Krieg im Jemen: Angriff in Aden im Jemen – Regierungsmitglieder unverletzt
Rauch steigt über dem Palast von Aden auf. Die hohen Regierungsmitglieder sollen unverletzt sein. Der Angriff, hinter dem die Huthi vermutet werden, ist dennoch eine Demonstration der Macht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Jemen ist der Sitz der international anerkannten Regierung in der südlichen Hafenstadt Aden mit Raketen angegriffen worden. Die Gegend um den Al-Maaschik-Palast sei unter Beschuss geraten, sagten Augenzeugen und Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Über das Ausmaß der Schäden oder mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben. Es war auch unklar, ob das Palastgebäude selbst getroffen wurde.
Der von der Huthi-Miliz kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, ein "Militär-Hauptquartier, das von saudischen Offizieren geführt wird", sei angegriffen worden. Vermutet wurde eine Attacke der Huthi, die den Angriff zunächst aber nicht für sich beanspruchten.
Rauch über Palastgelände
Auch saudische Medien berichteten, dass die Huthi-Miliz den Palast angegriffen habe. Dort hätten sich nach dem Einschlag mehrerer Raketen fünf Explosionen ereignet, berichtete der Nachrichtenkanal Al-Hadath. In sozialen Medien kursierten Videos, die Rauch über dem Gelände zeigen, in dem die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat. In Aden befindet sich auch ein Kommandozentrum des saudisch angeführten Bündnisses, das im Jemen gegen die Huthi kämpft.
Die international anerkannte Regierung sitzt in Aden im Süden, seit die Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa und weitere Teile des Nordjemens 2014 überrannten. Angeführt wird die Regierung von Raschad al-Alimi, der sich aus Sicherheitsgründen aber meist in Riad aufhält. Saudische Medien berichteten, die hohen Vertreter der jemenitischen Regierung seien bei dem Angriff nicht verletzt worden.
Aden ist eine der größten Städte im Jemen und hat einen wichtigen Hafen östlich der Meerenge Bab al-Mandab. Die Stadt diente über Jahrhunderte als Knotenpunkt für Handel. Der Palast liegt auf einer Anhöhe mit Blick auf die Bucht von Aden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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