Sarah Ferguson: Neue Enthüllungen rund um Epstein belasten Ex-Herzogin stark

Neue Epstein-Dokumente bringen eine "Herzogin aus England" in Erklärungsnot. Anonyme Aussagen belasten Sarah Ferguson schwer. Die Vorwürfe werfen erneut Fragen zu Fergies Rolle auf.

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Sarah Ferguson: Schweigen zu Epstein-Dokumenten heizt Debatte weiter an. (Foto) Suche
Sarah Ferguson: Schweigen zu Epstein-Dokumenten heizt Debatte weiter an. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Doug Peters
  • US-Akten berichten von Einschüchterung des Epstein-Personals
  • Hinweise deuten auf Sarah Ferguson als "Herzogin aus England"
  • Enge Verbindungen zum Epstein-Umfeld rücken erneut in den Fokus

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Der Name von Sarah Ferguson taucht zwar nicht ausdrücklich auf, dennoch sorgen neue Details aus US-Dokumenten zum Fall Jeffrey Epstein erneut für massive Diskussionen rund um die britische Ex-Herzogin. In den Akten ist von einer "Herzogin aus England" die Rede, die während Aufenthalten in Epsteins Anwesen eine besondere Rolle gespielt haben soll.

Personal soll von Sarah Ferguson eingeschüchtert worden sein

Laut Aussagen eines ehemaligen Epstein-Mitarbeiters existierte ein internes Handbuch, das dem Hauspersonal klare Verhaltensregeln vorgab. Dieses Dokument sei ihm erstmals begegnet, als eine namentlich nicht genannte Herzogin mit angeblichen Verbindungen zum britischen Königshaus zu Gast gewesen sei. Demnach habe sie darauf bestanden, dass Angestellte Vorgänge in den Luxusimmobilien in den USA und der Karibik weder beobachten noch kommentieren.

Epstein-Anwesen im Fokus der Ermittler

Die betroffenen Immobilien befanden sich unter anderem in New York, Florida und auf der Karibikinsel Little Saint James. Dort soll Epstein gemeinsam mit seiner später verurteilten Komplizin Ghislaine Maxwell über Jahre hinweg junge Frauen, teils minderjährig, missbraucht und Dritten zugeführt haben.

Warum viele auf Sarah Ferguson schließen

Auch wenn ihr Name in den Akten fehlt, gilt es laut "Bild" als wahrscheinlich, dass sich die Aussagen auf Sarah Ferguson beziehen. Der britische Autor Andrew Lownie erklärt in Interviews, dass die frühere Herzogin über einen langen Zeitraum engen Kontakt zu Epstein gepflegt habe. In dessen Adressbuch sei sie sogar häufiger verzeichnet gewesen als ihr Ex-Mann Andrew Mountbatten Windsor. Aussagen, sie habe den Kontakt frühzeitig abgebrochen, stellt Lownie infrage. Die These, Ferguson habe lediglich den Luxus genossen, ohne von den Hintergründen zu wissen, weist der Autor klar zurück. Besonders heikel erscheint der Zeitpunkt der mutmaßlichen Besuche. Zur selben Zeit lebten ihre Töchter Beatrice und Eugenie noch im Teenageralter bei ihr.

Auffällige Abwesenheit von Beweisfotos

Ein Punkt unterscheidet Sarah Ferguson bislang von anderen Figuren im Epstein-Komplex. Öffentliche Fotos, die sie gemeinsam mit Epstein, Maxwell oder mutmaßlichen Opfern zeigen, existieren bislang nicht. Insider werten dies als strategische Vorsicht. An den Vorwürfen selbst ändert das jedoch nichts. Während die Aktenlage weiter wächst, hält sich die Ex-Herzogin von York aber weiterhin bedeckt. Ihr Schweigen verhindert jedoch nicht, dass neue Aussagen und Interpretationen an die Öffentlichkeit gelangen. Der Skandal um Jeffrey Epstein wirft damit erneut lange Schatten bis nach Großbritannien.

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