Marius Borg Høiby festgenommen: Festnahme vor Prozessbeginn - Mette-Marits Sprössling sitzt in U-Haft

Am 3. Februar soll der Prozess gegen Marius Borg Høiby wegen Vergewaltigungsvorwürfen beginnen - schon jetzt sitzt der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit nach einer Festnahme in U-Haft. Was wird dem 29-Jährigen vorgeworfen?

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Mit ihrem Erstgeborenen Marius Borg Høiby hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (re.) einigen Kummer. (Foto) Suche
Mit ihrem Erstgeborenen Marius Borg Høiby hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (re.) einigen Kummer. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Lise Aserud
  • Marius Borg Høiby wegen Vergewaltigungsvorwürfen angeklagt - Prozessbeginn am 3. Februar 2026
  • Festnahme vor geplantem Prozess - so lauten die Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby
  • 29-jähriger Skandal-Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit in 38 Punkten angeklagt

Selbst bei den Royals hat jede Familie ein schwarzes Schaf vorzuweisen - im Fall des norwegischen Königshauses hört das Sorgenkind auf den Namen Marius Borg Høiby. Noch bevor Mette-Marit den norwegischen Thronfolger Kronprinz Haakon heiratete und selbst zur Kronprinzessin Norwegens wurde, gehörte der heute 29-jährige Marius als unehelicher Sohn zur Familie. Doch die Fehltritte, die sich Marius Borg Høiby zuletzt leistete, stürzen das norwegische Königshaus immer tiefer in die Krise.

Marius Borg Høiby in U-Haft: Festnahme vor Beginn von Vergewaltigungsprozess

Das Enfant terrible der norwegischen Royals muss sich ab dem 3. Februar 2026 vor Gericht verantworten. Marius Borg Høiby wird wegen 38 Anklagepunkten der Prozess gemacht, Mette-Marits Sohn wird unter anderem Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Verstöße gegen Besuchsverbote vorgeworfen. Insbesondere die Vorwürfe der Sexualdelikte weist der Stiefsohn des norwegischen Kronprinzen zurück. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 16 Jahre Gefängnis.

Marius Borg Høiby festgenommen: Das wird dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit jetzt vorgeworfen

Wenige Stunden vor dem Beginn des Strafprozesses, der nicht nur in Norwegen die Adelswelt aufrüttelt, klickten nun die Handschellen: Bereits am Abend des 1. Februar 2026 wurde Marius Borg Høiby der Osloer Polizei zufolge festgenommen und in Gewahrsam genommen. Die neuen Vorwürfe gegen Mette-Marits Sprössling wiegen schwer: Dem Stiefsohn von Kronprinz Haakon wird Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer sowie ein Verstoß gegen ein bestehendes Kontaktverbot zur Last gelegt. Seine Anwältin bestätigte die Festnahme gegenüber der Nachrichtenagentur NTB.

Die norwegischen Behörden begründen ihren Antrag auf vierwöchige Untersuchungshaft mit der Gefahr weiterer Straftaten. Angesichts der neuen Vorwürfe sehen die Ermittler offenbar ein erhebliches Wiederholungsrisiko bei dem 29-Jährigen. Zum genauen Ort der bereits am Sonntagabend erfolgten Festnahme äußerte sich die Polizei nicht. Auch Informationen über das oder die mutmaßlichen Opfer der jüngsten Vorfälle wurden nicht bekanntgegeben. Die Behörden kündigten an, keine weiteren Einzelheiten zu veröffentlichen. Ob das Verfahren gegen Marius Borg Høiby wie vorgesehen am Dienstagmorgen beginnen kann, blieb zunächst offen.

Marius Borg Høiby muss mindestens vier Wochen in U-Haft

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss wegen weiterer Gewaltvorwürfe für mindestens vier Wochen in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am Nachmittag des 2. Februar in Oslo, wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete. Høiby soll Berichten zufolge am Wochenende ausfällig geworden sein, die Festnahme erfolgte am Sonntagabend. Zu den neuen Vorwürfen äußerte er sich zunächst nicht.

Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit vor Gericht: So lautet die Anklage

Das Verfahren gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung umfasst eine lange Liste schwerer Vorwürfe. Neben vier mutmaßlichen Vergewaltigungen wird ihm die körperliche und seelische Misshandlung mehrerer Ex-Partnerinnen vorgeworfen. Hinzu kommen Anklagen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen Kontaktverbote. Laut Staatsanwaltschaft soll Høiby vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder betrunken waren. Den Ermittlern liegen nach eigenen Angaben Videos und Fotos vor, die diese Vorwürfe stützen. Die Sexualdelikte weistHøiby zurück. Erst vor wenigen Wochen kamen sechs weitere Anklagepunkte hinzu: Darunter der Besitz von etwa 3,5 Kilogramm Marihuana sowie mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen mit dem Motorrad.

Marius Borg Høiby als Enfant terrible der Norwegen-Royals: Diese Skandale erschütterten den Palast

Die Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby wurden erstmals im August 2024 öffentlich. Damals nahm die Polizei ihn fest, nachdem er in der Wohnung seiner damaligen Freundin randaliert und die Frau körperlich angegriffen haben soll. In einer öffentlichen Stellungnahme gestand der 29-Jährige damals ein, unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain gehandelt zu haben. Er sprach von psychischen Problemen und einem länger andauernden Kampf gegen Drogensucht.

Seitdem ist die Zahl der Anschuldigungen kontinuierlich gewachsen. Die polizeilichen Ermittlungen förderten immer neue Vorwürfe zutage. Eine der mutmaßlichen Vergewaltigungen soll er sogar noch begangen haben, nachdem die Ermittlungen bereits liefen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für Høiby die Unschuldsvermutung.

Norwegisches Königshaus versinkt in handfestem Skandal wegen Kronprinz Haakons Stiefsohn

Der Skandal um Marius Borg Høiby hat die königliche Familie in eine schwierige Lage gebracht. Historiker Trond Noren Isaksen betont, dass das Königshaus in seinen 120 Jahren Bestehen noch nie eine vergleichbare Krise erlebt habe. Frühere Kontroversen hätten sich um vergleichsweise harmlose Themen wie Partnerwahl oder Palastrenovierungen gedreht – "aber nie echte Skandale mit Straftaten, und dann auch noch so vielen". Kronprinz Haakon äußerte sich wenige Tage vor dem Prozessbeginn gegen seinen Stiefsohn zu dem Fall: "Wir denken viel an die Betroffenen in dieser Affäre." Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Justiz korrekt und gerecht vorgehen werde. Die Beliebtheit der norwegischen Monarchie hat wegen Marius Borg Høiby deutlichen Schaden genommen: Laut einer aktuellen Umfrage befürworten noch 70 Prozent der Norweger das Königshaus – ein Rückgang um elf Prozentpunkte seit 2017.

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