Donald Trump: "Er leidet enorm!" Psychiaterin äußert sich besorgt über Trumps Zustand

Donald Trump hat bei den Midterms eine schwere Niederlage erlitten und könnte nun im Iran-Krieg nachlegen. Die Psychiaterin Bandy Lee warnt vor einer gefährlichen Mischung aus Machtverlust, militärischer Eskalation und Trumps psychischem Zustand. Ihre Einschätzung fällt drastisch aus.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump außer Kontrolle? Psychiaterin äußert beunruhigende Einschätzung. (Foto) Suche
Donald Trump außer Kontrolle? Psychiaterin äußert beunruhigende Einschätzung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Psychiaterin Bandy Lee warnt vor einer Eskalation im Iran-Krieg
  • US-Senator Chris Murphy bezeichnet mögliche Angriffspläne als "wahnsinnig"
  • Lee sieht Trumps psychischen Zustand und Hegseths Haltung als zusätzliche Risiken

Die renommierte Psychiaterin Dr. Bandy Lee warnt eindringlich vor einer militärischen Eskalation der USA gegen den Iran. In einem ausführlichen Interview mit "Five Minute News" bezeichnete die Expertin die aktuelle Lage rund um die US-Zwischenwahlen als beispiellos bedrohlich. "Dies ist vielleicht die gefährlichste Phase der amerikanischen Geschichte, denn gefährliche Individuen werden kurz vor ihrem Niedergang am gefährlichsten", erklärte Lee. Die Expertin warnt vor einer Kombination aus Trumps sich verschlechterndem psychischen Zustand, seiner Faszination für Nuklearwaffen und einem Militärapparat, der zunehmend außer Kontrolle gerate.

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Donald Trump kündigte Zurückhaltung nur bis zu den Midterms an

Laut Lee ist eine Aussage des US-Präsidenten besonders alarmierend: Trump habe erklärt, er werde sich nur bis zu den Zwischenwahlen zurückhalten. Danach sei er bereit, "seinen Zorn auf den Iran loszulassen". Die USA hätten den Krieg gegen den Iran bereits verloren, doch Trump könne das nicht akzeptieren. "Sein Denken geht einfach zu immer größeren Bomben", so die Psychiaterin. Die militärische Lage untermauert diese Befürchtungen. Das US-Zentralkommando bestätigte vergangene Woche die Entsendung eines dritten Flugzeugträgers in den Nahen Osten. Senator Chris Murphy, der über die Pläne für die Zeit nach den Midterms gebrieft wurde, bezeichnete diese als "wahnsinnig" und warnte vor einer "verheerenden Eskalation".

Trumps gefährliche Anziehungskraft auf Nuklearwaffen

Die Psychiaterin warnt eindringlich vor einem möglichen Einsatz von Atomwaffen durch die Trump-Regierung. Dem US-Präsidenten fehle sowohl das Verständnis als auch die Fähigkeit, die Folgen eines nuklearen Konflikts zu begreifen, so Lee. "Er ist unglaublich angezogen von der Aussicht, sie einzusetzen. Wir befinden uns also in einer äußerst bedrohlichen Lage."

Als ein Reporter den Präsidenten in dieser Woche direkt fragte, ob er Atomwaffen gegen den Iran einsetzen würde, reagierte Trump laut dem Interview mit sofortiger Kritik an dem Journalisten und wies die Frage als dumm zurück. Zwar verneinte er einen solchen Einsatz, doch nach Einschätzung von Moderator Anthony Davis wolle Trump bewusst Ungewissheit darüber aufrechterhalten, wozu er bereit sei. Selbst engste Vertraute wüssten nicht, was er plane.

