Berlin: AfD-Zentrale wird geräumt - Mitarbeiter im Homeoffice

Nach Streit mit dem Vermieter muss die Bundes-AfD aus ihrer Zentrale in Berlin ausziehen. Büros wurden geräumt. Wo die Partei künftig ihr Hauptquartier aufschlägt, bleibt aber ein Rätsel.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. (Foto) Suche
Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Die Bundes-AfD hat ein Büro-Problem, Mitarbeiter müssen wegen der Räumung ihrer Bundesgeschäftsstelle nach Angaben aus der Partei zunächst aufs Homeoffice ausweichen. Bis Mittwoch (30.9.) muss die AfD nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr einen großen Teil ihrer Bundesgeschäftsstelle im Bezirk Reinickendorf im Berliner Nordwesten räumen.

Die Suche nach einer neuen Immobilie dauere an, sagte ein Parteisprecher, der nach eigenen Angaben derzeit selbst von zu Hause aus arbeitet. Auch andere Mitarbeiter aus der bisherigen Bundesgeschäftsstelle sind nach Angaben aus Parteikreisen ins Homeoffice ausgewichen.

Wahlparty löste Streit mit Vermieter aus

Die Vorgeschichte: Am Abend der Bundestagswahl im Februar 2025 hatte die AfD ihre Wahlparty im Innenhof des Bürogebäudes in einem Gewerbegebiet veranstaltet, in dem sie Räume für ihre Bundesgeschäftsstelle angemietet hat. Der Vermieter kündigte der AfD. Sie habe die Hofflächen nicht gemietet, zudem sei der Zugang zum Gebäude stundenlang von der Polizei gesperrt worden, so dass andere Mieter das Haus nicht mehr hätten betreten können.

Das Berliner Landgericht entschied schließlich im September vergangenen Jahres, dass die Partei den Großteil ihrer Räume zum 30. September dieses Jahres und den restlichen Bereich bis spätestens zum 31. Dezember räumen muss. Der Mietvertrag sollte ursprünglich ein Jahr später auslaufen.

AfD sucht schon lange neue Immobilie

Zurzeit steht als Postadresse im Impressum auf der AfD-Webseite weiterhin "Eichhorster Weg 80, 13435 Berlin". Die Partei sucht aber seit langem einen neuen repräsentativeren Sitz möglichst zentral in Berlin. Das scheint sich jedoch schwierig zu gestalten, ähnlich wie die Suche nach Veranstaltungsräumen etwa für Parteitage. Wiederholte Nachfragen bei der AfD zu einem möglichen neuen Quartier brachten in den vergangenen Monaten keine neuen Erkenntnisse. Über mögliche Objekte, die in der engeren Auswahl stehen, erteilt sie keine Auskünfte.

Im Sommer hatte "Bild" über eine angemietete Büroetage mit "Dutzenden Büros auf 1600 Quadratmetern" in einem Gebäude am Köllnischen Park in Berlin-Mitte als "neue Verwaltungszentrale der Partei" berichtet. Als Mieterin tritt demnach aber nicht die AfD, sondern eine Immobilientochter der Partei auf. Die Anmietung von Büros in dem Haus durch eine Tochterfirma wird in Parteikreisen bestätigt. AfD-Schilder wird es laut "Bild" dort nicht geben. Wie viele Mitarbeiter in den Büros was genau tun werden, bleibt unklar.

Andere Mieter, etwa die Organisation Oxfam, hatten sich besorgt gezeigt. Für diesen Mittwoch hat eine Initiative mit dem Namen "Mitte liebt Vielfalt" zu einer Protestaktion aufgerufen. Der Vermietergesellschaft sollen Unterschriften gegen den Einzug überreicht werden.

Nach einer eigentlichen neuen AfD-Bundesgeschäftsstelle, als Repräsentanz, Zustelladresse und Ort für Bundesvorstandssitzungen und andere Parteiveranstaltungen wie Wahlpartys sucht die AfD nach Angaben aus Parteikreisen weiterhin.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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