Al-Qaqa Ibn Antar ist tot: Todessturz vor laufender Kamera - Extremsportler stirbt in Vulkankrater
Millionen kannten ihn für seine spektakulären Klettervideos ohne jede Sicherung. Nun ist der als "Spider-Man des Jemen" bekannte Abenteurer Al-Qaqa Ibn Antar bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Ein Video soll die letzten Sekunden vor seinem tödlichen Absturz zeigen.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Extremkletterer Al-Qaqa Ibn Antar stirbt bei Sturz in Vulkan-Krater
- 30-Jähriger verlor beim Klettern offenbar den Halt und fiel rund 120 Meter in die Tiefe
- Rettungskräfte benötigten vier Stunden, um den Leichnam aus dem Krater zu bergen
Der als "Spider-Man des Jemen" bekannte Extremkletterer Al-Qaqa Ibn Antar ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Der 30-Jährige stürzte am 12. Juni in den Vulkankrater Hardah Dam in der südjemenitischen Provinz Dhale. Wie die Zivilschutzbehörde mitteilte, verlor der Abenteurer beim Erklimmen der steilen Kraterwände den Halt und fiel rund 120 Meter in die Tiefe.
Antar war dafür bekannt, ohne jegliche Sicherheitsausrüstung die gefährlichsten Felsformationen seines Landes zu bezwingen. Der Vulkankrater nahe der Stadt Damt gilt als Wahrzeichen der Region und beherbergt an seinem Grund einen heißen, schwefelhaltigen See.
Al-Qaqa Ibn Antar ist tot: Video dokumentiert den tödlichen Sturz
Im Netz kursiert eine Aufnahme, die den Moment des Unglücks festhält. In dem zehn Sekunden langen Clip ist zu sehen, wie Antar ohne Sicherung an der Felswand klettert. Auf dem Gestein sind arabische Schriftzüge in weißer Farbe erkennbar.
Al Qaqa Ibn Antar, 30, had become widely known for videos showing him climbing steep cliffs and volcanic formations without protective gear, sometimes marking high points on rock faces with white chalk writinghttps://t.co/mf3qCHj3bO pic.twitter.com/0L1wtPRvKv
— Gulf Today (@gulftoday) June 14, 2026
Die Aufnahme zeigt den Kletterer, wie er sich mit der rechten Hand am Felsen festhält, während sein linker Arm in der Luft schwebt. Dann verliert er offenbar den Griff seiner rechten Hand und stürzt in die Tiefe. Der Krater weist steile, felsige Wände auf, die den Zugang extrem erschweren.
Vierstündige Bergungsaktion unter extremen Bedingungen
Rettungskräfte mit Tauch- und Wasserrettungsspezialisten wurden umgehend zum Unglücksort entsandt. Nach einer vierstündigen Suchaktion, die von der Behörde als "komplex" bezeichnet wurde, konnten Taucher den Leichnam in etwa 30 Metern Wassertiefe bergen. Die steilen Felswände und das schwer zugängliche Gelände erschwerten den Einsatz erheblich.
#وزارة_الداخلية#الإعلام_الأمني_اليمني
— الدفاع المدني اليمني (@CDYEMEN) June 13, 2026
28 ذو الحجة 1447هــ
تمكنت فرق الإنقاذ بمصلحة الدفاع المدني، بعون الله وتوفيقه، من انتشال جثة المواطن القعقاع عنتر العبسي، البالغ من العمر 30 عاماً، من إحدى الفوهات البركانية بمديرية دمت في محافظة الضالع. pic.twitter.com/BFzdTQHadZ
Die Zivilschutzbehörde würdigte den Einsatzleiter Abdo Mohamed Al-Qans als "Helden". Er habe "eine der schwierigsten und gefährlichsten Rettungsmissionen im Jemen" durchgeführt, als er zum Grund des Vulkankraters hinabtauchte, um Antars Leichnam zu bergen.
Behörden mahnen nach Tragödie zur Vorsicht
Al-Qaqa Ibn Antar hatte sich durch seine waghalsigen Klettervideos einen Namen in den sozialen Medien gemacht. Seine Aufnahmen, die ihn bei riskanten Aufstiegen in Jemens unwegsamsten Gebieten zeigten, verbreiteten sich regelmäßig viral. In einem seiner Videos hing er nur mit bloßen Händen am Rand einer Felsklippe, die Beine über einem steilen Abhang baumelnd – völlig ohne Schutzausrüstung.
Nach dem tödlichen Unglück appellierte die Zivilschutzbehörde an alle Kletterer und Abenteuersportler, Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Die Behörde warnte eindringlich davor, auf "angemessene Schutzausrüstung" zu verzichten, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
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bua/news.de/stg
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