Ein Militär ohne die besten Köpfe

Lee zeichnet das Bild eines US-Militärapparats, der sich jeder Kontrolle entzieht. Die fähigsten militärischen Führungskräfte seien systematisch beseitigt worden – "entweder durch Entlassungen oder Rücktritte", so die Psychiaterin. Übrig geblieben sei eine Streitkraft, die dem US-Präsidenten bedingungslos gehorche. Moderator Anthony Davis verwies im Interview darauf, dass erst kürzlich ein weiterer hochrangiger General entlassen wurde, der sich offenbar geweigert hatte, Anweisungen von Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth zu befolgen. Die Situation gleiche einem "auf der Weltbühne außer Kontrolle geratenen Präsidenten und US-Militär".

Lee zog einen historischen Vergleich: Anders als in der Nixon-Ära, als Verteidigungsminister James Schlesinger Anweisungen gab, nukleare Befehle nicht ohne Weiteres auszuführen, existiere heute kein solches Sicherheitsnetz mehr. Ohne äußere Begrenzungen gebe es bei Trumps Psychologie keinerlei Grenzen.

Hegseths apokalyptische Weltsicht an der Spitze des Pentagons

Besondere Sorge bereitet der Psychiaterin die Rolle von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Dieser habe öffentlich die Überzeugung geäußert, die Welt müsse zunächst massive Zerstörung durchlaufen, um anschließend erneuert werden zu können. Lee beschrieb diese Haltung als eine "von Armageddon angezogene Denkweise" an der Spitze des amerikanischen Militärs.

Mit einem solchen Mann als oberstem Verantwortlichen für die Streitkräfte verschärfe sich die ohnehin kritische Lage dramatisch, warnte die Gewaltexpertin. Die Kombination aus einem Präsidenten, der Krieg lediglich als Abfolge immer größerer Bomben begreife, und einem Verteidigungsminister mit apokalyptischer Grundhaltung schaffe eine beispiellose Gefahrenlage. "Wir befinden uns in der vielleicht bedrohlichsten und gefährlichsten Situation, in der wir jemals waren", fasste Lee die Konstellation zusammen.

Ein US-Präsident, der "enorm leidet"

Auch Trumps psychischer Zustand verschlechtert sich nach Einschätzung der Psychiaterin zusehends. Der US-Präsident leide derzeit massiv, so Lee. Manche Beobachter sprächen bereits von einer Form des Missbrauchs älterer Menschen, da eine ganze Partei und die MAGA-Bewegung weiterhin darauf bestünden, dass er gesund sei, obwohl die Öffentlichkeit ihn bei Kabinettssitzungen einschlafen und bei Kundgebungen geistig abdriften sehe.

Lee verwies zudem auf Trumps zunehmend konkretes Denken als Indikator für den Grad seiner mentalen Beeinträchtigung. Besonders beunruhigend sei seine Unfähigkeit, Grenzen zu erkennen. "Wenn er das Gefühl hat, dass er kurz vor dem Fall steht, wird er nicht zögern, die ganze Welt mit sich zu reißen", warnte die Psychiaterin. Solange keine Begrenzungen von außen kämen, werde es keinerlei Schranken geben.

Gefährlichste Phase kurz vor dem Niedergang

Dr. Lee betonte wiederholt, dass die kommenden Tage und Wochen nach den Midterms besonders kritisch seien. Ihr zentrales Argument: Autoritäre Persönlichkeiten erreichen den Höhepunkt ihrer Gefährlichkeit unmittelbar bevor sie an Macht verlieren. Genau deshalb sei es so riskant, faschistische Regime immer weiter Macht anhäufen zu lassen. Der US-Präsident betrachte Krieg lediglich als Einsatz einer jeweils noch größeren Bombe. Eine Denkweise, die in Kombination mit möglichen Wahlniederlagen zur Eskalation führen könne. "Deshalb ist es so gefährlich, und wir dürfen das Ausmaß der Bedrohung nicht unterschätzen", mahnte Lee. Die Expertin appellierte an die amerikanische Öffentlichkeit, in großer Zahl wählen zu gehen und ihren demokratischen Willen unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen.

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