Ricarda Lang: "Wir werden kämpfen" - Grünen-Politikerin ruft nach AfD-Knall zum Widerstand auf
Die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum neuen Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt ruft bei Ricarda Lang große Empörung hervor. Auf Instagram fordert die Ex-Grünen-Chefin zum Widerstand gegen die rechtsextreme Partei auf. Ihre mahnenden Worte kommen jedoch nicht bei allen gut an.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Ricarda Lang äußert sich auf Instagram zur Wahl von AfD-Politiker Tobias Rausch zum neuen Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt
- Ex-Grünen-Chefin warnt vor Normalisierung der rechtsextremen Partei, insbesondere durch das BSW und die CDU
- Nicht jeder Follower stimmt ihren Forderungen zu
Auf Ricarda Langs Instagram-Profil geht es mitunter recht locker zu. Die ehemalige Grünen-Chefin teilte zuletzt unter anderem Bilder von ihren Teilnahmen an Laufevents oder ihrem Besuch auf dem Oktoberfest. Doch auch zu politisch relevanten Themen äußert sich die Bundestagsabgeordnete häufiger. Am Dienstag platzte ihr nach einer historischen Wahl in Sachsen-Anhalt der Kragen.
Ricarda Lang warnt vor der AfD in Sachsen-Anhalt in neuem Instagram-Video
In dem ostdeutschen Bundesland wurde mit Tobias Rausch erstmals ein Mitglied der rechtsextremen AfD zum Landtagspräsidenten gewählt. Lang machte in einem neuen Instagram-Video darauf aufmerksam, dass der 35-Jährige insgesamt 48 Stimmen bekam. "Das sind 9 Stimmen mehr als die AfD alleine hat und 4 mehr als AfD und BSW gemeinsam haben", so die Grünen-Politikerin. Ricarda Lang warnte nun unter anderem davor, dass diese Abstimmung die Vorbereitung auf die Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum neuen Ministerpräsidenten darstelle. "Und sie ist ein Schritt bei der bundesweiten Normalisierung der AfD." Aus ihrer Sicht seien nun vier Dinge wichtig:
- "Erstens: Das BSW hat noch mal in aller Eindeutigkeit bewiesen, dass bei Antifaschismus kein Verlass auf sie ist. Sahra Wagenknecht ist mal angetreten damit, dass man nur mit ihrem Kurs die AfD klein bekomme und jetzt sind sie und ihre Partei nichts anderes mehr als die Steigbügelhalter der Rechtsextremen."
- "Zweitens: Der Riss geht mitten durch die CDU. Der Riss zwischen denen, die die AfD verharmlosen wollen, um ihr am Ende an die Macht zu helfen, und zwischen denen, die dagegen aufbegehren. Wer diesen Kampf gewinnt, damit wird sich in den nächsten Jahren auch entscheiden, ob die AfD im Bund zu immer mehr Macht kommt. Es braucht jetzt einen Aufstand der Anständigen in der Union."
- "Drittens: Kein Wegschauen, kein Dran-Gewöhnen, kein Zurück zur Tagesordnung. Das sind wir gerade auch denen schuldig, die in Sachsen-Anhalt am stärksten von einer AfD-Landesregierung betroffen wären. Die Mutter mit einem Kind mit Behinderung, der queere Jugendliche, der nicht weiß, ob er in Zukunft noch geschützt wird, und der Mensch mit Migrationsgeschichte, dem droht, zum zweiten Mal seine Heimat zu verlieren."
- "Und viertens: Das, was sie jetzt wollen, sind unsere Angst und Resignation. Und genau diese Angst und genau diese Resignation werden wir ihnen nicht geben. Wir werden jetzt noch viel stärker zusammenstehen. Wir werden kämpfen."
Grünen-Politikerin nach Wahl von Tobias Rausch zum neuen Landtagspräsidenten entsetzt
Lang forderte ihre Follower dazu auf, der Zivilgesellschaft den Rücken zu stärken sowie Vereine und Initiativen in die Kommentare zu schreiben, die es sich nun zu unterstützen lohne. Gleichzeitig will sie, dass ihr Video gegen die AfD mit jeweils drei Menschen geteilt wird, "die nicht mehr nach Sachsen-Anhalt schauen".
Kritik an Ricarda Lang und den Grünen
Von ihren Unterstützern erhielt die Grünen-Politikerin in den Kommentaren viel Zuspruch für ihre mahnenden Worte. Einige Follower fordern zudem ein rasches AfD-Verbotsverfahren. Doch es gibt auch einige Kritik an Ricarda Langs Aussagen:
- "Sagt die Vertreterin einer Partei, die aktuell in Berlin mit einer offen islamo-sozialistischen Partei sondiert. Schön den Ball flach halten."
- "91% wollten keine Grünen, darüber solltest du nachdenken."
- "Hättet ihr gescheite Politik gemacht, wäre es nicht so weit gekommen."
- "Na und? DAS ist Demokratie, Basta."
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gom/bos/news.de
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