Landtagswahl: Patt für CDU und AfD bei Umfrage für Baden-Württemberg

Bei der Landtagswahl waren Grüne und CDU knapp beieinander. Sieben Monate später fällt die CDU deutlich zurück. Eine andere Partei holt erheblich auf.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Gut sieben Monate nach der Landtagswahl verliert die CDU in Baden-Württemberg einer Umfrage zufolge erheblich an Zustimmung – während die AfD deutlich zulegt. Wenn am Sonntag Landtagswahl im Südwesten wäre, kämen beide Parteien auf jeweils 23 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR, der "Stuttgarter Zeitung" und der "Südwest Presse" hervor.

Damit verschieben sich die Kräfteverhältnisse hinter den Grünen von Ministerpräsident Cem Özdemir deutlich. Zusammen hätten Grüne und CDU aber nach wie vor eine stabile Mehrheit für eine gemeinsame Koalition: Die Grünen bleiben mit 30 Prozent stärkste Kraft.

Allzeithoch für AfD

Bei der Landtagswahl im März hatte die CDU von Landeschef Manuel Hagel mit 29,7 Prozent nur knapp hinter den Grünen mit 30,2 Prozent gelegen. In der aktuellen Umfrage beträgt der Abstand dagegen sieben Prozentpunkte. Die AfD verbessert sich gegenüber ihrem Wahlergebnis von 18,8 Prozent um 4,2 Prozentpunkte – ein Allzeithoch im sogenannten BW-Trend, wie der SWR mitteilt. Der Verfassungsschutz beobachtet die AfD in Baden-Württemberg als rechtsextremistischen Verdachtsfall.

Die SPD kann sich gegenüber ihrem Wahlergebnis im März (5,5 Prozent) leicht verbessern auf 7 Prozent. Die Linke, die damals den Einzug in den Landtag knapp verpasst hatte, würde jetzt 6 Prozent erreichen. Die FDP verharrt laut Umfrage bei 4 Prozent, auch sie war aus dem Landtag geflogen.

Für die Umfrage wurden insgesamt 1.191 Menschen in Baden-Württemberg zwischen dem 8. und 13. Oktober 2026 befragt. Die Schwankungsbreite liegt dem SWR zufolge bei 2 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 10 Prozent und bei 3 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 50 Prozent.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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