Frankfurt: Polizei verspricht starke Präsenz am Protesttag
Die Polizei bereitet sich am Samstag in Frankfurt auf einen Großeinsatz vor. Zustände wie in Paris soll es nicht geben - trotz rund 80 anreisender Linksextremisten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Zu den Protestkundgebungen am Samstag in Frankfurt werden nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden rund 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen. Innenminister Roman Poseck (CDU) appellierte an die Teilnehmer, friedlich zu bleiben und sich von Gewalttätern zu distanzieren. "Wir werden zeigen, dass wie ein sicheres Land sind und dass wir einen handlungsfähigen Staat haben", sagte Poseck.
Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller sagte, die Polizei sei auf diesen "nicht alltäglichen Einsatz" bestens vorbereitet. Gefahr gehe nicht nur von den anreisenden 80 Linksextremisten aus, sondern auch von "erlebnisorientierten Jugendlichen" ohne politische Botschaft.
Dazu kommt, dass gleichzeitig Halloween gefeiert wird. Für die Demo gilt allerdings ein Vermummungsverbot. Die Bevölkerung müsse sich vor allem auf "maximale Verkehrsbehinderungen" einstellen. Geschäfte müssten weder geschlossen noch Scheiben vernagelt werden.
Polizei rechnet mit weniger Teilnehmern als angemeldet
In Frankfurt sind zwei Kundgebungen angemeldet, die im Abstand von 30 Minuten auf der gleichen Route laufen sollen: Um 14.15 Uhr startet zunächst eine kleinere Demo von "Generation Aufbruch", zu der laut Stadt 1.000 bis 2.000 Menschen angemeldet sind.
Um 15.45 Uhr folgt die größere von "Gen Z regelt" mit 9.000 angemeldeten Teilnehmern. Poseck sagte, die Behörden rechneten allerdings insgesamt nur mit einer Teilnehmerzahl im unteren vierstelligen Bereich.
Route führt im Kreis um die Innenstadt herum
Die Route startet an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB). Danach geht es entlang des Maikais Richtung Hauptbahnhof. Durch die Innenstadt führt der Weg innerhalb des Anlagenrings - also nicht über die Einkaufsstraße Zeil. Über die Kurt-Schumacher-Straße geht es dann zurück ins Ostend.
Auch in anderen hessischen Städten wurden Demonstrationen angemeldet, in Kassel wird mit einer dreistelligen Anzahl von Teilnehmern gerechnet, in Eschwege sollen es noch weniger sein. Weitere Demonstrationen sind laut Poseck bisher nicht bekannt, aber möglich.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Düsseldorf News: Zwei Deutsche nach Starlink-Anschlag in Auslieferungshaft
- Nato-Ostflanke: Litauen: Mutmaßliche Starlink-Saboteure in Deutschland in Haft
- Berlin: Eralp: Werde für die Sicherheit aller Berliner sorgen
- Donald Trump: US-Präsident lästert insgeheim über Vance und enthüllt seine größte Schwäche
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.