Berlin: Berliner Linke-Chefin weist Antisemitismusvorwürfe zurück
Das Existenzrecht Israels und Solidarität mit den Palästinensern: Für Berlins Linke-Vorsitzende Kerstin Wolter ist das kein Widerspruch. Wo sie aber eine klare Grenze zieht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Berliner Linke-Landesvorsitzende Kerstin Wolter hat Vorwürfen des Antisemitismus und überzogener Israel-Kritik gegen ihre Partei zurückgewiesen. "Weil wir als Linke den Genozid in Gaza verurteilen, wird uns vorgeworfen, dass wir Antisemiten sind. Aber gegen Völkerrechtsverbrechen einzustehen, ist kein Verbrechen", sagte sie auf einem Landesparteitag in Berlin-Lichtenberg. "Es wäre ein Verbrechen, es nicht zu tun."
Allerdings dürfe die deutsche Geschichte nicht vergessen werden. "Für eine Linke in Berlin heißt das, dass wir eine besondere Verantwortung für den Schutz jüdischen Lebens tragen", so Wolter. "Wir sind die Linke in der Stadt, in der die Schoah geplant und von der aus sie exerziert wurde."
Das Existenzrecht Israels leite sich aus diesem Grauen ab, denn Israel sei Schutzraum für Jüdinnen und Juden. "Es ist kein Widerspruch, für dieses Existenzrecht einzustehen und zugleich für das Recht der Palästinenserinnen und Palästinenser auf einen eigenen Staat zu streiten", so Wolter.
Wer indes als "Trittbrettfahrer der Palästina-Solidaritätsbewegung" Gewalt und Terror gegen Zivilisten legitimiere, sei aus der Bewegung für Frieden und gleiche Rechte auszuschließen. "Wo das von unserer Seite nicht passiert, werden wir Fehler aufarbeiten, denn unser Einsatz basiert auf Menschen- und auf Völkerrecht, und wer dieses Recht mit Füßen tritt, hat in einer Friedensbewegung nichts zu suchen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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