Landtagswahl: AfD-Politiker mit "Preußischer Allgemeinen" im Landtag

Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt ist erstmals zusammengekommen – und mancher AfD-Politiker hat auch Lektüre dabei.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Bei der ersten Sitzung des neuen Landtags in Sachsen-Anhalt hat der AfD-Abgeordnete Frank-Ronald Bischoff die aktuelle Ausgabe der "Preußischen Allgemeine" auf seinem Tisch platziert. Die Zeitung ist hervorgegangen aus der Vertriebenenzeitung "Das Ostpreußenblatt", die Redaktion fühlt sich nach eigenen Angaben "dem traditionellen preußischen Wertekanon verpflichtet".

Thema der Woche der aktuellen Ausgabe ist "der Triumph der AfD in den östlichen Bundesländern". Dieser spiegele die mitteldeutsche Identität wider, die den Niedergang eines Staatssystems erlebt hat und die politischen Kontinuitäten des Westens infrage stellt, heißt es im Teaser. Aufmacher ist die Story "Wenn die Kirchen auf dem linken Auge erblinden".

An der Landtagskandidatur des 78-Jährigen gab es in den vergangenen Monaten Kritik. Er war von 1977 bis 1989 als Stasi-Offizier "im besonderen Einsatz", wie er 2017 öffentlich eingeräumt hatte.

"Linke Tränen"-Tasse Siegmunds

Zuvor war AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit einer Tasse mit dem Aufdruck "Linke Tränen" erschienen. Seine Partei, vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft, hatte die Wahl vor einem Monat mit fast 44 Prozent der Stimmen mit großem Vorsprung gewonnen.

Der Spruch "Linke Tränen" ist verbreitet in konservativen und rechten Kreisen. Damit wird die angebliche Wehleidigkeit des politischen Gegners aus dem linken Spektrum spöttisch zum Thema gemacht. Auf der Tasse finden sich auch die ineinander verschlungenen Buchstaben U und S - vermutlich die Initialen Siegmunds.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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