Noch weniger Netto vom Brutto: So viel fressen Sozialabgaben bald von ihrem Lohn auf
Erneut steigen die Sozialbeiträge für deutsche Arbeitnehmer. Bereits heute liegt ihr Anteil bei durchschnittlich 42,8 Prozent des Lohns. Eine Studie zeigt: Zukünftig könnte er auf erschreckende 48,8 Prozent steigen.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Die Sozialabgaben könnten bis 2035 erneut deutlich steigen
- Insgesamt liegt der Anteil schon heute bei 42,8 Prozent
- In wenigen Jahren könnten die Abgaben auf fast 50 Prozent anwachsen
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Deutsche Arbeitnehmer müssen stark sein: Die Sozialabgaben werden Prognosen zufolge weiterhin steigen. In Zukunft könnte die aktuelle Belastung von 42,8 Prozent des Lohns durch steigende Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auf 48,8 Prozent anwachsen. Damit würde fast die Hälfte des Brutto-Lohns für die Sozialabgaben draufgehen. Auch Reformen können die Entwicklung kaum aufhalten.
Drei Szenarien: Stillstand, Reformen und Kapitalrente
Je nach möglichem Szenario steigt die Gesamtbelastung bis 2035 voraussichtlich auf 47,5 bis 49,3 Prozent - fast genau die Hälfte des Lohns also. Auch ohne Reform könnten die steigenden Abgaben Arbeitnehmer teuer zu stehen kommen, wie eine aktuelle Studie des IGES Instituts zeigt. Was das für Ihren Netto-Lohn bedeutet, zeigt der neue News.de-Rechner: Anhand weniger Angaben können Sie errechnen, wie viel Ihnen 2035 monatlich vom Gehalt überbleibt. Dafür werden drei verschiedene Szenarien angezeigt:
- Szenario 1 (keine Reformen): Sollten keine weiteren Reformen kommen, bleibt es bei der heutigen Gesetzeslage. Das würde bedeuten, dass die Beiträge bis 2035 auf 48,8 Prozent ansteigen. Dabei steigen die Beiträge für Rente (18,6 auf 20,9 Prozent), Arbeitslosenversicherung (2,6 auf 4,4 Prozent) und Kranken- und Pflegeversicherung (künftig 18,8 bzw. 4,8 Prozent) stark an.
- Szenario 2 (Reformen kommen): Sollten die geplanten Reformen kommen, aber eine Kapitalrente nicht, wird der Anstieg zumindest leicht gebremst. 2035 würden die Sozialbeiträge dann bei 47,5 statt 48,8 Prozent liegen. Besonders die Pflegeversicherung fiele günstiger aus.
- Szenario 3 (Reformen und Kapitalrente): Kommen sowohl die Reformen als auch die Kapitalrente, steigt der Rentenbeitrag etwas stärker. Für die gesamte Sozialabgabenbelastung würde dies einen Anstieg auf 49,3 Prozent bedeuten - 0,5 Punkte mehr als ohne Reformen.
Der News.de-Rechner zeigt, wie viel von Ihrem Lohn überbleibt
Wie Ihr Lohn sich in Zukunft in allen drei Szenarien entwickeln könnte, können Sie mit dem News.de-Rechner herausfinden.
So funktioniert unser Lohn-Rechner
Wie viel Geld bleibt Ihnen künftig von Ihrem Gehalt? Unser Rechner zeigt, wie sich steigende Sozialversicherungsbeiträge bis 2035 auf Ihr Einkommen auswirken könnten. Grundlage sind die Prognosen des IGES-Instituts.
Geben Sie Ihr aktuelles Brutto- und Nettogehalt ein und legen Sie eine mögliche jährliche Gehaltssteigerung fest. Der Rechner vergleicht die drei Szenarien - keine Reform, Reform, Reform mit Kapitalrente - und zeigt die zusätzliche monatliche und jährliche Beitragsbelastung.
Wichtig: Die Beitragssätze umfassen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile. Der Rechner nimmt vereinfachend an, dass Arbeitnehmer die Hälfte der Erhöhung tragen. Individuelle Beitragssätze, Beitragsbemessungsgrenzen und steuerliche Auswirkungen bleiben unberücksichtigt. Die Ergebnisse dienen daher lediglich als Orientierung und sind keine exakte Nettolohnprognose.
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sfx/news.de
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