Boris Pistorius: Milliarden-Fiasko droht - neue Bundeswehr-Hubschrauber vorerst nicht kampffähig
Ein Prestigeprojekt von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius könnte aktuellen Berichten zufolge zu einem finanziellen Fiasko werden. Denn neue Kampfhubschrauber für die Bundeswehr sollen zunächst nicht schießen können.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Bericht über Schwierigkeiten bei der Anschaffung neuer Kampfhubschrauber für die Bundeswehr
- Umgerüstete Modelle des Airbus-Helikopters vom Typ H145 sollen zunächst nur fliegen, aber nicht schießen können
- Bundesrechnungshof empfiehlt Verteidigungsminister Boris Pistorius, die Bestellung weiterer Hubschrauber zunächst auf Eis zu legen
Auf Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (66, SPD) kommen offenbar große Probleme zu.Das Kampfhubschrauber-Projekt der Bundeswehr entwickelt sich aktuellen Berichten zufolge zum milliardenschweren Fiasko.
Boris Pistorius droht Debakel mit Kampfhubschrauber-Projekt für die Bundeswehr
Wie der "Spiegel" unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofs schreibt, gibt es bei der Beschaffung der Airbus-Helikopter vom Typ H145 massive Schwierigkeiten: Die Maschinen werden nicht rechtzeitig geliefert – und sind zunächst nicht kampffähig.
Rund 2,5 Milliarden Euro soll der Hersteller Airbus laut "Bild" für die Militärvarianten des H145 erhalten, die eigentlich bis Ende 2028 ausgeliefert werden sollten. Stattdessen bekommt die Truppe vorerst Hubschrauber in "vorläufiger Konfiguration", die weder mit Bordkanone noch mit Panzerabwehrraketen schießen können. Tauglich sind sie laut Rechnungshof lediglich für Übungszwecke. Die Prüfer sehen das Vorhaben deshalb "auf einem kritischen Pfad" und werfen dem Verteidigungsministerium vor, den Aufwand für die Umrüstung eines zivilen Hubschraubers zum Kampfgerät massiv unterschätzt zu haben.
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Sie können nicht schießen: Technische Probleme bei neuen Hubschraubern
Die 20-Millimeter-Geschosse für die Bordkanone sollen bislang nicht einmal getestet worden sein. Der Grund ist brisant – das Anzündhütchen für die Munition weise eine elektrostatische Empfindlichkeit auf, weshalb sie nicht als sicher gilt. Wann der Hersteller dieses Problem in den Griff bekommt, bleibt unklar.
Nicht besser sieht es laut dem Bericht bei den Panzerabwehrraketen aus: Erste Schussversuche im Mai 2025 mussten wegen Steuerungsproblemen abgebrochen werden. Trotz dieser gescheiterten Tests plant das Verteidigungsministerium, Lenkflugkörper im Wert von 384 Millionen Euro zu bestellen – noch bevor deren Einsatztauglichkeit überhaupt nachgewiesen ist. Der Rechnungshof warnt ausdrücklich davor, dass der Lenkflugkörper "die Einsatzprüfung nicht besteht" und für die "Bundeswehr im Einsatz nicht nutzbar" sein könnte.
Zum Hintergrund: Deutschland hat der Nato zugesagt, bis 2029 zwölf und bis 2032 insgesamt 72 einsatzbereite Kampfhubschrauber bereitzustellen. Angesichts der technischen Baustellen steht die Einhaltung dieser Zusagen ernsthaft infrage. Die Rechnungsprüfer empfehlen daher, das gesamte Projekt auf den Prüfstand zu stellen und die Bestellung von 20 weiteren Helikoptern vorerst auf Eis zu legen.
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gom/bua/news.de/stg
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