Katholische Kirche: Papst beginnt Besuch in Frankreich

Seit vergangenem Jahr ist Leo XIV. Oberhaupt der Katholiken. Jetzt ist der erste Papst aus den USA für vier Tage in Frankreich, wo sie großen Wert legen auf die Trennung zwischen Kirche und Staat.

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Papst Leo XIV. (r), der US-Amerikaner Robert Prevost, auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. (Foto) Suche
Papst Leo XIV. (r), der US-Amerikaner Robert Prevost, auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. Bild: picture alliance/dpa | Oliver Weiken

Papst Leo XIV. ist zum Auftakt eines viertägigen Besuchs in Frankreich von Präsident Emmanuel Macron empfangen worden. Der französische Staatschef nahm das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken am Pariser Flughafen Orly in Empfang. Anschließend steht ein Treffen im Élysée-Palast auf dem Programm. Zur Ankunft des Papstes läuteten Kirchenglocken im ganzen Land.

Nachmittags will Leo die UN-Kulturorganisation Unesco besuchen, die ihren Sitz in der französischen Hauptstadt hat. Am Abend ist ein Vespergottesdienst in Frankreichs Nationalstadion im Vorort Saint-Denis mit etwa 80.000 Teilnehmern geplant. Am Samstag werden zu einer Messe auf der Place de la Concorde unterhalb der Champs-Élysées mehrere Hunderttausend Menschen erwartet.

Auch Treffen mit kleinem Kreis von Missbrauchsopfern

Für den Papst ist dies die erste Frankreich-Reise seit seiner Wahl im vergangenen Jahr. Weitere Stationen sind der Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten sowie die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze. Dort will der Pontifex aus den USA eine Europa-Rede halten. Einen Termin für eine Deutschland-Reise gibt es noch nicht.

Das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Frankreich ist nicht frei von Spannungen. Kritik der katholischen Kirche gab es zuletzt unter anderem daran, dass das Recht zur Abtreibung in der französischen Verfassung verankert wurde und an einem Gesetz zur aktiven Sterbehilfe. Die Kirche wiederum steht - wie in zahlreichen anderen Ländern - wegen ihres Umgangs mit Missbrauchsopfern in der Kritik. Am Wochenende will sich der Papst in Lourdes mit einem kleinen Kreis von Opfern treffen.

Strenge Trennung zwischen Kirche und Staat

In Frankreich gilt - bis auf einige Regionen im Osten des Landes - seit mehr als einem Jahrhundert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Beispielsweise muss dort keine Kirchensteuer gezahlt werden. Präsident Macron will den Messen des Papstes auch fernbleiben. Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Religion.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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