TV-News: Streik bei öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien

Wiederholungen statt aktueller Sendungen, Nachrichtensprecher in Schwarz: Tschechiens öffentlich-rechtliche Medien streiken. Warum Beschäftigte um die Unabhängigkeit der Sender fürchten.

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Mit einem Streik haben Beschäftigte der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender in Tschechien gegen die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren protestiert. Zahlreiche aktuelle Sendungen fielen am Dienstag aus und wurden durch Wiederholungen ersetzt. Die Nachrichtensprecher trugen schwarze Anzüge und verlasen eine Streikerklärung.

Zu der eintägigen Aktion hatten eine Mitarbeiterinitiative und die Gewerkschaften aufgerufen. Sie fürchten nach eigenen Angaben um die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von politischer Einflussnahme. "Wir sind entschlossen, beide Institutionen zu verteidigen und ihr Grundprinzip zu erhalten, nämlich dass sie für euch alle da sind - nicht für die Politiker", hieß es in einer Erklärung.

Weniger Mittel geplant

Die rechtspopulistische Regierung unter dem Milliardär Andrej Babis will die Sender künftig nicht mehr über Gebühren, sondern direkt aus dem Staatshaushalt finanzieren. Ein entsprechender Gesetzentwurf passierte die erste Lesung im Abgeordnetenhaus des EU-Mitgliedstaats. Vorgesehen sind Kürzungen der Mittel um mehr als 15 Prozent. Die ANO-Partei von Babis regiert seit Dezember in einer Koalition mit zwei Kleinparteien am rechten Rand, der Autofahrerpartei Motoristen und der Gruppierung Freiheit und direkte Demokratie.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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