Meghan Markle: Autorin verrät Gründe für das Scheitern - Warnsignale vor der Hochzeit sichtbar
Meghan Markles Bruch mit den Royals markiert einen historischen Einschnitt. Die Warnzeichen gab es bereits vor der Hochzeit mit Prinz Harry. Eine Autorin analysiert in einem neuen Buch, was dazu führte und welche Rolle die Herzogin von Sussex selbet dabei spielte.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Autorin beschreibt in einem neuen Royal-Buch, wieso Meghan Markle Hochzeit in die britische Königsfamilie zu Beginn zum Scheitern verurteilt war
- Meghan Markles Verhaltensweisen unterscheiden sich von den königlichen
- Die Sussexes sind sich ähnlich
- Autorin zieht Parallelen zu Prinzessin Diana
Die Hochzeit von Meghan Markle und Prinz Harry am 19. Mai 2018 wirkte wie ein Märchen – doch die Zeichen für das Scheitern waren von Anfang an sichtbar. Das argumentiert Catherine Mayer in ihrem neuen Buch "Divide & Rule", das am 18. Juni erscheint.
Autorin packt aus - Optimismus nach Harrys und Meghans Hochzeit war weg
Die ehemalige Autorin und Redakteurin des amerikanischen "TIME"-Magazins analysiert in einem von der "Daily Mail" veröffentlichten Auszug ihres Buches, warum der Optimismus jenes Hochzeitstages heute so fern erscheint "wie der Mond, oder zumindest Kalifornien" – wo die Sussexes seit 2020 im Exil leben. Meghan war die erste erklärte Feministin und die erste Geschiedene, der eine kirchliche Windsor-Hochzeit gestattet wurde. Doch genau diese Unterschiede sollten sich gegen sie wenden. Mayer fragt: Wie konnten so viele Menschen, die Dianas Schicksal miterlebten, erneut dem Prinzessinnenmythos verfallen?
Unterschiede im Verhalten - Meghan Markles Persönlichkeit passte nicht zu den Royals
Kalifornien prägte Meghan auf eine Weise, die eine Anpassung an die Windsors nahezu unmöglich machte. Im sonnigen Staat gelten Verhaltensweisen als völlig normal, die Briten abschätzig als "aufmerksamkeitssuchend" bezeichnen würden. Die Entertainment-Industrie dominiert dort als einer der größten Arbeitgeber. Verträge verpflichten Darsteller zur Eigenwerbung, eine starke Social-Media-Präsenz ist keine Option, sondern Karrierevoraussetzung. Meghans Blog "The Tig", ihre Markenbotschafterschaft für Ralph Lauren und ihre Pressekontakte vor der Harry-Ära werden heute routinemäßig als Beweis für grenzenlosen Ehrgeiz angeführt. Doch in Kalifornien war das schlicht professionelles Standardverhalten.
Emotionen und Gefühle stehen dort im Zentrum jeder Unterhaltung – Themen, die in britischen Salons höchstens die Teetassen zum Klirren bringen. Positivität gilt als Tugend, nicht als Naivität. Diese kulturelle DNA ließ sich nicht einfach ablegen.
Meghans Umarmungen als Kulturkollision
Die Unterschiede zeigten sich in alltäglichen Begegnungen. Meghan erinnerte sich an ein Abendessen mit William und Kate: "Sie kamen zum Essen, ich war in zerrissenen Jeans und barfuß", beschrieb sie die Szene. "Ich war ein Umarmer. Ich war schon immer ein Umarmer. Mir war nicht klar, dass das für viele Briten wirklich verstörend ist." Die künftigen Schwäger wichen vor ihrer Umarmung zurück.
Während eines offiziellen Besuchs in Südafrika offenbarte sich ein weiterer Graben. Als Journalist Tom Bradby fragte, wie sie mit dem Druck des royalen Lebens zurechtkomme, antwortete Meghan: "Danke, dass Sie fragen, denn nicht viele Menschen haben gefragt, ob es mir gut geht." In ihrer kalifornischen Heimat wäre solch eine Unterlassung undenkbar gewesen. Ihre Überzeugung, dass man nicht nur überleben, sondern "gedeihen" und "glücklich sein" müsse, erschütterte die Monarchie.
Meghan Markle und Prinz Harry sind sich zu ähnlich
Die Persönlichkeitskonstellation des Paares erwies sich als weiteres Hindernis. Mayers Recherchen, die Gespräche mit gut informierten Quellen einschlossen, zeichnen ein anderes Bild als die Theorie, Meghan habe Harry von Anfang an manipuliert. Stattdessen beschreibt sie zwei Menschen, die naiv optimistisch ihre eigene Interpretation der royalen Rolle entwickeln wollten. Beim ersten Widerstand seien sie aus dem Gleichgewicht geraten. Das Problem: Wo andere Paare sich gegenseitig mäßigen – einer zur Versöhnung neigend, der andere zur Konfrontation – teilen Harry und Meghan dieselben Reflexe. Beide reagieren ähnlich auf Druck, beide neigen zur Konfrontation. Anstatt sich auszugleichen, verstärkten sie einander. Inmitten wachsender Spannungen entwickelten die Sussexes rasch eine Belagerungsmentalität. Gute Ratschläge wurden gemeinsam mit schlechten abgewehrt.
Die Mechanismen der "Patrimonarchie"
Mayer prägt in ihrem Buch den Begriff "Patrimonarchie" für die Kräfte, die sowohl Diana als auch Meghan zum Verhängnis wurden. Bei ihren Recherchen erkannte die Autorin, dass nicht Verschwörungstheorien Diana in jene Pariser Limousine führten – sondern die Reflexe patriarchaler Systeme, die ihre Machtstrukturen und Hierarchien verteidigen.
Diese Mechanismen wirken bis heute. Das vorrangige Anliegen der königlichen Familie und ihrer Berater war es, den Weg für die nächsten beiden Könige und deren Gemahlinnen zu ebnen. In diesem Kontext erschienen die unberechenbaren, aufmerksamkeitsstarken Harry und Meghan nicht als Kronjuwelen, sondern als Risiken. Die Institution investierte daher weniger Energie in die Unterstützung der Sussexes bei der Erweiterung ihrer Rolle – und mehr in deren Eindämmung. Der "Megxit" wurde so unvermeidlich.
Wie Prinzessin Diana? Vom Kronjuwel zur Ausgestoßenen
Diana wird heute in manchen Kreisen als säkulare Heilige verehrt. Doch Mayer erinnert daran, wie sie zu Lebzeiten behandelt wurde – etwa in einer Kolumne, die am Tag vor ihrem Tod erschien und am Morgen danach in den Kiosken lag: "Es ist schade, dass Gucci keine Designer-Gesichtsreißverschlüsse herstellt", schrieb Carole Malone damals im "Sunday Mirror".
"Diana war auch keine Diana – bis sie nicht mehr für sich selbst sprechen konnte", argumentiert Mayer. In diesem Sinne gleicht Meghan tatsächlich der Diana von 1997: das Kronjuwel, das zur Ausgestoßenen wurde, der Maßstab, an dem andere royale Frauen gemessen und im Vergleich für besser befunden werden.
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