Donald Trump: Trump zieht die Reißleine – plötzlich sagt er Auftritte ab

Leere Ränge, unliebsame Zwischenrufe und nervende Reporterfragen: Jetzt zieht Donald Trump die Reißleine. Der US-Präsident sagt mit einem Mal sein persönliches Erscheinen bei Wahlkampfauftritten ab.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump sagt nach anhaltenden Störungen seine Teilnahme an Veranstaltungen ab. (Foto) Suche
Donald Trump sagt nach anhaltenden Störungen seine Teilnahme an Veranstaltungen ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump zieht die Reißleine und sagt Auftritt in Kansas ab
  • Donald Trump kämpft mit leeren Rängen und Zwischenrufen
  • Donald Trump könnte Wahldebakel drohen

Nur wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen am 3. November vollzieht Donald Trump eine bemerkenswerte Kehrtwende in seiner Wahlkampfstrategie. Der US-Präsident zieht nach anhaltenden Schlagzeilen über seine Auftritte die Reißleine. Zuletzt wurde über mehrere Störer während der Trump-Reden und fragwürdige Äußerungen des US-Präsidenten berichtet.

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Donald Trump zieht die Reißleine und sagt Auftritt in Kansas ab

Donald Trump setzt demnach künftig verstärkt auf virtuelle Tele-Rallyes statt auf persönliche Auftritte. Der US-Präsident sagte bereits eine geplante Veranstaltung im Bundesstaat Kansas ab, wo er eigentlich den Senatskandidaten Roger Marshall unterstützen sollte. Auch der Auftritt inDubuque (Iowa) wurde abgesagt.

Das Weiße Haus bestätigte den Kurswechsel gegenüber "The Daily Beast".

  • "Präsident Trump wird bis zum Wahltag über mehr als 20 Tele-Rallyes weiterhin direkt mit den Amerikanern im ganzen Land in Kontakt treten", erklärte ein Regierungssprecher. Diese Formate böten ihm die Möglichkeit, seine Erfolge hervorzuheben und seine Reichweite auszubauen.

Eine Begründung für die Abkehr von den Präsenzveranstaltungen lieferte das Weiße Haus nicht. Auch Samstag, 31. Oktober: Salina, Kansas

Sonntag, 1. November: Dubuque, Iowa

Donald Trump kämpft mit leeren Rängen und Zwischenrufen

Der Kontrast zu Trumps früheren Auftritten könnte kaum größer sein. Wo einst Zehntausende in riesige Stadien strömten, kämpft er mittlerweile damit, selbst kleinere Veranstaltungsorte zu füllen. Bei jüngsten Kundgebungen in Mississippi, Ohio und Alabama dokumentierten Kamerateams reihenweise unbesetzte Plätze - während der US-Präsident gleichzeitig behauptete, die "größten Menschenmengen in der Geschichte der Midterm-Wahlen" anzuziehen.

Donald Trump könnte Wahldebakel drohen

Die Umfragewerte verheißen für Trumps Partei wenig Gutes. Nate Silver sieht in den Frühwahldaten alarmierende Signale. Silver zufolge mobilisierten die Demokraten bei der vorzeitigen Stimmabgabe bislang insbesondere Wähler, die sich sonst seltener an Wahlen beteiligen, erklärte er im Podcast "Shane Smith Has Questions".

Vor diesem Hintergrund werten manche Beobachter die Kansas-Absage als Zeichen dafür, dass Trump bestimmte Rennen bereits verloren gibt. Andere hingegen argumentieren, der Bundesstaat sei für die Republikaner ohnehin sicher genug. "Ich glaube nicht, dass er nach Kansas fahren muss", sagte Mark Williams, ehemaliger Stabschef von Ex-Kongressabgeordnetem Mike Conaway, gegenüber CNN.

Die kurzfristige Absage der Kansas-Veranstaltung traf offenbar selbst die eigene Partei unvorbereitet. Danedri Herbert, Vorsitzende der Republikaner in Kansas, erfuhr erst vom Republican National Committee davon. "Das ist alles, was sie mir gesagt haben – dass es abgesagt ist und wir weitere Informationen bekommen würden", sagte Herbert der "Kansas City Star". Über die angekündigten Tele-Rallyes habe sie keinerlei Details erhalten. 

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