Berlin News: Stahr: Rot-Grün-Rot in Berlin mögliches Modell für den Bund

In Berlin wollen die Grünen mit Linken und SPD eine Koalition bilden. Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr glaubt, dass ein solches Bündnis über Berlin hinaus "Strahlkraft" haben könnte.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. (Foto) Suche
Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Die Berliner Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr sieht in dem geplanten Regierungsbündnis mit Linken und SPD in der Hauptstadt ein mögliches Modell auch für den Bund. "Wenn wir das gut hinbekommen, kann unsere gemeinsame Arbeit eine Strahlkraft entwickeln und den Menschen wieder Zuversicht und Hoffnung geben", sagte Stahr in einem Interview der "Berliner Morgenpost" auf eine entsprechende Frage. "Dann kann dieses Bündnis auch ein Zeichen sein", fügte sie mit Blick auf die nächste Bundestagswahl 2029 hinzu.

Stahr verteidigte die in Berlin angepeilte Dreierkoalition gegen Kritik aus den eigenen Reihen und von der Bundesebene. "Ich verstehe die Sorge, mit der auf dieses Bündnis geblickt wird, zu einem gewissen Maß auch", sagte sie. "Dass es in Teilen der Linken ein Problem mit Antisemitismus gibt, ist ja auch kein Geheimnis." Man habe die Sondierungsgespräche aber nicht geführt, ohne davon überzeugt zu sein, dass die Linke bestehende Probleme wie Antisemitismus ernsthaft angehe.

Digitale Mitgliederbefragung

Neben der Berliner SPD hatten am Montag auch die Grünen die Aufnahme von gemeinsamen Koalitionsverhandlungen mit der Wahlsiegerin Linke beschlossen. Auf einem kleinen Parteitag stimmten 43 von 45 Delegierten dafür.

Die Grünen beschlossen, auch eine digitale Mitgliederbefragung - ein sogenanntes Meinungsbild - über den möglichen Koalitionsvertrag und über ihr Personal für den Berliner Senat abzuhalten. Eine Kommission, der unter anderem die erfahrene Grünen-Bundespolitikerin und Ex-Ministerin Renate Künast angehört, soll zum Personal Kriterien und Vorschläge erarbeiten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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