Nach Tod von Hubert Aiwanger: Das ist über Aiwangers letzte Stunden bekannt – Hotelgast spricht über Ereignisse
Nach dem Tod von Hubert Aiwanger herrscht Fassungslosigkeit. Der Freie-Wähler-Chef wurde leblos in einem Hotelzimmer gefunden. Nun gibt es erste Erkenntnisse zur Todesursache. Außerdem spricht sein Zimmernachbar über die Ereignisse im Hotel.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Hubert Aiwanger wurde am 4. November 2026 tot in einem Berliner Hotelzimmer gefunden
- Vorläufige Obduktion ergab keine Hinweise auf Fremdverschulden; weitere Untersuchungen stehen aus
- Gast aus dem Nachbarzimmer schilderten die Ereignisse rund um Aiwangers letzte Stunden
Der Schock über den plötzlichen Tod von Hubert Aiwanger sitzt noch immer tief: Der bayerische Vizeministerpräsident wurde am Mittwochabend leblos in der Suite "Christof" des Berliner Hotels "Neuer Fritz" nahe dem Bahnhof Friedrichstraße aufgefunden. Parteifreunde hatten zuvor vergeblich an seine Tür geklopft und keinerlei Reaktion erhalten, woraufhin Hotelmitarbeiter das Zimmer öffneten. Die am Donnerstag durchgeführte Obduktion lieferte erste Anhaltspunkte für die Todesursache. "Die Obduktion hat Hinweise gegeben darauf, dass letztlich ein natürlicher Tod vorliegt", erklärte Michael Petzold, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Anzeichen für ein Fremdverschulden gibt es demnach nicht. Allerdings stehen weitere rechtsmedizinische Untersuchungen noch aus. Der bayerische Wirtschaftsminister wies laut "Bild" keine äußerlichen Verletzungen auf. Ein Pfarrer sowie ein Notfallseelsorger waren am Mittwochabend ebenfalls vor Ort.
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Hubert Aiwanger plötzlich und unerwartet gestorben: Parteifreund rechnete nur mit einer Erkältung
Aiwanger hatte sich am Mittwoch in Berlin aufgehalten, um unter anderem bei der Eröffnung eines neuen Hauptstadtbüros der Freien Wähler zu sprechen. Doch der Politiker sagte seine Auftritte kurzfristig ab – er fühlte sich gesundheitlich nicht gut. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring, der ebenfalls in der Hauptstadt weilte, hatte eigentlich ein gemeinsames Abendessen mit Aiwanger geplant. Stattdessen wurde er gebeten, am Nachmittag für seinen Parteikollegen einzuspringen. "Ich wünschte ihm eine gute Besserung und ging quasi von einem Schnupfen aus", schrieb Mehring anschließend auf LinkedIn. Doch nach der Terminabsage war der 55-Jährige für niemanden mehr erreichbar. Am frühen Abend machten sich besorgte Parteifreunde auf den Weg zu seiner Suite im ersten Stock und klopften an die Tür – ohne jede Antwort zu bekommen.
Schauspieler aus Nachbarzimmer bemerkte nichts vom Drama
Nur wenige Meter von Aiwangers Suite entfernt übernachtete der Schauspieler Patrick Sass (39), bekannt aus der HBO-Serie "House of the Dragon". Er bewohnte ein Zimmer auf derselben Etage des Hotels "Neuer Fritz". Als die Polizei am Mittwochabend eintraf, verließ Sass gerade das Gebäude. Vor dem Hotel fielen ihm sofort zwei zivile Einsatzfahrzeuge auf – der frühere Geheimdienstmitarbeiter erkannte sie auf Anhieb. "Ich dachte, die machen da eine Kontrolle", schilderte er gegenüber "Bild". Rund eine Stunde verbrachte Sass anschließend in einem Restaurant. Bei seiner Rückkehr hatte sich die Lage komplett verändert: Medienvertreter und ein Polizeibus standen vor dem Eingang, Beamte sicherten beide Zugänge des Hotels. "Auf dem Flur im ersten Stock war alles voll mit Polizei", berichtete der 39-Jährige. Dass Aiwanger in der Nachbarsuite gestorben war, erfuhr er erst im Laufe der Nacht.
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Mordkommission ermittelt nach Tod von Aiwanger
Unmittelbar nach dem Fund des leblosen Politikers leitete die Berliner Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren ein. Mitarbeiter der Spurensicherung durchsuchten das Hotel, zudem wurde die Gerichtsmedizin hinzugezogen. Wegen der politischen Tragweite übernahm die 6. Mordkommission des Berliner Landeskriminalamts die Untersuchungen. Ziel sei es, ein mögliches Fremdverschulden vollständig auszuschließen. Zur genauen Auffindesituation äußerten sich die Behörden bislang nicht. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft verwies am Mittwochabend auf ermittlungstaktische Gründe. Aiwanger war bei seinem Berlin-Aufenthalt von Beamten des bayerischen Landeskriminalamts begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher in München bestätigte. Zur Frage, wer den Minister letztlich auffand, konnte er jedoch keine Angaben machen. Die endgültigen Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung stehen weiterhin aus.
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bua/news.de/dpa/stg
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