Donald Trump: US-Präsident wütet wegen Sonnenuntergang - die Häme holt ihn sofort ein

Einen Tag nach der verheerenden Wahlniederlage seiner Partei hat Donald Trump auf Truth Social eine wütende Tirade losgelassen - nicht etwa über die verlorenen Sitze im Kongress, sondern über den frühen Sonnenuntergang.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump ist kein Freund der Zeitumstellung. (Foto) Suche
Donald Trump ist kein Freund der Zeitumstellung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump will nichts von den Zwischenwahlen wissen
  • Donald Trump wettert seit Monaten wegen Ende der Sommerzeit
  • Donald Trump tobt im Netz: "Ist das nicht lächerlich?"
  • US-Präsident verspottet nach Sonnenuntergangs-Spruch

Während die Republikaner nach ihrer verheerenden Niederlage bei den US-Zwischenwahlen die Scherben zusammenkehren, hat Donald Trump offenbar ein ganz anderes Problem: Es wird ihm zu früh dunkel. Der US-Präsident, der am Wahlabend noch bei Fox News am Telefon tobte, nutzte seinen Truth-Social-Kanal für eine wütende Tirade gegen das Ende der Sommerzeit.

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Donald Trump will nichts von den Zwischenwahlen wissen

Statt die Wahlschlappe aufzuarbeiten oder sich mit den steigenden Lebenshaltungskosten und dem Iran-Konflikt zu befassen, hatte sich Donald Trump zuvor bereits mit der Einweihung seines Ballsaal-Projekts in Washington beschäftigt und dabei mit einem eigenwilligen Abgang irritiert. Anschließend wandte er sich einem seiner Lieblingsthemen zu: dem gescheiterten Versuch, die Sommerzeit dauerhaft einzuführen.

Donald Trump wettert seit Monaten wegen Ende der Sommerzeit

Hinter Trumps Frustration steckt ein monatelanger Kampf um den sogenannten Sunshine Protection Act, der die Sommerzeit ganzjährig festschreiben soll. Das Repräsentantenhaus hatte das Gesetz im Juli mit deutlicher überparteilicher Mehrheit von 308 zu 117 Stimmen verabschiedet. Im Senat jedoch liegt der Entwurf seitdem auf Eis.

Als Hauptblockierer hatte Trump den republikanischen Senator Tom Cotton aus Arkansas ausgemacht – und im Oktober zu drastischen Mitteln gegriffen: Er veröffentlichte Cottons private Handynummer vor seinen 13 Millionen Followern auf Truth Social. In einem 315 Wörter langen Wutpost forderte er seine Anhänger auf: "Ruft Tom auf seinem Handy an. Sagt Tom, er soll ES ERLEDIGEN!"

Cotton, der bei den Zwischenwahlen wiedergewählt wurde, hatte sich stets gegen die dauerhafte Sommerzeit ausgesprochen. Der Winter werde dadurch für Millionen Amerikaner nur "dunkel und trostlos", so seine Begründung.

Donald Trump tobt im Netz: "Ist das nicht lächerlich?"

In seinem jüngsten Post ließ Trump keinen Zweifel daran, wie persönlich ihn das Thema trifft. "Es ist so früh so dunkel draußen", klagte er und lieferte präzise Daten mit: Der Sonnenuntergang sei um 17:06 Uhr gewesen, um 17:31 Uhr war es bereits stockfinster. "Ist das nicht lächerlich?", fragte er rhetorisch. Noch vor wenigen Tagen sei es um dieselbe Uhrzeit "schön und sonnig" gewesen.

  • Besonders das Umstellen der Uhren nach dem Ende der Sommerzeit am vergangenen Sonntag (in den USA) ärgerte den Präsidenten: "Alle rennen herum und stellen überall ihre Uhren um."

Cotton erwähnte Trump diesmal nicht namentlich, deutete aber an, das Thema habe auch eine wahlpolitische Dimension gehabt. Er habe vor der Wahl keinen großen Wirbel machen wollen, damit "bestimmte Senatoren ihr Rennen nicht haushoch verlieren".

US-Präsident verspottet nach Sonnenuntergangs-Spruch

In den sozialen Medien erntete Trump für seinen Sommerzeit-Post vor allem eines: beißenden Spott. Auf X griffen Nutzer das Thema Dunkelheit auf und drehten es gegen den US-Präsidenten.

  • "Ziemlich ironisch, wo er doch gerade selbst am Sundownen ist", kommentierte ein Nutzer - eine Anspielung auf den englischen Begriff für den geistigen Abbau.
  • Ein anderer brachte es noch knapper auf den Punkt: "Er geht unter."
  • Trumps Klage über das lästige Uhrenumstellen inspirierte ebenfalls zur Häme: "Mikrowelle und Backofen - dauert insgesamt 20 Sekunden", konterte ein Nutzer trocken.
  • Ein weiterer spottete, der Präsident wisse mit seinem "großen MIT-Gehirn" offenbar nicht, wie man eine Digitaluhr umstellt.
  • Andere sahen in dem Post ein Zeichen dafür, dass sich Trump innerlich bereits von seinen Amtsgeschäften verabschiedet habe: Er sehe aus, als würde er "seinen Garten bestellen", wurde gespottet.

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