunde zu geselligen Abenden mit Musik und Grillen eingeladen haben. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt der großzügige Bewegungsradius: Die Polizei hat zwar einen virtuellen Sicherheitsbereich eingerichtet, doch dieser umfasst offenbar nicht nur Høibys Unterkunft, sondern mehrere Gebäude auf dem Gelände.
Marius genießt Schloss-Komfort mit elektronischer Fußfessel
Der sogenannte virtuelle Perimeter löst Alarm aus, sobald Høiby den erlaubten Bereich verlässt. Doch die Grenzen sind offenbar weit gesteckt. Nach Berichten von "Se og Hør" umfasst der Überwachungsbereich mehrere Gebäude – darunter auch das rund 150 Meter entfernte Haupthaus des Kronprinzenpaares mit Hallenbad. Spaziergänge im Schlosspark, Training unter freiem Himmel oder entspannte Stunden auf den Terrassen bleiben damit möglich.
Auch bei Besuchen scheint es vergleichsweise lockere Regelungen zu geben. Laut Berichten gibt es keine feste Begrenzung der Besucherzahl und keine besonderen Alkoholauflagen. Selbst beim Grillen erhielt Høiby offenbar Unterstützung: Polizeibeamte sollen ihm geholfen haben, den Grill aufzubauen.
Vier Jahre Haft: Das wird Marius Borg Høiby vorgeworfen
Hinter der ungewöhnlichen Haftform steht ein schwerwiegendes Verfahren. Anfang Februar 2026 kam Høiby in Untersuchungshaft, nachdem er trotz eines bestehenden Kontaktverbots eine Bekannte aufgesucht und sie mit einem Messer bedroht haben soll.
Der Prozess vor dem Osloer Amtsgericht dauerte sieben Wochen. Die Anklage umfasste rund 40 einzelne Vorwürfe – darunter Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Bedrohung, einen Marihuana-Transport und Verkehrsdelikte.
Am 15. Juni 2026 fiel das Urteil: Høiby wurde in 34 Fällen schuldig gesprochen, darunter zwei Vergewaltigungen. Das Gericht verhängte eine Gesamtstrafe von vier Jahren Freiheitsentzug. Høiby und seine Anwälte legten Berufung ein. Das Verfahren soll voraussichtlich im Frühjahr 2027 erneut verhandelt werden.
Jeder Tag auf Skaugum zählt für die mögliche Entlassung
Für Høiby hat die aktuelle Haftform auch eine praktische Bedeutung: Die Zeit auf Schloss Skaugum wird vollständig auf eine mögliche Haftstrafe angerechnet. Sollte die in Norwegen übliche Möglichkeit einer Entlassung nach zwei Dritteln der Haftzeit greifen, könnten nach Abzug der bisherigen Untersuchungshaft noch etwa 20 Monate verbleiben.
Rechtsexperte spricht von "privilegierter" Haft
Die außergewöhnlichen Bedingungen sorgen dennoch für Diskussionen. Rechtsexperte Jonas Jørstad beschreibt die Situation deutlich: "Jeder Tag auf Skaugum ist ein Tag weniger im Gefängnis. Rein juristisch gesehen ist er ja immer noch in Haft, aber natürlich wirkt diese Form von Haft sehr privilegiert." Denn während Høiby weiterhin Auflagen erfüllen muss, bietet das Schlossgelände deutlich mehr Freiheiten als eine gewöhnliche elektronische Überwachung.
Polizei kann Mette-Marits Sohn jederzeit kontrollieren
Trotz des besonderen Umfelds ist Høiby nicht völlig frei. Polizei und Strafvollzugsbehörde dürfen jederzeit unangekündigt auf Skaugum erscheinen – auch abends oder am Wochenende. Mindestens zwei persönliche Kontrollbesuche durch den Vollzugsdienst sind vorgesehen. Sollte der 29-Jährige gegen seine Auflagen verstoßen, droht ihm die Rückkehr ins Gefängnis. Bis dahin bleibt seine Haft ein ungewöhnlicher Anblick: elektronische Fußfessel statt Gitterstäbe – und ein Schlossanwesen statt einer Gefängniszelle.
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