Berlin: Pantisano: Berliner wollen Bürgermeisterin Elif Eralp
In der SPD regt sich prominenter Widerstand gegen Rot-Grün-Rot in Berlin. Linken-Chef Pantisano spricht von einem klaren Wunsch der Wähler.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Linke-Chef Luigi Pantisano hat vor dem Hintergrund anhaltender Kritik an den Koalitionsverhandlungen in Berlin auf den Wählerwillen verwiesen. Berlinerinnen und Berliner "wünschen sich eine Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp, sie wünschen sich ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken", sagte er bei einer Pressekonferenz.
Am Vormittag haben sechs Wochen nach der Wahl zum Berliner Landesparlament Koalitionsverhandlungen zwischen Linken, Grünen und SPD begonnen. Ein rot-grün-rotes Bündnis unter Führung der Linkspartei rückt damit näher. Allerdings sind mit dieser Aussicht nicht alle glücklich. In der SPD wird der Protest gegen eine Regierungsbeteiligung der Linke in Berlin lauter. Einen entsprechenden Aufruf mit dem Titel "Nicht um jeden Preis" haben bundesweit inzwischen rund 1.175 SPD-Mitglieder unterschrieben. Darunter sind auch prominente Sozialdemokraten wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.
Pantisano kommentierte mit Blick auf den Berliner SPD-Landeschef: "Ich wünsche eher Herrn Steffen Krach viel Kraft und weiterhin Mut, den Weg zu gehen, dem Ansinnen der Berlinerinnen und Berliner auch zu folgen." Er finde, "Bundesparteien und auch Mitglieder in anderen Regionen sollten Respekt haben vor Entscheidungen, die auch nach einer Wahl getroffen werden, die Berlinerinnen und Berliner letztlich getroffen haben und nicht ein Herr Pistorius".
Bundesweite Kritik an Rot-Grün-Rot in Berlin
Erschwert wurden die bisherigen Gespräche der drei Parteien durch Diskussionen über das richtige Vorgehen gegen Antisemitismus. Anlass waren mehrere Vorfälle in den Reihen der Linken. Nicht zuletzt deswegen hat die Ankündigung der Koalitionsverhandlungen bundesweit Kritik provoziert. Aber auch innerhalb der Parteien gab es Diskussionen.
Bei einem Parteitag der Linken stimmte am Samstag allerdings eine breite Mehrheit für Koalitionsverhandlungen. Grüne und SPD hatten schon vor zwei Wochen zugestimmt. Wie lange die Verhandlungen dauern, ist nicht absehbar - und ein Scheitern jederzeit möglich.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Friedrich Merz: Merz: KI muss sich an menschlichen Werten orientieren
- Demonstration: NRW-Innenminister droht bei neuer Gewalt mit Demo-Verbot
- Kriminalität: Jugendliche wegen möglicher Anschlagpläne in Verdacht
- Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Luftabwehr kann es nicht verhindern - Drohnenangriff trifft Öl-Anlage
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.