Streit über Ausschreitungen: Dobrindt bekräftigt Aussagen zu migrantischen "Chaoten"

Die Debatte über die Krawalle vom Wochenende hat den Bundestag erreicht. Trotz Kritik aus der Opposition hält der Innenminister an seinen umstrittenen Aussagen zu den Tätergruppen fest.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

In einer Bundestagsdebatte zu den Straßenkrawallen vom Wochenende hat Innenminister Alexander Dobrindt seine umstrittenen Aussagen zu den Tätergruppen bekräftigt. "Da waren gewaltbereite Linksextremisten und da waren Chaoten aus einem migrantischen Milieu unterwegs", betonte der CSU-Politiker bei einer Aktuellen Stunde.

Grüne und Linke kritisierten die Worte des Ministers, während die Sozialdemokraten den Koalitionspartner verteidigten: "Das Problem können wir nur lösen, wenn wir es auch benennen", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler. Sein Parteikollege Helge Lindh warnte allerdings auch davor, in ein "Fahrwasser der Stigmatisierung" zu geraten.

Die AfD sieht Deutschland am "Abgrund"

Am Wochenende hatten Zehntausende junge Menschen meist friedlich demonstriert. Anschließend kam es aber zu teils schweren Krawallen. In Frankfurt am Main flogen Steine und Brandflaschen, Randalierer zerstörten Schaufenster, es gab Plünderungen. Mehr als 100 Polizisten wurden verletzt. Auch in Köln, Hamburg und Berlin gab es Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann, sieht Deutschland deshalb an einem "Abgrund": Eine extreme Linke verbünde sich gerade mit radikalen Migranten, die die "westliche abendländische Gesellschaft ablehnen". Lamya Kaddor von den Grünen verwies hingegen beispielhaft auf die Bevölkerungsstruktur in Frankfurt: "Wenn mehr als jeder Zweite in Frankfurt einen Migrationshintergrund hat, dann ist es doch keine Überraschung, dass auch unter Tatverdächtigen viele Menschen mit einer Migrationsgeschichte sind."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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